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Friedrich Merz will im Rennen um CDU-Vorsitz antreten
International 2 Min. 13.02.2020 Aus unserem online-Archiv

Friedrich Merz will im Rennen um CDU-Vorsitz antreten

Friedrich Merz (CDU), Vizepräsident des Wirtschaftsrates der CDU, spricht beim Ludwig-Erhard-Gipfel.

Friedrich Merz will im Rennen um CDU-Vorsitz antreten

Friedrich Merz (CDU), Vizepräsident des Wirtschaftsrates der CDU, spricht beim Ludwig-Erhard-Gipfel.
Foto: Angelika Warmuth/dpa
International 2 Min. 13.02.2020 Aus unserem online-Archiv

Friedrich Merz will im Rennen um CDU-Vorsitz antreten

Friedrich Merz hat erst einmal nur einen Stein ins Wasser geworfen. Jetzt schaut der CDU-Politiker zu, wie sich die Wellen langsam ausbreiten.

(dpa) - Der ehemalige CDU/CSU-Fraktionschef Friedrich Merz will seine Kandidatur für den Vorsitz der deutschen Christdemokraten ohne jede Hektik vorantreiben. Weitere Interessenten für den Parteivorsitz und die Kanzlerkandidatur kamen am Donnerstag nicht aus der Deckung.

Die dpa hatte am Mittwochabend aus dem engsten Umfeld von Merz erfahren, er sei entschlossen, zu kandidieren. Merz wisse die Parteibasis hinter sich und fühle sich durch aktuelle Umfragen ermutigt, hieß es. Offen blieb zunächst, ob Merz sich damit auch um die Kanzlerkandidatur bewirbt. Am Donnerstagabend wurde er bei einem Mittelstandsforum in Berlin erwartet.

Merz mahnte nach Bekanntwerden seiner Ambitionen ein ruhiges Verfahren an. "Wir müssen in Ruhe miteinander reden", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Es gebe überhaupt keinen Grund, Hektik hineinzubringen.

Friedrich Merz zusammen mit Annegret Kramp-Karrenbauer bei einer Veranstaltung im Juli 2019.
Friedrich Merz zusammen mit Annegret Kramp-Karrenbauer bei einer Veranstaltung im Juli 2019.
Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Die bisherige CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte am Montag mitgeteilt, dass sie auf den Parteivorsitz verzichten und nicht Kanzlerkandidatin werden wolle. Die nächste Bundestagswahl steht in Deutschland regulär im Herbst 2021 an. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will dann nicht mehr antreten.


ARCHIV - 07.12.2018, Hamburg: Die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer steht zusammen mit ihren Mitbewerbern Jens Spahn (l) und Friedrich Merz nach ihrer Wahl auf dem CDU-Bundesparteitag auf der Bühne. Die CDU-Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer verzichtet auf eine Kanzlerkandidatur und wird auch den Parteivorsitz abgeben. Foto: Christian Charisius/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Merz hatte sich schon Ende 2018 um die Merkel-Nachfolge an der Parteispitze beworben. Er unterlag Kramp-Karrenbauer knapp in einer Stichwahl mit 482 zu 517 Stimmen. Er hatte 2018 versprochen, den Stimmenanteil der AfD bei kommenden Wahlen zu halbieren. Bei der Bundestagswahl 2017 hatte die AfD 12,6 Prozent geholt.

Erste Unterstützer melden sich zu Wort

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten warb dafür, Merz als Kanzlerkandidaten der Union aufzustellen. "Ich gehe fest davon aus, dass Friedrich Merz als Kandidat zur Verfügung steht, und ich glaube, CDU und CSU wären gut beraten, dieses Angebot auch anzunehmen", sagte er im Radioprogramm SWR Aktuell.

Als erster Landesvorsitzender positionierte sich der Berliner Kai Wegner und unterstützte Ex-Unionsfraktionschef Merz. "Friedrich Merz bringt aus meiner Sicht das mit, was unser Land und die CDU jetzt brauchen. Er spricht eine klare Sprache und er hat ein erkennbares Profil", sagte Wegner der Deutschen Presse-Agentur.

Die Junge Union (JU) wird nach Angaben ihres Vorsitzenden Tilman Kuban per Mitgliederbefragung bestimmen, wen sie als Kanzlerkandidaten unterstützen will. "Wir werden intern eine Befragung machen, ich habe versprochen, dass ich die Mitglieder mehr einbinden möchte", sagte der Chef der Nachwuchsorganisation von CDU und CSU in der RTL/ntv-Sendung "Frühstart".  


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Einen Termin für einen möglichen CDU-Sonderparteitag zur Wahl eines neuen Parteivorsitzenden gibt es bislang nicht. Der reguläre Wahlparteitag ist für den 4. bis 6. Dezember in Stuttgart angesetzt.


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