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Friedensnobelpreis für Maria Ressa und Dimitri Muratov
International 2 Min. 08.10.2021
Oslo

Friedensnobelpreis für Maria Ressa und Dimitri Muratov

Berit Reiss-Andersen, Präsidentin des Friedenspreis-Komitees gab die namen am Freitagmorgen bekannt.
Oslo

Friedensnobelpreis für Maria Ressa und Dimitri Muratov

Berit Reiss-Andersen, Präsidentin des Friedenspreis-Komitees gab die namen am Freitagmorgen bekannt.
Foto: AFP
International 2 Min. 08.10.2021
Oslo

Friedensnobelpreis für Maria Ressa und Dimitri Muratov

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die Journalisten Maria Ressa von den Philippinen und Dmitri Muratow aus Russland.
Der Chefredakteuer der Moskauer Zeitung «Nowaja Gaseta», Dmitri Muratow.
Der Chefredakteuer der Moskauer Zeitung «Nowaja Gaseta», Dmitri Muratow.
Foto: DPA

Die beiden Journalisten Maria Ressa von den Philippinen und Dmitri Muratow aus Russland erhalten in diesem Jahr den Friedensnobelpreis. Das gab das norwegische Nobelkomitee am Freitag bekannt. Sie bekommen den Preis für ihre Bemühungen um die Wahrung der Meinungsfreiheit, die eine Voraussetzung für Demokratie und dauerhaften Frieden sei, sagte die Vorsitzende des Komitees, Berit Reiss-Andersen, bei der Bekanntgabe in Oslo. Mit ihrer Auszeichnung solle die Bedeutung des Schutzes der Meinungs- und Pressefreiheit unterstrichen werden.

Insgesamt gab es in diesem Jahr 329 Nominierungen, davon 234 Einzelpersönlichkeiten und 95 Organisationen. Der Preis ist mit 10 Millionen schwedischen Kronen (rund 985.000 Euro) dotiert. Im Vorjahr war das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) ausgezeichnet worden.

Maria Ressa, philippinische Journalistin und Autorin
Maria Ressa, philippinische Journalistin und Autorin
Foto: DPA

Der Friedensnobelpreis wird als einziger der fünf Nobelpreise nicht in Stockholm, sondern in Oslo vergeben. Dort findet die Verleihung traditionell am 10. Dezember, dem Todestag von Preisstifter Alfred Nobel (1833-1896), statt.

Es ist der 102. der seit 1901 vergebenen Friedensnobelpreise. In einigen Jahren, vor allem während der beiden Weltkriege, wurde unter anderem mangels geeigneter Preisträger auf die Vergabe verzichtet.    

Die Friedensnobelpreisträger der vergangenen Jahre

  • 2020: Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen für seine Bemühungen zur Bekämpfung von Hunger, seinen Beitrag zur Verbesserung der Bedingungen für den Frieden in Konfliktgebieten und als treibende Kraft bei den Bemühungen, den Einsatz von Hunger als Waffe in Kriegen und Konflikten zu verhindern.
  • 2019: Äthiopiens Ministerpräsident Abiy Ahmed für seine Bemühungen für Frieden und internationale Zusammenarbeit und vor allem für seine Initiative zur Lösung des Grenzkonflikts mit dem Nachbarland Eritrea.
  • 2018: Denis Mukwege (Kongo) und Nadia Murad (Irak) für ihren Einsatz gegen sexuelle Gewalt als Waffe in Kriegen und bewaffneten Konflikten.
  • 2017: Die Internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung (Ican) für ihre Bemühungen, die Aufmerksamkeit auf die katastrophalen Folgen des Gebrauchs von Atomwaffen zu richten sowie ihren bahnbrechenden Einsatz für einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen.
  • 2016: Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos für seine entschlossenen Bemühungen, den mehr als 50 Jahre währenden Bürgerkrieg in seinem Land zu beenden.
  • 2015: Das Quartett für den nationalen Dialog in Tunesien für seinen entscheidenden Beitrag zum Aufbau einer pluralistischen Demokratie in Tunesien nach der sogenannten Jasmin-Revolution 2011.
  • 2014: Malala Yousafzai (Pakistan) und Kailash Satyarthi (Indien) für ihren Kampf gegen die Unterdrückung von Kindern und jungen Leuten sowie für das Recht aller Kinder auf Bildung.
  • 2013: Die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) für ihren Einsatz gegen die weltweit geächteten Massenvernichtungswaffen.
  • 2012: Die Europäische Union (EU) für ihren mehr als sechs Jahrzehnte währenden Beitrag für Frieden, Demokratie und Menschenrechte in Europa.
  • 2011: Ellen Johnson-Sirleaf und Leymah Gbowee (beide Liberia) sowie Tawakkul Karman (Jemen) für den gewaltfreien Kampf zur Stärkung der Rechte von Frauen.    

In dieser Woche wurden bereits die Preisträger in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie und Literatur bekanntgegeben. Darunter waren mit dem Meteorologen Klaus Hasselmann und dem Chemiker Benjamin List auch zwei Deutsche. Am kommenden Montag folgt zum Abschluss noch der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.   

Seit 1990 wird der Friedensnobelpreis alljährlich am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel, in dem 1950 zum 900-jährigen Stadtjubiläum nach 29 Jahren Bauzeit fertiggestellten Rathaus von Oslo mit seinen beiden markanten Türmen verliehen.
Seit 1990 wird der Friedensnobelpreis alljährlich am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel, in dem 1950 zum 900-jährigen Stadtjubiläum nach 29 Jahren Bauzeit fertiggestellten Rathaus von Oslo mit seinen beiden markanten Türmen verliehen.
Foto: LW-Archiv


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