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Fest zum Ende des Fastenmonats Ramadan ohne Besuche
International 2 Min. 24.05.2020 Aus unserem online-Archiv

Fest zum Ende des Fastenmonats Ramadan ohne Besuche

Weltweit wird das Ende des Ramadan - wie hier in der Starodoganjska-Moschee in Podgorica (Montenegro) gefeiert. Dieses Jahr allerdings nur eingeschränkt.

Fest zum Ende des Fastenmonats Ramadan ohne Besuche

Weltweit wird das Ende des Ramadan - wie hier in der Starodoganjska-Moschee in Podgorica (Montenegro) gefeiert. Dieses Jahr allerdings nur eingeschränkt.
Foto: AFP
International 2 Min. 24.05.2020 Aus unserem online-Archiv

Fest zum Ende des Fastenmonats Ramadan ohne Besuche

Nach entbehrungsreichen Wochen ist für Millionen Muslime weltweit der Fastenmonat Ramadan zu Ende gegangen.

(dpa) - Am Sonntag begann das mehrtägige Fest des Fastenbrechens, das in der Türkei auch Zuckerfest genannt wird, jedoch im Schatten der Corona-Pandemie. Sonst kommen zu dieser Zeit Muslime in Moscheen und mit ihren Familien zusammen, um gemeinsam zu beten und zu feiern. Doch um eine Ausbreitung von Corona zu verhindern, haben viele Länder strikte Ausgangsbeschränkungen erlassen, so dass die Gläubigen zu Hause bleiben müssen.

Während des Ramadans, der Ende April begonnen hatte, durften gläubige Muslime zwischen Sonnenaufgang und -untergang nichts essen und trinken. Das Fasten gehört zu den so genannten fünf Säulen des Islams. Das Ende des Fastenmonats richtet sich nach dem Mond. Wie der Ramadan beginnt das arabisch Eid al-Fitr genannte Fest mit der Sichtung des Neumonds. Vor allem Kinder bekommen dann Geschenke und Süßigkeiten.

Die Moscheen sind jedoch in den allermeisten Ländern seit Wochen geschlossen - und bleiben es auch während des Eid al-Fitr. Vor allem die Länder am Persischen Golf hatten in vergangenen Tagen hohe Zahlen neuer Corona-Fälle gemeldet. So registrierte Saudi-Arabien in dieser Woche täglich weit mehr als 2.000 neue Infizierungen. Insgesamt haben sich in dem Königreich mehr als 70.000 Menschen angesteckt.

Gebete in den eigenen vier Wänden

Der Eid al-Fitr wird gerne im Kreis der Familie und Bekannten gefeiert.
Der Eid al-Fitr wird gerne im Kreis der Familie und Bekannten gefeiert.
Foto: AFP

Die einflussreiche Al-Azhar-Lehranstalt in Kairo stufte Feiertagsgebete zu Hause wegen der Pandemie als „zulässig“ ein. Eine staatlich betriebene Moschee durfte dort am Sonntag aber öffnen, wo sich einige wenige Gläubige versammelten. „Wir sehnen uns danach, wieder in Moscheen zu beten“, sagte ein Kleriker in einer Predigt laut einer Übertragung im ägyptischen Staatsfernsehen.


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Um die Krise in den Griff zu bekommen, kündigte Saudi-Arabien zum Ende des Ramadans eine strenge mehrtägige Ausgangssperre an. Die gesamte Gesellschaft müsse „diese besonderen Umstände verstehen“, sagte König Salman am Samstag. Auch die benachbarten Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ordneten Gebete zu Hause an. Das Gesundheitsministerium wies zudem darauf hin, dass es besser sei, Geldgeschenke an Kinder zu überweisen - statt Scheine zu geben.

Katar forderte die Öffentlichkeit auf, an Eid al-Fitr niemanden zu besuchen und auch keinen Besuch zu empfangen. Auch Ägypten intensiviert die bestehenden Ausgangsbeschränkungen an den Festtagen. Der öffentliche Nahverkehr wird in dieser Zeit teilweise eingestellt. Restaurants, Parks und Strände bleiben geschlossen.


An Egyptian youth takes part in decorating his residential street in preparation for the Muslim holy month of Ramadan in Cairo's Hadayek el-Maadi district, on April 21, 2020. - From cancelled iftar feasts to suspended mosque prayers, Muslims across the Middle East are bracing for a bleak month of Ramadan fasting as the threat of the COVID-19 pandemic lingers. Ramadan is a period for both self-reflection and socialising. Believers fast from dawn to dusk and then gather around a family or community meal each evening of Islam's holiest month, which begins later this week and ends with Eid al-Fitr festivities (Photo by Khaled DESOUKI / AFP)
Seifenoper zum Ramadan
Wegen des sich noch immer rasant ausbreitenden Corona-Virus wurden auch in den meisten islamischen Ländern strikte Ausgangssperren verhängt.

Vor allem Saudi-Arabien leidet unter der Corona-Krise. Dem ölreichen Land machen die niedrigen Ölpreise zu schaffen, von denen seine Einnahmen abhängen. Zudem droht die große Wallfahrt Hadsch, die Ende Juli beginnt, in diesem Jahr auszufallen. Normalerweise kommen dann fast zwei Millionen Gläubige aus dem Ausland in die für Muslime heilige Stadt Mekka und bescheren dem Land hohe Einnahmen.  

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