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Foto von Melania und Donald Trump löst Empörung aus
International 2 Min. 08.08.2019 Aus unserem online-Archiv

Foto von Melania und Donald Trump löst Empörung aus

Donald Trump besucht im Miami Valley Hospital einen Überlebenden des Massakers von Dayton.

Foto von Melania und Donald Trump löst Empörung aus

Donald Trump besucht im Miami Valley Hospital einen Überlebenden des Massakers von Dayton.
Foto: Shealah Craighead/White House/dpa
International 2 Min. 08.08.2019 Aus unserem online-Archiv

Foto von Melania und Donald Trump löst Empörung aus

Schwieriges Unterfangen für den US-Präsidenten nach den Bluttaten mit mehr als 30 Toten: In Dayton und El Paso will er Trost spenden, doch stattdessen hagelt es Kritik.

(dpa) - US-Präsident Donald Trump sieht sich nach den Massakern in El Paso und Dayton mit 31 Toten erneut mit Rufen nach einer Verschärfung der Waffengesetze konfrontiert. Bei seinen Besuchen in beiden Städten am Mittwoch (Ortszeit) forderten Politiker eindringlich strikte Hintergrundchecks für Waffenkäufer und ein Verbot von Sturmgewehren im Land. Beide Besuche wurden von Protesten begleitet. Führende demokratische Präsidentschaftsbewerber kritisierten erneut seine Rhetorik gegen Migranten und Minderheiten.

In El Paso an der Grenze zu Mexiko hatte ein Schütze am Samstag in einem Einkaufszentrum um sich gefeuert. Insgesamt kamen 22 Menschen ums Leben, darunter mehrere Mexikaner und auch ein Deutscher. Die Ermittler gehen von einem rassistischen Hintergrund aus. Der mutmaßliche Täter, ein 21-jähriger Weißer, ergab sich der Polizei und ist in Gewahrsam. In der Nacht zum Sonntag hatte in Dayton ein weiterer Schütze neun Menschen getötet. Das Motiv des 24 Jahre alten Täters ist bislang unklar. Der Mann wurde von der Polizei erschossen.

Die Liebe, der Respekt und die Begeisterung waren für alle sichtbar.

Empörung über Krankenhausbesuch

Ein Foto von Trump und First Lady Melania, das sie im Krankenhaus am Bett eines bei einem der Attentate verletzten Mädchens zeigt, löste Empörung in den sozialen Medien aus. Mehrere Nutzer stießen sich an der Art und Weise, wie beide mit Opfern posierten.

Donald Trump und seine Frau Melania besuchen Opfer des Massakers von Dayton und ihre Familienangehörige im Miami Valley Hospital.
Donald Trump und seine Frau Melania besuchen Opfer des Massakers von Dayton und ihre Familienangehörige im Miami Valley Hospital.
Foto: Andrea Hanks/White House/ZUMA/dpa

Trump selbst zeigte sich nach seinen Besuchen in El Paso und Dayton zufrieden - und teilte zeitgleich gegen die ihm kritisch gegenüberstehende Presse aus: „Welch großartige Menschen habe ich dort (in El Paso) und in Dayton, Ohio, getroffen. Die Fake News machten Überstunden, um mich und die beiden Besuche zu verunglimpfen, aber es hat nicht funktioniert“, schrieb er auf Twitter. „Die Liebe, der Respekt und die Begeisterung waren für alle sichtbar.“

Mutter eines Schützen soll Polizei gewarnt haben

Die Mutter des 21 Jahre alten mutmaßlichen Schützen von El Paso soll bei der Polizei Wochen vor der Bluttat angerufen und sich besorgt gezeigt haben, dass ihr Sohn in seinem Alter und ohne Waffenerfahrung ein Sturmgewehr vom Typ AK besitze, berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf die Anwälte der Familie. Sie habe aber nicht vor einer möglichen Attacke ihres Sohnes gewarnt, hieß es.

Proteste in El Paso.
Proteste in El Paso.
Foto: dpa/Zuma/Roberto E. Rosales/Albuquerque Journal

Es war zunächst nicht klar, ob die Mutter sich mit ihrem anonymen Anruf bei der Polizei im texanischen Allen auf die Waffe bezog, mit der ihr Sohn im fast 1000 Kilometer entfernten El Paso um sich schoss. Der Polizeibeamte habe ihr gesagt, der Waffenbesitz ihres Sohnes sei legal, zitierte CNN die Anwälte weiter. Aufzeichnungen über das Telefonat lägen nicht vor, antwortete die Polizei auf Anfrage des Senders.


NEW YORK - SEPTEMBER 20: Former U.S. President Barack Obama answers questions at the Gates Foundation Inaugural Goalkeepers event on September 20, 2017 in New York City.   Yana Paskova/Getty Images/AFP
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"Klima aus Angst und Hass": Obamas Seitenhieb für Trump
Der frühere US-Präsident Barack Obama meldet sich nach den blutigen Attentaten in El Paso und Dayton mit einer starken Mahnung.

Trump traf sich in Dayton und El Paso mit Opfern und Helfern. Daytons Bürgermeisterin Nan Whaley sagte, sie habe Trump dringend aufgerufen, eine Verschärfung der Waffengesetze anzustoßen. Waffen wie jene des Schützen von Dayton müssten verboten werden. Wenn nichts passiere, werde es wahrscheinlich schon sehr bald das nächste Blutbad geben. Der demokratische Senator aus Ohio, Sherrod Brown, erklärte, er habe an Trump appelliert, sich für eine Sondersitzung des republikanisch dominierten Senats einzusetzen, um dort die Einführung strenger Hintergrundchecks für Waffenkäufer zu beschließen.

Das von den Demokraten dominierte Repräsentantenhaus hatte bereits im Februar einen Gesetzentwurf dazu verabschiedet. Die Demokraten werfen dem Mehrheitsführer im Senat, dem Republikaner Mitch McConnell, vor, eine Abstimmung darüber in der Kammer jedoch zu blockieren.

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