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Festnahme nach Bombendrohungen
International 03.03.2017 Aus unserem online-Archiv
Antisemitismus in den USA

Festnahme nach Bombendrohungen

Die USA erleben derzeit eine Welle von antisemitischen Taten, wie hier auf dem jüdischen Friedhof von Rochester, New York.
Antisemitismus in den USA

Festnahme nach Bombendrohungen

Die USA erleben derzeit eine Welle von antisemitischen Taten, wie hier auf dem jüdischen Friedhof von Rochester, New York.
Foto: AFP
International 03.03.2017 Aus unserem online-Archiv
Antisemitismus in den USA

Festnahme nach Bombendrohungen

Tom RÜDELL
Tom RÜDELL
Nach einer Welle von Gewaltandrohungen gegen jüdische Einrichtungen in den USA hat die Polizei jetzt einen Verdächtigen festgenommen. Der 31-jährige soll mindestens acht Drohungen verschickt haben.

(dpa) - Nach einer Welle von Gewaltandrohungen gegen jüdische Einrichtungen in den USA hat die Polizei einen Verdächtigen in St. Louis im Bundesstaat Missouri festgenommen. Der 31-Jährige habe im Januar und Februar Drohungen gegen mindestens acht jüdische Einrichtungen verschickt, teilte New Yorks Staatsanwalt Preet Bharara am Freitag mit.

Die Drohungen habe der mutmaßliche Täter offenbar im Namen einer Frau nach Ende seiner Beziehung mit ihr verschickt, um sie einzuschüchtern und zu belästigen. So habe er die Antidiffamierungsliga mit Sitz in New York per E-Mail vor Bombendrohungen dieser Frau gewarnt - einen Tag später ging bei der Organisation eine Drohung ein. Der Mann soll sich auch per E-Mail und Fax gegenüber ihrem Arbeitgeber abwertend über die Frau geäußert haben. Die Antidiffamierungsliga, die gegen Diskriminierung von Juden kämpft, dankte Polizei und FBI nach der Festnahme für ihre „erstaunliche Arbeit“.

Ob der Mann hinter weiteren Drohungen im Land steckt, ist allerdings unklar. So waren am Montag bei jüdischen Einrichtungen in New Jersey, North Carolina, Alabama und Pennsylvania Drohungen eingegangen. Mehrere jüdische Gemeindezentren und Tagesschulen waren vorsichtshalber evakuiert worden, allein in der Gegend um die Hauptstadt Washington waren 143 Schüler betroffen. In Philadelphia hatten Unbekannte zuvor zudem einen jüdischen Friedhof geschändet und mehrere Hundert Grabsteine umgestürzt und zertrümmert.

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