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Frachter treibt verlassen im Meer vor Norwegen
International 1 06.04.2021

Frachter treibt verlassen im Meer vor Norwegen

Der Mehrzweckfrachter "Eemslift Hendrika" liegt zur Seite geneigt im Wasser.

Frachter treibt verlassen im Meer vor Norwegen

Der Mehrzweckfrachter "Eemslift Hendrika" liegt zur Seite geneigt im Wasser.
Foto: Redningshelikopter Florø/Hoved/
International 1 06.04.2021

Frachter treibt verlassen im Meer vor Norwegen

Sollte die "Eemslift Hendrika" kentern, besteht Gefahr für die Umwelt. Die Bergungsarbeiten laufen.

(dpa) - Ein niederländisches Frachtschiff treibt bei bis zu 15 Meter hohen Wellen im Nordmeer vor Norwegen ohne Besatzung und Antrieb im Wasser. Es bestehe weiterhin das Risiko, dass die „Eemslift Hendrika“ kentere und eine Gefahr für die Umwelt darstelle, teilte die norwegische Küstenverwaltungsbehörde (Kystverket) am Dienstag mit.

Der Frachter hat rund 350 Tonnen Schweröl sowie 50 Tonnen Diesel an Bord. Er hatte am Ostermontag bei schlechtem Wetter Schlagseite bekommen, nachdem sich Teile der Fracht verschoben hatten, und deshalb ein Notsignal abgesetzt. Zu dem Zeitpunkt befand er sich etwa 60 Seemeilen (111 Kilometer) westlich von Ålesund, was wiederum rund 400 Kilometer nordwestlich von Oslo an Norwegens Westküste liegt.


CORRECTION / A handout picture released by the Suez Canal Authority on March 24, 2021 shows the Taiwan-owned MV Ever Given (Evergreen), a 400-metre- (1,300-foot-)long and 59-metre wide vessel, lodged sideways and impeding all traffic across the waterway of Egypt's Suez Canal. - A giant container ship ran aground in the Suez Canal after a gust of wind blew it off course, the vessel's operator said on March 24, 2021, bringing marine traffic to a halt along one of the world's busiest trade routes. (Photo by - / Suez CANAL / AFP) / �The erroneous mention[s] appearing in the metadata of this photo by Marina PASSOS has been modified in AFP systems in the following manner: [STR] instead of [Marina Passos]. Please immediately remove the erroneous mention[s] from all your online services and delete it (them) from your servers. If you have been authorized by AFP to distribute it (them) to third parties, please ensure that the same actions are carried out by them. Failure to promptly comply with these instructions will entail liability on your part for any continued or post notification usage. Therefore we thank you very much for all your attention and prompt action. We are sorry for the inconvenience this notification may cause and remain at your disposal for any further information you may require.�
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Das niederländische Unternehmen Boskalis schickte ein Expertenteam und einen schweren Seeschlepper an die Stelle, um die „Eemslift Hendrika“ zu bergen. Das 112 Meter lange Schiff der Reederei Amasus Shipping war auf dem Weg von Bremerhaven nach Kolvereid an der norwegischen Küste.

Die Besatzungsmitglieder wurden noch am Montag per Hubschrauber von Bord geholt - das zeigte unter anderem ein Video der Rettungskräfte von der Aktion über dem heftig im Meer schaukelnden Frachter. Das Schiff lief seitdem laut Küstenverwaltung zunächst auf Autopilot. Am späten Montagabend verlor die „Eemslift Hendrika“ dann ihre Antriebskraft.

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Millionen teures Arbeitsboot verloren

Ein Küstenwachenschiff traf mittlerweile bei der „Eemslift Hendrika“ ein und meldete, dass ein Arbeitsboot vom Deck des Frachters ins Meer gerutscht sei. Erste Hubschrauberaufnahmen hatten ein mehrere Meter langes grünes Boot in der Deckmitte gezeigt - das war später vom heftig schaukelnden Frachtschiff verschwunden. Nach Angaben der Zeitung „Verdens Gang“ hatte das Boot einen Wert von 66 Millionen norwegischen Kronen (rund 6,6 Millionen Euro).


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Ziel des Einsatzes der Küstenwache war es, das Schiff bei dem hohen Wellengang so zu stabilisieren, dass es nicht sinkt, sowie dafür zu sorgen, dass kein Öl ins Meer gelangt. Mit der derzeitigen Treibgeschwindigkeit dürfte es die Küste in etwa anderthalb Tagen erreichen, schätzte die Behörde ein.

Das Europäische Nordmeer ist ein Randmeer des Atlantiks. Es liegt zwischen der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen im Norden, Island im Westen sowie der langen Westküste Norwegens im Osten.


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