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Frauenprotest in Belarus
International 24.10.2020

Frauenprotest in Belarus

Frauen beim Protest gegen den belarussischen Präsidenten Lukaschenko in Minsk.

Frauenprotest in Belarus

Frauen beim Protest gegen den belarussischen Präsidenten Lukaschenko in Minsk.
Foto: AFP
International 24.10.2020

Frauenprotest in Belarus

Im Zentrum der belarussischen Hauptstadt Minsk haben erneut Hunderte Frauen gegen Präsident Alexander Lukaschenko demonstriert.

(dpa) – Hunderte Frauen haben sich in Belarus (Weißrussland) vor der großen Sonntagsdemonstration gegen Machthaber Alexander Lukaschenko warmgelaufen bei neuen Protesten. Bei Regenwetter demonstrierten sie am Samstag mit weiß-rot-weißen Regenschirmen – angelehnt an die historische Fahne des Landes – im Zentrum der Hauptstadt Minsk. „Freiheit für Belarus“ war auf Fotos von Plakaten von dem Frauenmarsch im Nachrichtenkanal Telegram zu lesen. Auch in anderen Städten gab es Proteste.

Der Samstag ist seit Beginn des Widerstands gegen Lukaschenko vor rund drei Monaten fest in der Hand von Frauen. Sie gelten als eine treibende Kraft des Aufstands gegen „Europas letzten Diktator“, wie Lukaschenko von seinen Kritikern genannt wird.

Ultimatum endet am 25. Oktober

Bei der großen Sonntagsdemonstration steht diesmal alles im Zeichen eines Volks-Ultimatums der Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanowskaja. Die 38-Jährige hatte Lukaschenko die Frist 25. Oktober gestellt, um zurückzutreten und den Weg für Neuwahlen freizumachen. Zwar hat Lukaschenko einige Gefangene aus dem Gefängnis entlassen, mehr Entgegenkommen ist aber nicht in Sicht.

Tichanowskaja organisiert deshalb seit Tagen aus ihrem Exil im EU-Land Litauen heraus einen Generalstreik im ganzen Land. Beim Samstagsprotest kündigten viele Frauen an, sich an der Aktion an diesem Montag zu beteiligen. Analysten bezweifeln aber, dass Tichanowskaja wegen ihres Aufenthalts im Ausland viel bewegen kann.


Opposition supporters parade through the streets during a rally to protest against the Belarus presidential election results in Minsk on October 18, 2020. (Photo by - / AFP)
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Seit der umstrittenen Präsidentenwahl am 9. August kommt es in der Ex-Sowjetrepublik zu Protesten, weil sich Lukaschenko nach 26 Jahren an der Macht mit rund 80 Prozent der Stimmen zum Sieger erklären ließ. Den Sieg beansprucht die Demokratiebewegung für Tichanowskaja. Die EU unterstützt Lukaschenkos Gegner und erkennt ihn nicht mehr als Präsidenten an. Unterstützung hat der 66-Jährige aus Russland.

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