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Feuer in Flüchtlingsheim nach rechtsextremen Protesten
International 04.04.2015 Aus unserem online-Archiv
Sachsen-Anhalt

Feuer in Flüchtlingsheim nach rechtsextremen Protesten

Zwei Bewohner des Hauses konnten sich unverletzt in Sicherheit bringen
Sachsen-Anhalt

Feuer in Flüchtlingsheim nach rechtsextremen Protesten

Zwei Bewohner des Hauses konnten sich unverletzt in Sicherheit bringen
Foto: dpa
International 04.04.2015 Aus unserem online-Archiv
Sachsen-Anhalt

Feuer in Flüchtlingsheim nach rechtsextremen Protesten

In dem zukünftigen Asylbewerberheim in Tröglitz in Sachsen-Anhalt hat es in der Nacht zum Samstag gebrannt. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen des Verdachts auf Brandstiftung auf. Der Ort im Burgenlandkreis ist bundesweit in den Schlagzeilen, seit der ehrenamtliche Bürgermeister Markus Nierth wegen rechtsextremer Anfeindungen seinen Rücktritt erklärt hatte.

(dpa) - In dem zukünftigen Asylbewerberheim in Tröglitz in Sachsen-Anhalt hat es in der Nacht zum Samstag gebrannt. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen des Verdachts auf Brandstiftung auf. Der Ort im Burgenlandkreis ist bundesweit in den Schlagzeilen, seit der ehrenamtliche Bürgermeister Markus Nierth wegen rechtsextremer Anfeindungen seinen Rücktritt erklärt hatte. Die NPD-geführten Proteste richteten sich gegen die geplante Unterbringung von 40 Flüchtlingen. Die ersten sollen Anfang Mai nach Tröglitz kommen.

Wie die Polizei in Halle mitteilte, konnten sich zwei Bewohner des Hauses unverletzt in Sicherheit bringen. Um wen es sich dabei handelte, war zunächst unklar. Das gesamte Dach sei durch das Feuer zerstört worden. Nach ersten Schätzungen liegt der Schaden im sechsstelligen Bereich.

Nierth war Anfang März zurückgetreten, weil eine genehmigte Anti-Asyl-Demonstration direkt vor seiner Haustür stattfinden sollte. Er fühlte sich von der Politik nicht ausreichend unterstützt und sah seine Familie nicht gut genug geschützt. Sein Schritt hatte eine bundesweite Debatte über den Schutz von Politikern vor Demonstranten ausgelöst, die Entscheidungsträger auch in ihrer Privatsphäre unter Druck setzen wollen.

Am vergangenen Dienstag hatte Landrat Götz Ulrich (CDU) bei einer Bürgerversammlung mit rund 500 Teilnehmern über die Unterbringung der Flüchtlinge informiert und auch Fehler bei der Planung eingeräumt.


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