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Französischer Wirtschaftsminister Macron für Finanztransfers
International 31.08.2015 Aus unserem online-Archiv
Finanzausgleich zwischen den Staaten

Französischer Wirtschaftsminister Macron für Finanztransfers

Der französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron präzisierte die französischen Pläne einer "EU-Wirtschaftsregierung".
Finanzausgleich zwischen den Staaten

Französischer Wirtschaftsminister Macron für Finanztransfers

Der französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron präzisierte die französischen Pläne einer "EU-Wirtschaftsregierung".
AFP
International 31.08.2015 Aus unserem online-Archiv
Finanzausgleich zwischen den Staaten

Französischer Wirtschaftsminister Macron für Finanztransfers

Der französische Wirtschaftsminister Macron hat sich für eine grundlegende Erneuerung von EU und Eurozone ausgesprochen. In einem Interview sagte er, die Euro-Krise hätte bewiesen, dass die Währungsunion nicht wie bisher weitermachen könne.


(dpa) - Der französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron hat sich für eine grundlegende Erneuerung von EU und Eurozone ausgesprochen. Der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagsausgabe) sagte er, die Euro-Krise und die Verhandlungen um ein Rettungspaket für Griechenland hätten bewiesen, dass die Währungsunion nicht wie bisher weitermachen könne. „Der Status quo führt in die Selbstzerstörung.“ Er betonte: „Falls die Mitgliedstaaten wie bisher zu keiner Form von Finanztransfer in der Währungsunion bereit sind, können wir den Euro und die Eurozone vergessen.“ Weiter erklärte Macron: „Eine Währungsunion ohne Finanzausgleich - das gibt es nicht! Die Starken müssen helfen.“

Macron konkretisiert zudem jüngste Vorschläge des französischen Präsidenten François Hollande, in der Euro-Zone eine „Wirtschaftsregierung“ zu etablieren. Dazu will Macron einen neuen „Euro-Kommissar“ in Brüssel installieren, der die Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik der Euro-Länder koordinieren soll: „Die Euro-Regierung würde geführt von einem Kommissar mit weitreichenden Befugnissen“, sagte Macron. „Das wäre nicht nur ein Euro-Finanzminister, sondern jemand, der auch Investitionsmittel vergibt oder in der Arbeitsmarktpolitik mitredet.“


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