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Folter-Frau an der Spitze der CIA
Gina Haspel bei ihrer Anhörung durch den Senat.

Folter-Frau an der Spitze der CIA

AFP
Gina Haspel bei ihrer Anhörung durch den Senat.
International 17.05.2018

Folter-Frau an der Spitze der CIA

Es war eine umstrittene Nominierung, aber am Ende kam sie durch: Der US-Senat hat für Gina Haspel als Leiterin der Central Intelligence Agency (CIA) gestimmt. Haspel ist wegen Foltervorwürfen in der Kritik.

(dpa) - Der US-Senat hat der Nominierung der umstrittenen Kandidatin Gina Haspel als neuer CIA-Direktorin zugestimmt. Haspel wird damit die erste Frau an der Spitze des Auslandsgeheimdienstes sein. Die 61 Jahre alte Haspel, die den weitaus größten Teil ihrer 33-jährigen Dienstzeit undercover verbracht hat, leitet den Geheimdienst bereits kommissarisch. Sie wird Mike Pompeo nachfolgen, der inzwischen Außenminister ist. Der Senat bestätigte sie am Donnerstag mit 54 zu 45 Stimmen.


Dreißig Jahre Erfahrung im Geheimdienst, darunter auch die Leitung eines Foltergefängnisses: Gina Haspel.
Umstrittene Geheimdienstlerin soll CIA leiten
Gina Haspel könnte bald die erste Frau an der Spitze der CIA sein. Doch die 61-jährige ist nicht unumstritten - sie soll an der Folter von Gefangenen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 beteiligt gewesen sein.

Haspels Nominierung durch US-Präsident Donald Trump war umstritten, weil sie als CIA-Agentin in der Zeit nach den Terroranschlägen im Jahr 2001 Verhörmethoden toleriert haben soll, die heute verboten sind und international als Folter betrachtet werden. Darunter fällt auch das sogenannte Waterboarding, ein simuliertes Ertränken von Gefangenen. Die Methoden waren während der Amtszeit von Präsident George W. Bush legal. Oft wurden Terrorverdächtige entführt und weltweit in Geheimgefängnissen („black sites“) verhört. Die Methoden wurden später von Präsident Barack Obama verboten.

Haspel hatte in der Zeit Berichten zufolge ein CIA-Geheimgefängnis in Thailand geleitet, wo mehrere Häftlinge den sogenannten „erweiterten Verhörmethoden“ unterzogen worden waren. Unklar ist jedoch, welche Rolle Haspel selbst dabei gespielt hat. Im Senat erklärte Haspel, ähnliche Methoden wolle sie nicht wieder einführen, selbst wenn Trump sie dazu auffordern würde. „Ich glaube, die CIA muss ihre Aktivitäten im Einklang mit amerikanischen Werten durchführen“, sagte Haspel. Trump hat oft Sympathie für brutale Verhöre erkennen lassen.


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