Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Fortschritte beim Wiederaufbau der Wälder
International 22.03.2015 Aus unserem online-Archiv
Internationaler Tag des Waldes

Fortschritte beim Wiederaufbau der Wälder

Weltweit erholt sich der Wald wieder.
Internationaler Tag des Waldes

Fortschritte beim Wiederaufbau der Wälder

Weltweit erholt sich der Wald wieder.
Anouk Antony
International 22.03.2015 Aus unserem online-Archiv
Internationaler Tag des Waldes

Fortschritte beim Wiederaufbau der Wälder

Ein erstes Aufatmen: Der weltweite Wiederaufbau von Wäldern macht allmählich Fortschritte. Eine internationale Konferenz in Bonn zieht positive Zwischenbilanz. Neue Projekte und Initiativen laufen an.


(dpa) - Der weltweite Wiederaufbau von Wäldern kommt voran. Damit begegne man „in großartiger Weise“ dem Klimawandel, wirke dem Artensterben entgegen und sichere „in einer zutiefst sozialen Dimension“ die Lebensgrundlage von Millionen Menschen, hieß es bei einer internationalen Waldkonferenz in Bonn. 60 Millionen Hektar Waldfläche seien seit dem Startschuss zu der globalen Initiative 2011 „im Wiederaufbau begriffen“.

Jährlich werden rund 13 Millionen Hektar Wald - vor allem Tropenwald - vernichtet. Norwegens Umweltministerin Tine Sundtoft betonte, schaffe man das Ziel bis zum Jahr 2020, könnten die Emissionen des klimaschädlichen Kohlendioxid (CO2) in gewaltigem Ausmaß gesenkt werden.

Nach Angaben des deutschen Bundesumweltministeriums handelt es sich um die „umfassendste Initiative zur Renaturierung weltweit“. Zusagen hatten zunächst die USA, Brasilien, Guatemala, El Salvador, Costa Rica, Uganda, Ruanda oder auch Äthiopien gemacht. Deutschland und Norwegen gehören zu den Geberländern.

Bei der zweitägigen Konferenz seien neue regionale Initiativen in Lateinamerika, Südostasien und Afrika angekündigt worden, berichtete Hendricks. Projekte afrikanischer Staaten wie Liberia oder Äthiopien zielten auch darauf ab, mit wiederaufgeforsteten Wäldern die Ausbreitung der Sahara zu verhindern. Deutschland gebe - nach bisher 50 Millionen Euro - weitere 40 Millionen für Projekte im Rahmen von „Bonn Challenge“, konkret etwa für Ruanda.

Die Weltnaturschutzunion (IUCN) und das Welt-Ressourcen-Institut (WRI) sprachen von einer der größten Herausforderungen unserer Zeit. Nach massiver Abholzung habe in vielen Ländern ein Umdenken eingesetzt, die Einsicht wachse, meinte WRI-Präsident Andrew Steer.

Die Vernichtung natürlicher Waldökosysteme - besonders in Ländern Lateinamerikas und Asiens - hat negative Folgen nicht „nur“ auf Klimawandel und biologische Vielfalt. Sie führt zu einem Verlust produktiver Böden, zu Grundwasserspiegel-Absenkung und Wasserverknappung - und verursacht regionale Armut und Hunger durch verlorene Lebensgrundlagen in vielen Ländern.