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Flüchtlingskrise: Juncker ruft Spitzentreffen ein
International 21.10.2015

Flüchtlingskrise: Juncker ruft Spitzentreffen ein

Über die so genannte Balkam-Route strömen Tausende Menschen in Richtung Westeuropa.

Flüchtlingskrise: Juncker ruft Spitzentreffen ein

Über die so genannte Balkam-Route strömen Tausende Menschen in Richtung Westeuropa.
Foto: REUTERS
International 21.10.2015

Flüchtlingskrise: Juncker ruft Spitzentreffen ein

Militär an den Grenzen Sloweniens und Ungarns: Die angespannte Lage im Südosten Europas ruft Jean-Claude Juncker auf den Plan. Der EU-Kommissionschef beruft dazu ein Spitzentreffen ein, das kein Gipfel ist.

(dpa) - In der Flüchtlingskrise lädt EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker einige europäische Staats- und Regierungschefs zu einem Spitzentreffen am Sonntag nach Brüssel ein. Bei der Zusammenkunft solle es um die Westbalkanroute gehen, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Eingeladen sind die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder Österreich, Bulgarien, Deutschland, Kroatien, Griechenland, Ungarn, Rumänien und Slowenien.

Frankreich wird nicht vertreten sein. Die Kommission strebt gemeinsame Schlussfolgerungen an, die direkt in die Tat umgesetzt werden könnten.

Kroatien und Slowenien sind derzeit mit einem Ansturm Tausender Menschen konfrontiert. Slowenien beschloss in der Nacht zum Mittwoch, Militär an seiner Grenze einzusetzen. In Griechenland kommen immer noch viele Flüchtlinge aus der Türkei an.

Bei dem Treffen am Sonntag, über das zuerst die „Bild“-Zeitung berichtet hatte, handelt es sich nicht um einen EU-Gipfel, da nicht alle 28 EU-Länder vertreten sein werden. Gipfel können nur von EU-Ratspräsident Donald Tusk einberufen werden. Die EU-Staats- und Regierungschefs haben bereits bei einem Krisentreffen Ende September und beim regulären Gipfel in der vergangene Woche über die Flüchtlingskrise beraten.

Tusk ist zu der Begegnung in der Kommission eingeladen, ebenso UN-Flüchtlings-Hochkommissar Antonio Guterres. Auch das Europäische Asyl-Unterstützungsbüro (Easo) und die Grenzschutzagentur Frontex sollen vertreten sein.

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