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Feuerwehrmann stirbt im Kampf gegen Buschfeuer in Australien
International 2 Min. 12.01.2020

Feuerwehrmann stirbt im Kampf gegen Buschfeuer in Australien

Ein Feuerwehrmann bekämpft die Flammen in Australien. Seit Oktober wüten dort Buschbrände beispiellosen Ausmaßes.

Feuerwehrmann stirbt im Kampf gegen Buschfeuer in Australien

Ein Feuerwehrmann bekämpft die Flammen in Australien. Seit Oktober wüten dort Buschbrände beispiellosen Ausmaßes.
Foto: AFP
International 2 Min. 12.01.2020

Feuerwehrmann stirbt im Kampf gegen Buschfeuer in Australien

Die verheerenden Buschbrände in Australien fordern ein weiteres Opfer: Mit dem Tod des Feuerwehrmanns steigt die Zahl der Toten auf mindestens 27.

(dpa) - Im Kampf gegen die verheerenden Buschfeuer in Australien ist ein weiterer Feuerwehrmann ums Leben gekommen. Der Mann, der eine Berufserfahrung von 40 Jahren hatte, starb am Samstag bei einem Einsatz nahe der Kleinstadt Omeo im südöstlich gelegenen Bundesstaat Victoria, wie Feuerwehrchef Chris Hardman am Sonntag sagte. Damit stieg die Zahl der durch die Buschfeuer seit Oktober ums Leben gekommenen Menschen auf mindestens 27.


TOPSHOT - This picture taken on December 31, 2019 shows a firefighter hosing down trees and flying embers in an effort to secure nearby houses from bushfires near the town of Nowra in the Australian state of New South Wales. - Fire-ravaged Australia has launched a major operation to reach thousands of people stranded in seaside towns after deadly bushfires ripped through popular tourist areas on New Year's Eve. (Photo by SAEED KHAN / AFP)
Australiens Buschbrände: Ohnmacht zu Zeiten des Klimawandels
Australiens Buschfeuer ziehen sich nordöstlich von Melbourne bis hoch an die „Gold Coast“ vor Brisbane. Das entspricht einer Strecke von Rom bis nach Berlin. Aber auch weiter nördlich im Land und entlang der Südküste bis östlich vor Perth wüten Feuer.

Auch wenn die Feuer vielerorts weiter loderten - immerhin erlaubte das Wetter den erschöpften Feuerwehrleuten eine gewisse Atempause: In Victoria und dem ebenfalls stark von den Feuern betroffenen benachbarten Staat New South Wales war es seit Samstag kühler, es regnete und der Wind ließ nach. Symbolischen Dank an die Einsatzkräfte gab es in Sydney: Auf die großen Segel des Opernhauses der Stadt wurden am Samstagabend als Zeichen der Solidarität Bilder von Feuerwehrleuten projiziert.

Auf den großen Segeln des Opernhauses werden als Dank und Zeichen der Solidarität Bilder von Feuerwehrleuten auf die großen Segel der Oper in Sydney projiziert.
Auf den großen Segeln des Opernhauses werden als Dank und Zeichen der Solidarität Bilder von Feuerwehrleuten auf die großen Segel der Oper in Sydney projiziert.
Foto: Paul Braven/AAP/dpa

Premier Scott Morrison sagte am Sonntag, er sehe nun ein, dass der Klimawandel Auswirkungen habe und für längere, heißere und trockenere Sommer verantwortlich sei. Er deutete eine Änderung der Politik an, um Emissionen zu reduzieren. Morrison war für seinen Umgang mit der Krise scharf kritisiert worden. Ihm war auch Verharmlosung des Klimawandels und von dessen Auswirkungen auf die derzeitigen Buschfeuer vorgeworfen worden. Darüber hinaus hatte er kürzlich einen äußerst umstrittenen Familienurlaub auf Hawaii gemacht.

Der australische Premierminister Scott Morrison bei einer Pressekonferenz.
Der australische Premierminister Scott Morrison bei einer Pressekonferenz.
Foto: AAPIMAGE

Nun sagte er dem Sender ABC, im Nachhinein wäre er nicht in diesen Urlaub gegangen. Vor Ort hätte er besser mit der Krise umgehen können. Das Ausmaß der Brände sei "beispiellos". Die Menschen hätten eine "neue Erwartungshaltung", wie die Regierung mit einer solchen Situation umgehen sollte. Am Freitag waren in größeren Städten Australiens Zehntausende auf die Straßen gegangen und hatten unter anderem Morrisons Rücktritt wegen seines Umgangs mit der Buschfeuer-Krise gefordert.

Street Art in Melbourne: Der australische Premierminister Scott Morrison wird mit Flammen auf dem Kopf dargestellt. In einer Sprechblase steht "This is fine" ("Das ist ok"), eine Anlehnung auf ein bekanntes Internet-Meme.
Street Art in Melbourne: Der australische Premierminister Scott Morrison wird mit Flammen auf dem Kopf dargestellt. In einer Sprechblase steht "This is fine" ("Das ist ok"), eine Anlehnung auf ein bekanntes Internet-Meme.
Foto: AAPIMAGE

Seit Beginn der Buschfeuer im Oktober verbrannten in ganz Australien mehr als zehn Millionen Hektar Land, das entspricht ungefähr der Größe von Bayern und Baden-Württemberg zusammen. Tausende Häuser wurden zerstört. Um die 200.000 ehrenamtliche Feuerwehrmänner und -frauen kämpfen gegen die Brände auf dem Kontinent.

Eines der "Megafeuer" unter Kontrolle

Nach zweieinhalb Monaten hat die Feuerwehr nach eigenen Angaben einen der Riesenbrände im Südosten Australiens unter Kontrolle gebracht. Das durch Blitzeinschlag ausgelöste "Megafeuer" nordwestlich von Sydney hatte seit Ende Oktober auf einer Fläche von mehr als einer halben Million Hektar gewütet.

Bis die Flammen eingedämmt worden seien, habe es wegen ungünstiger Wetterbedingungen länger gedauert als erwartet, schrieb die örtliche Feuerwehr von Hawkesbury auf Facebook. Dank des Einsatzes der schwer arbeitenden Mannschaft sei es am Sonntag gelungen. Eine Entwarnung ist das aber nicht: Die Buschfeuer-Zeit werde noch einige Monate dauern, schreibt die Feuerwehr.


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