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Frankreich: Sarkozy muss vor Gericht
International 25.10.2018 Aus unserem online-Archiv

Frankreich: Sarkozy muss vor Gericht

Frankreich: Sarkozy muss vor Gericht

AFP
International 25.10.2018 Aus unserem online-Archiv

Frankreich: Sarkozy muss vor Gericht

Weil er versucht haben soll, die Kosten für seinen Wahlkampf 2012 zu frisieren, muss Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy vor Gericht erscheinen. Der 63-Jährige hatte erfolglos dagegen Rechtsmittel eingelegt.

(dpa) - Frankreichs Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy muss sich wegen des Verdachts der illegalen Wahlkampffinanzierung vor Gericht verantworten. Ein Pariser Berufungsgericht verwarf nach eigenen Angaben am Donnerstag Rechtsmittel, die Sarkozy gegen den drohenden Prozess eingelegt hatte. Sarkozy (63) soll bei seiner erfolglosen Wiederwahl-Kampagne 2012 die gesetzliche Obergrenze für Wahlkampfausgaben um gut 20 Millionen Euro überschritten haben. Der Konservative war von 2007 bis 2012 Staatschef.


Sarkozy war von 2007 bis 2012 Staatspräsident von Frankreich.
Medien: Ex-Präsident Sarkozy soll vor Gericht kommen
Der frühere französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy (63) soll laut Informationen der Zeitung „Le Monde“ wegen des Vorwurfs der Bestechung vor ein Strafgericht kommen.

„Das ist selbstverständlich eine Etappe“, erklärte Sarkozys Anwalt Thierry Herzog nach der Gerichtsentscheidung. Er werde Rechtsmittel beim Kassationsgericht einlegen. Dies ist das oberste französische Gericht in Straf- und Zivilsachen.

Fiktive Rechnungen

Hintergrund ist die „Bygmalion-Affäre“ um eine Kommunikationsagentur dieses Namens. Mit fiktiven Rechnungen soll versucht worden sein, die Kosten für Sarkozys Wahlkampf offiziell unter der Obergrenze von 22,5 Millionen Euro zu halten. Neben dem Ex-Präsidenten sollen sich 13 weitere Beschuldigte vor Gericht verantworten.

Unabhängig von diesem Prozess droht „Sarko“ ebenfalls ein Verfahren wegen des Vorwurfs der Bestechung und illegaler Einflussnahme. 2014 soll er über seinen Rechtsbeistand versucht haben, von einem Generalanwalt beim Kassationsgericht geheime Informationen zu erlangen. Wegen des Verdachts, wonach für Sarkozys siegreichen Präsidentschaftswahlkampf 2007 illegal Geld vom Regime des damaligen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi floss, laufen zudem Ermittlungen.


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