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FDP-Spitze spricht Parteichef Lindner das Vertrauen aus
International 1 07.02.2020 Aus unserem online-Archiv

FDP-Spitze spricht Parteichef Lindner das Vertrauen aus

FDP-Chef Christian Lindner war nach der heftig umstrittenen Ministerpräsidentenwahl in Thüringen zunehmend in die Kritik geraten.

FDP-Spitze spricht Parteichef Lindner das Vertrauen aus

FDP-Chef Christian Lindner war nach der heftig umstrittenen Ministerpräsidentenwahl in Thüringen zunehmend in die Kritik geraten.
Foto: AFP
International 1 07.02.2020 Aus unserem online-Archiv

FDP-Spitze spricht Parteichef Lindner das Vertrauen aus

Mit deutlicher Mehrheit sprach die deutsche FDP ihrem Parteichef Christian Lindner am Freitag das Vertrauen aus. Bei 36 abgegebenen Stimmen gab es lediglich eine Nein-Stimme und zwei Enthaltungen.

(dpa) - Die FDP-Spitze hat Parteichef Christian Lindner nach dem Eklat um die Wahl des Ministerpräsidenten im ostdeutschen Land Thüringen mit deutlicher Mehrheit das Vertrauen ausgesprochen. Lindner erhielt am Freitag von 36 abgegebenen Stimmen 33 Ja-Stimmen und eine Nein-Stimme. Zwei Anwesende enthielten sich, wie die Deutschen Presse-Agentur in Berlin erfuhr.


07.02.2020, Thüringen, Erfurt: Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesvorsitzende der CDU, spricht auf einer Pressekonferenz nach einem Krisengespräch mit CDU-Politikern in Thüringen. Die Thüringer CDU will zunächst innerhalb der parlamentarischen Möglichkeiten nach Wegen aus der Krise in dem Bundesland suchen. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Krise in Thüringen: Vorerst keine Neuwahl angekündigt
Wie es im ostdeutschen Land Thüringen weitergeht, bleibt zwei Tage nach der umstrittenen Ministerpräsidenten-Wahl unklar. Die Führungsgremien von CDU und FDP im Bund beraten in Berlin über die Lage.

Der FDP-Politiker Thomas Kemmerich war am Mittwoch überraschend mit Stimmen der CDU, der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) und der FDP zum neuen Thüringer Regierungschef gewählt worden war. Dies löste Empörung und Kritik aus, weil alle etablierten Parteien bisher eine Zusammenarbeit mit der AfD ablehnen. 

Lindner war unter Druck geraten, weil Kemmerich erklärt hatte, Lindner im Voraus über sein Vorgehen während der Ministerpräsidentenwahl vom Mittwoch informiert zu haben. Nach der parteiinternen Abstimmung gab FDP-Chef Christian Lindner eine Stellungnahme, in der er sich und seine Partei auf ein Neues klar von der rechtspopulistischen AfD abzugrenzen versuchte.

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Lindner war am Donnerstag zu Krisengesprächen nach Erfurt gereist. Parteivize Katja Suding sagte dem Nachrichtenportal "Watson", es sei wichtig gewesen, dass Lindner Kemmerich "zum Rücktritt bewegen konnte". "Das war wichtig als Signal dafür, dass die FDP nichts mit der AfD zu tun hat." Kemmerich hatte am Donnerstag sein Amt zur Verfügung gestellt.


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