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Frankreich bereitet sich auf Stromunterbrechungen vor
International 30.11.2022
Mögliche Versorgungsengpässe

Frankreich bereitet sich auf Stromunterbrechungen vor

Im Fall eines harten Winters besteht die Gefahr, dass die Versorgung zeitweise abgesperrt werden muss.
Mögliche Versorgungsengpässe

Frankreich bereitet sich auf Stromunterbrechungen vor

Im Fall eines harten Winters besteht die Gefahr, dass die Versorgung zeitweise abgesperrt werden muss.
Foto: Shutterstock
International 30.11.2022
Mögliche Versorgungsengpässe

Frankreich bereitet sich auf Stromunterbrechungen vor

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Grund für die Gefahr von Versorgungsengpässen ist die verzögerte Wartung etlicher Atomkraftwerke.

(dpa) – In Frankreich sind konkrete Vorbereitungen für eine mögliche regionale Unterbrechung der Stromversorgung angelaufen, falls es im Winter zu Versorgungsengpässen kommen sollte. Premierministerin Élisabeth Borne wollte die Departements noch am Mittwoch anweisen, Vorkehrungen für das Szenario einer kontrollierten Unterbrechung der Versorgung für maximal zwei Stunden zu treffen, teilte die Regierung in Paris mit. In dem Fall wäre örtlich mit erheblichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu rechnen. Bei einem harten Winter wird im Januar befürchtet, dass die Stromerzeugung die Nachfrage zu bestimmten Momenten möglicherweise nicht wird decken können.


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Grund für die Gefahr von Versorgungsengpässen ist die verzögerte Wartung etlicher Atomkraftwerke. Noch immer ist eine größere Zahl der 56 französischen Meiler vom Netz. Die Regierung hob in dem Zusammenhang die mit Deutschland getroffene Solidaritätsabmachung hervor, nach der Frankreich bereits Erdgas an Deutschland liefert und im Gegenzug Strom erhalten soll, wenn das nötig ist.

Telefonnetz als Sorgenkind

Die Regierung betonte, dass die Bevölkerung für den Fall einer Stromunterbrechung am Vortag detailliert informiert werde. Dazu soll die zentrale Warn-App namens „ÉcoWatt“ dienen, die bereits an den Start gegangen ist und Auskunft über die Belastung des Stromnetzes gibt. Kliniken und andere wichtige Einrichtungen seien nicht betroffen, hieß es. Die Bahn, Metros, Schulen, Universitäten und nicht sicherheitsrelevante Beleuchtung aber womöglich schon. Sorgen bereitet noch die Funktionsfähigkeit des Telefonnetzes, das beeinträchtigt werden kann. Die Notwendigkeit einer Unterbrechung könnte sich zwischen 8 Uhr und 13 Uhr sowie zwischen 18 Uhr und 20 Uhr ergeben, hieß es.    

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