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Frontex sieht Zuspitzung der Lage an Grenze zu Griechenland
International 2 Min. 02.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Frontex sieht Zuspitzung der Lage an Grenze zu Griechenland

An der türkisch-griechischen Grenze warten Tausende auf ihr Schicksal.

Frontex sieht Zuspitzung der Lage an Grenze zu Griechenland

An der türkisch-griechischen Grenze warten Tausende auf ihr Schicksal.
Foto: AFP
International 2 Min. 02.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Frontex sieht Zuspitzung der Lage an Grenze zu Griechenland

An der griechisch-türkischen Grenze ist die Situation weiter angespannt. Tausende Migranten wollen nach Westeuropa und harren in der Kälte aus.

(dpa) - Nach Einschätzung der EU-Grenzschutzagentur Frontex wird sich die Lage an der türkisch-griechischen Grenze nach einem Medienbericht in den kommenden Tagen stark zuspitzen. „Es wird schwierig sein, den massiven Strom von Menschen, die sich auf die Reise gemacht haben, zu stoppen“, heißt es in einem internen Frontex-Bericht, aus dem die „Welt“ (Montag) zitiert. „Darum ist kurzfristig in den kommenden Tagen noch ein Anstieg des Drucks zu erwarten – auch sogar in dem Fall, dass die türkischen Behörden handeln sollten, um Grenzübertritte zu verhindern.“


TOPSHOT - A migrant carries her belongings walking towards greece border on February 28 , 2020 near Turkey-Greece border near Pazarkule border gate in Edirne. - Turkey will no longer close its border gates to refugees who want to go to Europe , a senior official told AFP on February 28, shortly after the killing of 33 Turkish soldiers in an airstrike in northern Syria. (Photo by Ozan KOSE / AFP)
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Nach der Ankündigung der Türkei, die Grenzen zur EU zu öffnen, versuchen Tausende Migranten, nach Westeuropa zu gelangen. Laut UN harren rund 13 000 Migranten bei Kälte auf der türkischen Grenzseite zu Griechenland aus. Unter ihnen sollen auch viele Kinder sein. Frontex setzte die Alarmstufe für alle EU-Grenzen zur Türkei auf „hoch“. Zugleich verstärkte Griechenland seine Einheiten entlang der Grenze zur Türkei weiter. Die Regierung in Athen warf der Türkei vor, Migranten mit falschen Informationen dazu zu bewegen, nach Griechenland und damit in die EU zu kommen.

Wasserwerfer gegen Steine

Die Zustände in den Wäldern sind unerträglich.
Die Zustände in den Wäldern sind unerträglich.
Foto: AFP

Am Sonntag hatte die griechische Polizei schwere Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt, um die Migranten am Übertritt zu hindern. Sie hatten nach Medien Steine und andere Gegenstände auf die Bereitschaftspolizei geschleudert.

In dem Frontex-Bericht heißt es laut „Welt“: „Nachrichten in den sozialen Medien erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Massenbewegung von der Türkei aus hin zu den EU-Grenzen.“ Griechenland wird einen Monat lang keine neuen Asylanträge annehmen. Das teilte Regierungschef Kyriakos Mitsotakis am Sonntag auf Twitter mit. Außerdem gilt in dem Land seit Sonntagabend für Sicherheitskräfte die höchste Alarmstufe. Diese gelte sowohl für das Militär als auch für die Polizei, teilte ein Regierungssprecher im Staatsfernsehen mit.

Lesbos: Ein Junge weint am Strand des Dorfes Skala Sikamias nach seiner Ankunft aus der Türkei mit einem Schlauchboot.
Lesbos: Ein Junge weint am Strand des Dorfes Skala Sikamias nach seiner Ankunft aus der Türkei mit einem Schlauchboot.
Foto: DPA

EU-Migrationskommissar Margaritis Schinas wird nach eigenen Worten an diesem Montag in Berlin sein. Er hatte am Wochenende eine baldige Sondersitzung der EU-Innenminister gefordert. Eine EU-Sprecherin erklärte am Sonntag, die Europäische Union sei in konstantem Kontakt mit den türkischen Autoritäten. „Das unerträgliche humanitäre Desaster in und um Idlib verlangt dringend, dass wir handeln.“

3,6 Millionen Menschen in der Türkei


TOPSHOT - Migrants sit behind barbed wire fence at the buffer zone at Turkey-Greece border at Pazarkule, in Edirne district, on February 29, 2020. - Thousands of migrants stuck on the Turkey-Greece border clashed with Greek police on February 29, 2020, according to an AFP photographer at the scene. Greek police fired tear gas at migrants who have amassed at a border crossing in the western Turkish province of Edirne, some of whom responded by hurling stones at the officers. The clashes come as Greece bolsters its border after Ankara said it would no longer prevent refugees from crossing into Europe following the death of 33 Turkish troops in northern Syria. (Photo by BULENT KILIC / AFP)
Krise in Syrien eskaliert: EU-Grenze zur Türkei wird zum Brennpunkt
Die Türkei greift laut Erdogan zahlreiche Ziele in Syrien an und lässt Tausende Migranten in Richtung EU passieren. Griechenland will illegale Übertritte verhindern und beantragt eine Sondersitzung der EU-Außenminister.

Die Türkei hat rund 3,6 Millionen Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen. In einem Flüchtlingspakt mit der EU von 2016 hat die Türkei eigentlich zugesagt, gegen illegale Migration vorzugehen. Das Abkommen sieht zudem vor, dass die EU alle Flüchtlinge und Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückschicken kann. Im Gegenzug nimmt die EU regulär Syrer aus der Türkei auf. Ankara erhält zudem finanzielle Unterstützung für die Versorgung der Flüchtlinge im Land.

Foto: AFP



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