Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Frankreich beginnt mit Luftangriffen in Syrien
International 27.09.2015 Aus unserem online-Archiv
Gewalt der Islamisten

Frankreich beginnt mit Luftangriffen in Syrien

Die syrische Bevölkerung müsse vor der Gewalt der Islamisten ebenso geschützt werden wie vor „den mörderischen Bombenangriffen von (Präsident) Baschar al-Assad“, hieß es aus dem Élyséepalast.
Gewalt der Islamisten

Frankreich beginnt mit Luftangriffen in Syrien

Die syrische Bevölkerung müsse vor der Gewalt der Islamisten ebenso geschützt werden wie vor „den mörderischen Bombenangriffen von (Präsident) Baschar al-Assad“, hieß es aus dem Élyséepalast.
AFP
International 27.09.2015 Aus unserem online-Archiv
Gewalt der Islamisten

Frankreich beginnt mit Luftangriffen in Syrien

Erstmals seit Beginn des Syrienkrieges hat Frankreich Luftangriffe in Syrien auf die Terrormiliz Islamischer Staat geflogen. „Wir werden jedes Mal zuschlagen, wenn unsere nationale Sicherheit auf dem Spiel steht“, so der Élyséepalast.

(dpa) - Erstmals seit Beginn des Syrienkrieges hat Frankreich Luftangriffe in Syrien auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geflogen. „Wir werden jedes Mal zuschlagen, wenn unsere nationale Sicherheit auf dem Spiel steht“, erklärte der Élyséepalast am Sonntag in Paris. Gleichzeitig mahnte das Präsidialamt „eine umfassende Lösung“ der Krise an.

Die syrische Bevölkerung müsse vor der Gewalt der Islamisten ebenso geschützt werden wie vor „den mörderischen Bombenangriffen von (Präsident) Baschar al-Assad“, hieß es. „Es ist dringlicher denn je, einen politischen Übergang zu schaffen, der Elemente des Regimes und der gemäßigten Opposition (...) verbindet.“ Ob Assad selbst dazu gehören könnte, wurde nicht ausdrücklich erwähnt; der französische Präsident François Hollande hatte bisher den Sturz Assads angestrebt.

Seit mehr als zwei Wochen fliegt die französische Luftwaffe bereits Aufklärungseinsätze über Syrien. Die völkerrechtliche Legitimität ist umstritten. Frankreich beteiligt sich zudem mit Zustimmung der Regierung in Bagdad an den Luftangriffen des von den USA geführten Militärbündnisses auf den IS im Irak.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Die USA, Frankreich und Großbritannien haben der syrischen Führung ein klares Signal gesendet: Stoppt den Einsatz von Chemiewaffen oder rechnet mit Militärschlägen. Russland verurteilt den Angriff, Assad tut, als sei nichts gewesen.
Drei Ziele waren am Samstag angegriffen worden.
Russland und der Iran haben den US-Angriff auf einen syrischen Militärflugplatz scharf kritisiert. Zustimmung kommt aus Großbritannien und aus Saudi-Arabien - einem langjährigen Gegner von Syriens Präsident Al-Assad
Wladimir Putin spricht im Zusammenhang mit dem Raketenangriff von einem "erdachten Vorwand".
US-Präsident Trump will sein Militär massiv aufrüsten - aber was heißt das für den Krieg in Syrien? Wegen begrenzter Möglichkeiten bleiben Andeutungen eines Alleingangs erstmal im Raum stehen. Auch UN-Diplomaten beschuldigen sich, anstatt zu handeln.
Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, hält Fotos von Opfern des Gasangriffs in die Höhe.
Frankreichs Luftwaffe hat erneut Ziele in Syrien attackiert. Zwei Rafale-Kampfjets haben dabei ein Trainingslager der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angegriffen.
Seit vier Jahren tobt in Syrien ein blutiger Bürgerkrieg, 210.000 Menschen starben bisher. Millionen Syrer sind geflüchtet. Sechs Gründe, warum ein schnelles Ende des Konflikts unwahrscheinlich ist.
SYRIA-CRISIS/
Türkische Soldaten dürfen die Terrormiliz IS jetzt in den Nachbarländern bekämpfen. Ob die Regierung die Truppen tatsächlich ins Feld schickt, ist aber noch unklar.
298 türkische Abgeordnete stimmten im Parlament für die Resolution, 98 votierten dagegen.