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Frankreichs Präsident Macron stürzt ab
International 23.07.2017 Aus unserem online-Archiv
Beliebtheits-Umfrage

Frankreichs Präsident Macron stürzt ab

Emmanuel Macron bei der Militärparade am französichen Nationalfeiertag
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Frankreichs Präsident Macron stürzt ab

Emmanuel Macron bei der Militärparade am französichen Nationalfeiertag
Foto: Stéphane Mahe/Reuters
International 23.07.2017 Aus unserem online-Archiv
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Frankreichs Präsident Macron stürzt ab

Steve REMESCH
Steve REMESCH
Nur 54 Prozent der Befragten sind einer Umfrage zufolge mit dem jüngsten französischen Staatschef aller Zeiten zufrieden. Das ist ein Rückgang von zehn Punkten innerhalb eines Monats für Emmanuel Macron.

(dpa) - Zwei Wahlen hat er souverän gewonnen, doch nun kommt offensichtlich der Gegenwind: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (39) hat nach einer neuen Umfrage bei den Franzosen erheblich an Beliebtheit eingebüßt. 54 Prozent der Befragten seien mit dem jüngsten französischen Staatschef aller Zeiten zufrieden, das sei innerhalb eines Monats ein Rückgang von zehn Punkten, berichtete die Wochenzeitung „Le Journal de Dimanche“ (JDD) am Sonntag unter Berufung auf das bekannte Meinungsforschungsinstitut Ifop.

Einen schlimmeren Umfragen-Absturz zu Mandatsbeginn habe nur der konservative Jacques Chirac hinnehmen müssen, berichtete das Blatt. Zwischen Mai und Juli 1995 habe der Rückgang für ihn 15 Punkte betragen.

Der sozialliberale Macron hatte sich im Mai bei der Präsidentschaftswahl gegen die Rechtspopulistin Marine Le Pen durchgesetzt. Einen Monat später gewann seine Partei La République en Marche die absolute Mehrheit in der Nationalversammlung. In den vergangenen zwei Wochen hatte es wegen Budgetkürzungen schwere Querelen mit der Armeeführung gegeben - Generalstabschef Pierre de Villiers trat deswegen zurück. Insgesamt will die Regierung von Premier Edouard Philippe im laufenden Jahr 4,5 Milliarden Euro einsparen, um die EU-Defizitvorgaben zu erfüllen. Sorgen macht den Menschen nach Angaben der Zeitung unter anderem die geplante Reform zur Lockerung des Arbeitsrechts.

Macron konzentrierte sich bisher vor allem auf internationale Auftritte: Er empfing seinen US-Amtskollegen Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin. Nach dem Élyséekalender wird an diesem Montag der U2-Sänger Bono erwartet, der eine Entwicklungshilfeorganisation vertritt. Am Mittwoch ist dann die R&B-Sängerin Rihanna im Élysée an der Reihe. Sie ist Botschafterin für die Organisation Global Partnership for Education (GPE - Weltweite Bildungspartnerschaft).