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Flüchtige aus Luxemburg gut in Europa gelandet
International 2 Min. 25.08.2021 Aus unserem online-Archiv
Rettung aus Afghanistan

Flüchtige aus Luxemburg gut in Europa gelandet

Soldaten der United States Marine Corps begleiten im Rahmen der Operation Allies Refuge Familien am Flughafen Kabul zu einem Evakuierungsflug mit einer Boeing C-17.
Rettung aus Afghanistan

Flüchtige aus Luxemburg gut in Europa gelandet

Soldaten der United States Marine Corps begleiten im Rahmen der Operation Allies Refuge Familien am Flughafen Kabul zu einem Evakuierungsflug mit einer Boeing C-17.
Foto: DPA
International 2 Min. 25.08.2021 Aus unserem online-Archiv
Rettung aus Afghanistan

Flüchtige aus Luxemburg gut in Europa gelandet

Die Flüchtlinge mit Luxemburger Bezug sind gut in Europa angekommen. Insgesamt ist die Rede von 15 Menschen.

(TJ/jwi/DS) - Am Mittwoch gaben Armeeminister und Vizepremier François Bausch (déi Gréng) sowie Außenminister Jean Asselborn (LSAP) eine Pressekonferenz und erklärten, die Flüchtigen seien gut in Europa angekommen.

Bereits am Dienstagabend gab es endlich eine Entwarnung. Die restlichen noch in Afghanistan festsitzenden Personen aus Luxemburg konnten Kabul über die Luftbrücke mit einem belgischen Militärflugzeug verlassen. Sie wurden zunächst nach Islamabad geflogen. Von dort ging es dann weiter zum belgischen Militärflughafen Melsbroek.

Um wie viele Personen es sich genau handelt, stand am Dienstag noch nicht mit letzter Sicherheit fest. Am Dienstagmorgen kam zunächst die Nachricht, dass es einer Familie mit drei Kindern und drei weiteren Männern mit Wohnsitz in Luxemburg dank der Hilfe der belgischen Kräfte vor Ort in der Nacht zum Dienstag endlich gelungen war, zum Flughafen von Kabul vorzudringen. Am Mittwoch sprachen die Minister von insgesamt 15 Menschen, die gerettet wurden. 

Verzögerungen

Sie würden demnächst ausgeflogen, hieß es weiter. Doch dann sei es wegen „administrativer Kontrollen“ zu Verzögerungen gekommen und die Gruppe habe erst am Nachmittag von einem Flugzeug außer Landes gebracht werden können, erklärte Außenminister Asselborn. Zunächst hieß es, sie seien auf dem Weg nach Abu Dhabi in den Vereinigten Emiraten. Doch dann stellte sich heraus, dass das Flugzeug sie nach Islamabad in Pakistan bringen würde. Neben der Familie und den drei Männern waren noch weitere Personen an Bord des Flugzeugs. Offensichtlich handelt es sich um Familienangehörige.

Bereits am Montagabend hatten das Außen- und das Verteidigungsministerium in einer gemeinsamen Erklärung mitgeteilt, dass eine von insgesamt neun Personen mit Bezug zu Luxemburg, die sich zu dem Zeitpunkt noch in Afghanistan befanden, es bis zum Flughafen von Kabul geschafft habe.

Schwierige Bedingungen

Der Chefdiplomat betonte noch einmal, dass die Rückführung unter äußerst schwierigen Bedingungen stattfindet, weil Luxemburg in Afghanistan nicht präsent ist und die gesamten Verhandlungen daher über die Vertretungen der Nachbarländer laufen.

Der Flughafen von Kabul ist unter der Kontrolle von US-Soldaten
Der Flughafen von Kabul ist unter der Kontrolle von US-Soldaten
Foto: AFP

Ein Mitglied der Armee sowie ein Mitarbeiter des Außenministeriums sind unterwegs nach Kabul, um die dortigen Einsatzkräfte bei der Evakuierung von europäischen Staatsangehörigen und Einwohnern zu unterstützen. sie sollen heute im Lauf des Tages in Kabul ankommen.   

Die Taliban bestehen darauf, dass die Evakuierungen bis Ende des Monats abgeschlossen sind. „Wir wollen, dass alle Ausländer bis zum 31. August evakuiert werden“, sagte der Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid in einer Pressekonferenz am Dienstag. Der Sprecher wandte sich zugleich dagegen, dass nun viele gebildete Afghanen das Land verließen. Man brauche diese, um Afghanistan wieder aufzubauen.

Drohungen für den Fall, dass die USA oder andere Länder ihre Evakuierungen nicht bis Ende August abschließen sollten, sprach Mudschahid allerdings nicht aus. Verbündete der USA wie Deutschland oder Großbritannien dringen darauf, den Einsatz der US-Truppen über den 31. August hinaus noch eine Weile zu verlängern, damit weitere Evakuierungsflüge durchgeführt werden können. Für das Chaos am Flughafen machte Mudschahid die USA verantwortlich.    


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