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Frankreich schließt seine Schulen
International 1 31.03.2021

Frankreich schließt seine Schulen

Um 20 Uhr beginnt die Ansprache des französischen Präsidenten.

Frankreich schließt seine Schulen

Um 20 Uhr beginnt die Ansprache des französischen Präsidenten.
AFP
International 1 31.03.2021

Frankreich schließt seine Schulen

In Frankreich spitzt sich die Corona-Lage immer weiter zu. Präsident Macron hat in einer Fernsehansprache neue Einschränkungen verkündet.

(SC) - Am Mittwochabend wandte sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wegen steigender Infektionszahlen in einer Fernsehansprache an die Nation. Er verkündete dabei strengere Corona-Maßnahmen, die ab Samstag zunächst für vier Wochen in ganz Kontinentalfrankreich gelten sollen.

Geschäfte schließen wieder, interregionale Reisen werden ab dem 5. April nicht mehr ohne triftigen Grund möglich sein. Einwohner sollen sich nicht weiter als 10 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen. Während drei Wochen werden Kindergärten, Schulen und Universitäten geschlossen bleiben. Auf eine Woche Distanzunterricht folgen zwei Wochen Frühlingsferien. Erst am 26. April sollen Bildungsstätten wieder öffnen. Angestellte sollen - sofern möglich - ins Homeoffice wechseln. Die Ausgangssperre ab 19 Uhr wird beibehalten, erklärte Macron.


French President Emmanuel Macron looks on as he waits to welcome the president of Iraq's autonomous Kurdistan Region prior to a working lunch at the Elysee Palace in Paris on March 30, 2021. (Photo by Ludovic MARIN / AFP)
Emmanuel Macrons tödlicher Sonderweg
Mit einer Inzidenz von 371 trifft die dritte Corona-Welle Frankreich mit voller Wucht. Trotzdem zögert der Präsident strengere Maßnahmen hinaus.

Präsident Macron machte in seiner Ansprache aber auch Hoffnung: Bis Ende des Sommers solle jeder erwachsene Einwohner des Landes ein Impfangebot erhalten haben. „Impfungen sind der Schlüssel im Kampf gegen die Pandemie“, so Macron.

Macron sagte, man könne bei jeder Etappe der Epidemie sagen, dass Fehler begangen worden seien. „All das ist wahr. Aber ich weiß eine Sache: Wir haben durchgehalten, wir haben gelernt, und wir haben uns jedes Mal verbessert.“ Macron machte außerdem Hoffnung auf vorsichtige Öffnungen. Mitte Mai sollen die Außenbereiche der Gastronomie und einige Kulturstätten nach und nach wieder öffnen. Außerdem sollen die Intensivbetten in den Krankenhäusern von 7.000 auf 10.000 aufgestockt werden.  

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Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei rund 370 pro 100.000 Einwohner und auch die Krankenhäuser verspüren den Druck der Pandemie: Rund 5.000 Corona-Patienten liegen derzeit in Frankreichs Intensivstationen, vor allem im Großraum Paris sind die Stationen überfüllt. Deutschland stufte Frankreich vergangenen Freitag als Hochinzidenzgebiet ein. Damit traten bereits strengere Restriktionen für Grenzgänger in Kraft.  

Aktuell gelten in Luxemburgs Nachbarland bereits strenge Ausgangssperren. Den Großraum Paris darf man derzeit nicht ohne triftigen Grund verlassen, Anwohner dürfen sich nicht weiter als 10 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo hatte in Anbetracht der steigenden Zahlen die Schließung der Schulen schon vor Macrons Ansprache gefordert. 

Mit Material der dpa.

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