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Frachter mit Migranten auf Grund gelaufen
International 16.03.2020

Frachter mit Migranten auf Grund gelaufen

Migranten in einem griechischen Auffanglager.

Frachter mit Migranten auf Grund gelaufen

Migranten in einem griechischen Auffanglager.
AFP
International 16.03.2020

Frachter mit Migranten auf Grund gelaufen

Vor der griechischen Kykladeninsel Kea erlitten rund 200 Migranten Schiffbruch.

(dpa) - Die griechische Küstenwache hat am Montagmorgen rund 200 Migranten vor der Insel Kea aufgegriffen. Ihr Kleinfrachter war vor dem Hafen dieser Kykladeninsel auf Grund gelaufen. Zuvor hatten Schleuser mit einem Schlauchboot das Boot verlassen. Dies berichtete der staatliche Rundfunk (ERT) unter Berufung auf die Küstenwache.

Die Migranten waren nach Informationen aus Kreisen der Küstenwache von der türkischen Ägäisküste gestartet. Sie seien auf dem Weg nach Italien gewesen, um nicht in Griechenland bleiben zu müssen. Wegen stürmischer Winde, die stellenweise die Stärke 9 erreicht hätten, sei das Schiff dann vor der Insel Kea auf Grund gelaufen, hieß es.


A boy pushes another one in a cart as they play in the overcrowded Moria camp on the island of Lesbos on March 7, 2020. - Over 1,700 migrants have landed on Lesbos and four other Aegean islands from Turkey over the past week, adding to the 38,000 already crammed into abysmal and overstretched refugee centres. (Photo by LOUISA GOULIAMAKI / AFP)
EU bietet Migranten Geld für Heimreise aus Griechenland
EU-Kommissarin Ylva Johansson hat ein Programm zur freiwilligen Rückführung von Migranten in ihre Heimat angekündigt, um die überforderten griechischen Ägais-Inseln zu entlasten.

Griechenland hat das Asylverfahren für Migranten, die seit dem 1. März aus der Türkei kommen, ausgesetzt. Dies gilt zunächst für einen Monat. Alle seit dem 1. März angekommenen Migranten werden in geschlossenen Lagern festgehalten, um sie später auszuweisen.

Athen hatte diese Maßnahme getroffen nachdem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Ende Februar die Grenze seines Landes zur EU für Migranten für offen erklärt hatte. Tausende Migranten hatten sich daraufhin auf den Weg in Richtung Griechenland gemacht.

Die griechischen Sicherheitskräfte konnten bislang - auch unter Einsatz von Tränengas und Blendgranaten - die meisten Menschen daran hindern, in die EU zu kommen. Dies kritisieren Hilfsorganisationen. Beamte der europäischen Grenzagentur Frontex unterstützen die griechischen Sicherheitskräfte.


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