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Frankreich will gerechtere Entlohnung von Frauen - notfalls Strafen
International 08.03.2018

Frankreich will gerechtere Entlohnung von Frauen - notfalls Strafen

Auch in Paris gingen Frauenrechtlerinnen am Donnerstag auf die Straßen.

Frankreich will gerechtere Entlohnung von Frauen - notfalls Strafen

Auch in Paris gingen Frauenrechtlerinnen am Donnerstag auf die Straßen.
AFP
International 08.03.2018

Frankreich will gerechtere Entlohnung von Frauen - notfalls Strafen

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Im Kampf für eine gerechtere Entlohnung von Frauen plant Frankreichs Regierung ein härteres Vorgehen - dazu könnten auf mittlere Sicht auch Strafen für Unternehmen gehören.

(dpa) - Firmen mit ungerechtfertigten Gehaltsunterschieden zwischen weiblichen und männlichen Mitarbeitern drohen demnach von 2022 an Geldstrafen in Höhe von einem Prozent der gesamten Lohnsumme.


Neue Anlaufstelle zur Lohngleichheit
Die Gewerbe-Inspektion schafft einen "Service d'accueil" zum Thema Lohngleichheit für Männer und Frauen.

Das berichteten die französische Zeitung „Le Monde“ und andere französische Medien am Donnerstag. Dieser Vorstoß gehöre zu einem großen Reformpaket, das Arbeitsministerin Muriel Pénicaud Ende April präsentieren wolle.

Der Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern im gleichen Alter und vergleichbaren Posten beträgt nach Regierungsangaben neun Prozent.


Les chantiens de l'égalité - MIR LEEEN EIS SCHEPP BAI, Luxembourg le 08 Mars 2018. Photo: Chris Karaba
Noch viele offene Baustellen
Mit der Aktion „Les chantiers de l'égalité – Mir leeën eis Schëpp bäi“ wollte eine Reihe von Demonstratinnen die Passanten in der Hauptstadt wachrütteln und zu einem Mit- und Umdenken in Sachen Gleichberechtigung anregen.

Um für mehr Klarheit bei den Gehaltsunterschieden zu sorgen, soll vom kommenden Jahr an in Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten eine spezielle Software eingesetzt werden. Kleinere Unternehmen sollen später folgen.

Anlässlich des Weltfrauentags gab die französische Zeitung „Libération“ zwei Ausgaben zu verschiedenen Preisen heraus: eine für Frauen zum Normalpreis von zwei Euro und eine für Männer, die 50 Cent teurer war.


In Luxemburg-Stadt sind 38 Straßen nach Frauen benannt.
Ein Frauenspaziergang
In Luxemburg-Stadt haben zahlreiche Frauen nicht nur Eindruck, sondern auch ihre Spuren hinterlassen. Da ist der Weltfrauentag doch ein guter Anlass für einen Rundgang der etwas anderen Art.

Die überschüssigen Einnahmen sollten an eine Nichtregierungsorganisation gehen, die sich für Geschlechtergleichheit einsetzt.