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Florida: "Michael" hinterlässt Spur der Verwüstung
International 11 1 2 Min. 11.10.2018 Aus unserem online-Archiv

Florida: "Michael" hinterlässt Spur der Verwüstung

In Panama City hat der Sturm Bäume entwurzelt, ganze Viertel stehen unter Wasser.

Florida: "Michael" hinterlässt Spur der Verwüstung

In Panama City hat der Sturm Bäume entwurzelt, ganze Viertel stehen unter Wasser.
AFP
International 11 1 2 Min. 11.10.2018 Aus unserem online-Archiv

Florida: "Michael" hinterlässt Spur der Verwüstung

Hurrikan „Michael“ hat Teile Floridas verwüstet. Straßenzüge stehen unter Wasser, von manchen Häusern bleiben nur Trümmer übrig. Die Menschen sind fassungslos.

(dpa) - Hurrikan „Michael“ ist als einer der schwersten Stürme über den US-Bundesstaat Florida hinweggezogen und hat Wassermassen, Trümmer und Verwüstungen hinterlassen. Mindestens zwei Menschen starben laut Medienberichten, darunter ein Kind. Ganze Stadtteile wurden am Mittwoch (Ortszeit) überschwemmt und auch durch den heftigen Wind zerstört.

„Es sieht so aus, als wäre in jedem einzelnen Block eine Bombe hochgegangen“, sagte der Abgeordnete Neal Dunn aus der Stadt Panama City dem Sender CNN. Am Morgen nach dem Sturm bot sich ein chaotisches Bild: Häuser, Autos, Boote, Bäume und Möbel hatte der Sturm offensichtlich durcheinandergewirbelt. Betroffene Menschen standen fassungslos vor den Trümmern.

Ganze Stadtteile unter Wasser

„Michael“ drückte das Meer über die flache Küste und setzte laut einem Bericht der „New York Times“ auch im Landesinnern ganze Stadtteile unter Wasser. Das Wasser reichte demnach teilweise bis in den ersten Stock von Gebäuden. Stromleitungen waren gerissen und ineinander verheddert.

Nach Behördenangaben waren mehr als 360.000 Haushalte ohne Strom. Die Wiederherstellung von Elektrizität gehöre zu den wichtigsten Aufgaben, schrieb Floridas Gouverneur Rick Scott auf Twitter. „Wir tun alles, was wir können, um unseren betroffenen Gemeinden zu helfen.“ Er stehe in ständigem Kontakt mit staatlichen und lokalen Helfern. Tausende Menschen verharrten weiter in Notunterkünften.

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Ein Kind und ein Mann seien gestorben, berichtet der Sender CNN. Der Mann starb demnach, als ein Baum auf sein Haus in Greensboro fiel - das Kind starb unter ähnlichen Umständen, die Details waren aber zunächst ungeklärt. Such- und Rettungsmannschaften wurden in die besonders schlimm getroffenen Gegenden geschickt. In der Nacht hatten Rettungskräfte laut CNN-Reportern wegen des starken Windes nicht ausrücken können.

Hart an der Höchststufe

Viele Einwohner waren von der Stärke des Sturms überrascht worden. „Michael“, ursprünglich als Tropensturm angekündigt, wuchs innerhalb kurzer Zeit zu einem Hurrikan der Stufe vier heran. Als der Sturm auf Land traf, fehlte nur wenig, um als Hurrikan der Höchststufe fünf eingestuft zu werden.


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Bis die Bewohner zurückkehren können, dürfte es noch dauern: Viele Straßen waren durch umgestürzte Bäume und Wasser unpassierbar, in mehreren Gemeinden galt eine Ausgangssperre. Das Hurrikanzentrum sprach von weiterhin bis zu 1,5 Meter hohen Fluten zwischen den Orten Panama City und Keaton Beach.

Auf seinem Weg nach Nordosten über Georgia schwächte sich „Michael“ ab und wurde zu einem tropischen Sturm herabgestuft. Gefährlich blieb er trotzdem: Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 85 Kilometern pro Stunde und starkem Regen könne der Sturm auch über Teilen Georgias, North und South Carolinas und dem Südwesten Virginias zu lebensbedrohlichen Sturzfluten führen, warnte das Nationale Hurrikanzentrum. Auch Tornado-Warnungen galten weiter.


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