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Frankfurt: Mindestens 107 Corona-Infektionen nach Gottesdienst
International 24.05.2020

Frankfurt: Mindestens 107 Corona-Infektionen nach Gottesdienst

Der Gottesdienst fand bereits vor rund zwei Wochen statt.

Frankfurt: Mindestens 107 Corona-Infektionen nach Gottesdienst

Der Gottesdienst fand bereits vor rund zwei Wochen statt.
Foto: Anouk Antony
International 24.05.2020

Frankfurt: Mindestens 107 Corona-Infektionen nach Gottesdienst

Mehr als 100 Mitglieder einer Kirchengemeinde der Baptisten in Frankfurt haben sich mit dem Coronavirus infiziert.

(dpa/KNA) - Nach einem Gottesdienst in einer Kirchengemeinde der Baptisten in Frankfurt haben sich mindestens 107 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) am Sonntag in Wiesbaden mit. 

Die Menschen lebten in Frankfurt und drei hessischen Landkreisen. Der Gottesdienst war bereits vor rund zwei Wochen. Zunächst war von mehr als 40 Infizierten die Rede gewesen. Die Baptisten-Gemeinde hatte laut Medienberichten nach den Infektionen alle Versammlungen abgebrochen, Gottesdienste sollen nur online angeboten werden.

Angesichts zahlreicher Corona-Infektionen nach einem Baptisten-Gottesdienst in Frankfurt sieht das Bistum Limburg jedoch für die katholischen Gottesdienste derzeit keinen Grund zur Panik. "Wir sind nicht entspannt, bleiben aber ruhig", sagte Bistumssprecher Stephan Schnelle am Samstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Der Sprecher der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Rahn, warb am Sonntag für eine "sorgfältige Dokumentation der Anwesenden" bei Gottesdiensten. Beide Sprecher betonten, dass es im Bistum Limburg, zu dem Frankfurt gehört, und im Bereich der EKHN bisher keine vergleichbaren Fälle gebe.  

Keine endgültige Sicherheit möglich

Seit zwei Wochen können im katholischen Bistum Limburg unter Hygiene- und Abstandsauflagen wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert werden. Pfarrer und Gläubige gingen sehr sorgsam und vorsichtig mit der Lage um, betonte Sprecher Schnelle. "Diesen Kurs wollen wir auch erst einmal weiterfahren." Einige Gemeinden hätten sich auch entschieden, derzeit noch auf Gottesdienste zu verzichten. "Das müssen die Pfarrer vor Ort entscheiden", sagte Schnelle.


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Fachleute gingen davon aus, dass solche "Cluster-Ereignisse" wie jetzt in Frankfurt angesichts zunehmender Lockerungen auch unter Einhaltung strenger Schutzkonzepte nie vollständig ausgeschlossen werden könnten, betonte Rahn. Die Schutzkonzepte variieren im einzelnen, gemeinsam ist ihnen aber, dass sie Mindestabstände vorsehen. Zudem müssen die Gläubigen Masken tragen, die Mund und Nase bedecken. Darüber hinaus darf nur eine bestimmte Zahl von Menschen die Gotteshäuser betreten.  

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