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Flüchtlingskrise: "Ich bekomme Zustände"
International 10.05.2016 Aus unserem online-Archiv

Flüchtlingskrise: "Ich bekomme Zustände"

Immer noch ist das Schicksal tausender Flüchtlinge - das Foto zeigt eine Mutter mit ihrem Kind im mazedonischen Idomeni - ungewiss.

Flüchtlingskrise: "Ich bekomme Zustände"

Immer noch ist das Schicksal tausender Flüchtlinge - das Foto zeigt eine Mutter mit ihrem Kind im mazedonischen Idomeni - ungewiss.
Foto: REUTERS
International 10.05.2016 Aus unserem online-Archiv

Flüchtlingskrise: "Ich bekomme Zustände"

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Angesichts der Weigerung einzelner EU-Mitgliedsländer in Mittelosteuropa, Flüchtlinge aufzunehmen, hat Außenminister Jean Asselborn diesen Ländern mit klaren Worten die Leviten gelesen.

(dpa) - Angesichts der Weigerung einzelner EU-Mitgliedsländer in Mittelosteuropa, Flüchtlinge aufzunehmen, hat Außenminister Jean Asselborn diesen Ländern die Leviten gelesen. „Ich bekomme Zustände, wenn ich höre, dass die Visegrad-Staaten (Polen, Ungarn, Slowakei, Tschechien) uns sagen, sie hätten keine Tradition, Migranten aufzunehmen“, sagte Asselborn im Gespräch mit den „Aachener Nachrichten“.

„Denen muss man mal sagen: Wir hatten auch keine Tradition, wonach die reichen den armen Mitgliedsstaaten helfen!“ Europa drohe zu scheitern, „wenn man sich in Krisenzeiten dieser Solidarität verweigert und es schlichtweg ablehnt, Migranten aufzunehmen“.

Debatte am Mittwoch

Das Europaparlament debattiert am Mittwoch in Straßburg über die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Änderungen für eine fairere Verteilung von Flüchtlingen. Demnach sollen künftig dann, wenn die eigentlich „zuständigen“ EU-Länder überlastet sind, andere EU-Staaten gemäß ihren Möglichkeiten Flüchtlinge aufnehmen. Falls sich ein Land an diesem „Fairness-Mechanismus“ nicht beteilige, soll es eine Art Strafe von 250 000 Euro pro abgelehntem Flüchtling zahlen.


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