Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Florida verschärft Waffengesetze, zeitgleich Schießerei an Schule
International 08.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Florida verschärft Waffengesetze, zeitgleich Schießerei an Schule

Bei dem Massaker an der Marjorie Stoneman Douglas High School in Parkland hatte ein 19 Jahre alter Ex-Schüler am Valentinstag 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschossen. Der Schütze wurde am Mittwoch von einer Jury des 17-fachen Mordes angeklagt. Außerdem muss er sich wegen des versuchten Mordes in 17 Fällen verantworten, wie das Büro des Staatsanwalts im Bezirk Broward County mitteilte.

Florida verschärft Waffengesetze, zeitgleich Schießerei an Schule

Bei dem Massaker an der Marjorie Stoneman Douglas High School in Parkland hatte ein 19 Jahre alter Ex-Schüler am Valentinstag 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschossen. Der Schütze wurde am Mittwoch von einer Jury des 17-fachen Mordes angeklagt. Außerdem muss er sich wegen des versuchten Mordes in 17 Fällen verantworten, wie das Büro des Staatsanwalts im Bezirk Broward County mitteilte.
Foto: AFP
International 08.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Florida verschärft Waffengesetze, zeitgleich Schießerei an Schule

Nach dem Massaker an einer High School will Florida seine Waffengesetze verschärfen. Fast zeitgleich gibt es im benachbarten Alabama eine tödliche Schießerei an einer Schule.

(dpa) - Der US-Staat Florida ist in einer Reaktion auf das Massaker an einer Schule mit 17 Toten einer Verschärfung seiner Waffengesetze näher gerückt. Nach dem Senat verabschiedete am Mittwochabend auch das Repräsentantenhaus einen Gesetzentwurf, der das Mindestalter bei Waffenkäufen auf 21 Jahre anheben würde. Der Entwurf geht jetzt zur Unterzeichnung an Gouverneur Rick Scott.

Im Nachbarstaat Alabama starb am Mittwoch eine 17-Jährige bei einer „unbeabsichtigten Schießerei“ an einer Schule. Zwei weitere Personen seien bei dem Zwischenfall verletzt worden, berichteten US-Medien. Die Schüsse an der Huffman High School in Birmingham seien am Nachmittag nach Ende des Unterrichts gefallen, hieß es. Die näheren Umstände der „unbeabsichtigten Schießerei“ wurden nicht erläutert, die Untersuchungen und Ermittlungen dauerten an.

Der Gesetzentwurf in Florida sieht neben der Anhebung des Mindestalters von 18 auf 21 Jahren eine dreitägige Wartezeit bei den meisten Waffenkäufen vor. Außerdem soll es bestimmten Mitarbeitern an Schulen erlaubt werden, eine Waffe zu tragen.

Bei dem Massaker an der Marjorie Stoneman Douglas High School in Parkland hatte ein 19 Jahre alter Ex-Schüler am Valentinstag 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschossen. Der Schütze wurde am Mittwoch von einer Jury des 17-fachen Mordes angeklagt. Außerdem muss er sich wegen des versuchten Mordes in 17 Fällen verantworten, wie das Büro des Staatsanwalts im Bezirk Broward County mitteilte.

Nach der Tat entbrannte in den USA erneut eine Debatte über ein schärferes Waffenrecht. Anders als bei Bluttaten im vergangenen Jahr verebbte die Diskussion aber nicht rasch wieder. Das liegt auch an dem Engagement von Überlebenden des Amoklaufes, die mit zahlreichen Auftritten Druck auf Politiker machen wollen.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Kinder oder Knarren
Nach der Logik Trumps und seiner Sponsoren beim NRA müssten die Lehrer selber Schnellfeuergewehre bei sich tragen. Und warum eigentlich nur Lehrer?
Munition Kugel Gewehr Waffe Gewalt Feuerwaffe Patrone Kaliber (Shutterstock)
Trump will "Trauer in Taten verwandeln"
Donald Trump will das Waffenrecht in den USA verschärfen, unter anderem was Hintergrundüberprüfungen und die Altersgrenze von Waffenkäufern sowie den Zugang für psychisch Kranke betrifft.
US President Donald Trump speaks during a meeting with bipartisan members of Congress on school and community safety in the Cabinet Room of the White House on February 28, 2018 in Washington, DC. / AFP PHOTO / Mandel NGAN
Nach Parkland: Trump will Lehrer bewaffnen
Eine Woche ist seit dem Massaker von Parkland vergangen. US-Präsident Trump lädt Überlebende zu sich ein. Bei der Suche nach politischen Lösungen heißt er auch eine Idee gut, die von der Waffenlobby stammt.
US President Donald Trump shakes hands with Marjory Stoneman Douglas High School student Ariana Klein (R) watched by fellow student Carson Abt at the start of a �listening session� on gun violence with teachers and students in the State Dining Room of the White House on February 21, 2018. / AFP PHOTO / MANDEL NGAN
Trump will Bump Stocks verbieten lassen
US-Präsident Donald Trump hat das Justizministerium zu einem Verbot spezieller Vorrichtungen aufgefordert, mit denen Waffen so schnell schießen wie Maschinengewehre.
OREM, UT - FEBRUARY 15: An AK-47 with a bump stock is shown at Good Guys Guns & Range on February 15, 2018 in Orem, Utah. An AR-15 was used in the Marjory Stoneman Douglas High School shooting in Parkland, Florida.   George Frey/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==
Trump zögert, die Clooneys handeln
Der Protest gegen die laschen Waffengesetze in den USA wächst. Auch vor dem Weißen Haus machen Jugendliche ihrem Unmut Luft - und Promis unterstützen sie. Donald Trump signalisiert, er würde minimale Änderungen akzeptieren.
Donald Trump steht weiter hinter der mächtigen Waffenlobby NRA.
Parkland und die Folgen
Am 14. Februar erschießt ein 19-Jähriger 17 Menschen an der Highschool von Parkland, Florida. Solche grausamen Zwischenfälle gab es in den USA schon öfter. Diesmal regt sich aber Widerstand - gegen die Regierung, den Waffenkult, die NRA.
(FILES) In this file photo taken on February 15, 2018 Mourners grieve as they await the start of  a candlelight vigil for victims of the Marjory Stoneman Douglas High School shooting in Parkland, Florida. 
There have been renewed calls for stricter gun control in the United States following the shooting deaths last week of 14 students and three adults at a Florida high school. The White House has said following the Florida school shooting that President Donald Trump supports efforts to improve the federal background check system for gun buyers. / AFP PHOTO / RHONA WISE
Eine 18-Jährige gibt dem Protest ein Gesicht
Etwas fühlt sich anders an nach diesem furchtbaren Schulmassaker in den USA, zumindest für den Moment. Dass sich Tränen, Trauer und Wut so rasch auch in konkrete Aktionen umformen und artikulieren, hat mit dem Ausmaß der Tat zu tun, mit der Macht sozialer Netzwerke und mit Menschen wie Emma Gonzalez.
Marjory Stoneman Douglas High School student Emma Gonzalez speaks at a rally for gun control at the Broward County Federal Courthouse in Fort Lauderdale, Florida on February 17, 2018. 

Seventeen perished and more than a dozen were wounded in the hail of bullets at Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland,Florida the latest mass shooting to devastate a small US community and renew calls for gun control. / AFP PHOTO / RHONA WISE