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Fritzl muss lebenslang hinter Gitter
International 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

Fritzl muss lebenslang hinter Gitter

Josef Fritzl hat seine Tochter Elisabeth 24 Jahre in einem fensterlosen Kellerverlies seines Hauses gefangen gehalten.

Fritzl muss lebenslang hinter Gitter

Josef Fritzl hat seine Tochter Elisabeth 24 Jahre in einem fensterlosen Kellerverlies seines Hauses gefangen gehalten.
dpa
International 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

Fritzl muss lebenslang hinter Gitter

Der Inzesttäter Josef Fritzl muss lebenslang ins Gefängnis. Das hat am Donnerstag das Schwurgericht im niederösterreichischen St. Pölten einstimmig entschieden.

(dpa) - Der Inzesttäter Josef Fritzl muss lebenslang ins Gefängnis. Das hat am Donnerstag das Schwurgericht im niederösterreichischen St. Pölten einstimmig entschieden. Außerdem wurde seine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verfügt. Das Urteil ist rechtskräftig. Der 73 Jahre alte Angeklagte nahm den Richterspruch an, auch die Staatsanwältin verzichtete auf Rechtsmittel. Die acht Geschworenen sprachen den 73- Jährigen in allen Anklagepunkten schuldig. Fritzl war Mord durch Unterlassung, Sklavenhandel, Freiheitsentziehung, Vergewaltigung, Blutschande und schwere Nötigung vorgeworfen worden.

Josef Fritzl hatte seine Tochter Elisabeth 24 Jahre in einem fensterlosen Kellerraum unter seinem Wohnhaus in Amstetten tausendfach vergewaltigt. Sie brachte sieben Kinder zur Welt, von denen sechs überlebten. Der neugeborene Michael war 66 Stunden nach der Geburt gestorben, weil der Vater und Großvater sich weigerte, ihn zum Arzt zu bringen.

Fritzl bereut vor Gericht

Der Prozess hatte am Montag begonnen und sollte ursprünglich bis Freitag dauern. Am Donnerstag hatten sich Staatsanwältin Christiane Burkheiser und Verteidiger Rudolf Mayer in ihren Schlussplädoyers ein letztes Mal an die Geschworenen gewandt. Fritzl selbst sagte in seinem letzten Wort, er bereue aus ganzem Herzen, was er seiner Familie angetan habe. Wörtlich sagte er:„ Ich kann es leider nicht mehr gut machen. Ich kann nur schauen, den Schaden nach Möglichkeit zu begrenzen.“