Wählen Sie Ihre Nachrichten​

FBI findet keine Hinweise auf kriminelles Verhalten
International 06.11.2016 Aus unserem online-Archiv
Clintons E-Mail-Affäre

FBI findet keine Hinweise auf kriminelles Verhalten

Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton am Sonntag in Philadelphia, Pennsylvania.
Clintons E-Mail-Affäre

FBI findet keine Hinweise auf kriminelles Verhalten

Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton am Sonntag in Philadelphia, Pennsylvania.
AFP
International 06.11.2016 Aus unserem online-Archiv
Clintons E-Mail-Affäre

FBI findet keine Hinweise auf kriminelles Verhalten

Roland ARENS
Roland ARENS
Kurz vor der Wahl spricht das FBI Hillary Clinton erneut in der E-Mail-Affäre von kriminellem Verhalten frei. Aber wie groß ist der bereits angerichtete Schaden?

(dpa) - Erleichterung für Hillary Clinton: Zwei Tage vor der Wahl hat die Bundespolizei FBI mitgeteilt, dass eine Prüfung von neu entdeckten E-Mails keine Hinweise auf ein kriminelles Verhalten der demokratischen Präsidentschaftskandidatin ergeben habe.

FBI-Direktor James Comey sorgte für Wirbel kurz vor der Wahl.
FBI-Direktor James Comey sorgte für Wirbel kurz vor der Wahl.
AFP

Es habe sich nichts an den Erkenntnissen vom Juli nach Abschluss früherer Ermittlungen geändert, schrieb FBI-Chef James Comey am Sonntag an Kongressmitglieder. Er war damals zu dem Schluss gekommen, dass Clinton sich zwar extrem sorglos verhalten habe, aber nichts getan habe, was eine strafrechtliche Verfolgung rechtfertige.

Bei den Untersuchungen ging es darum, dass Clinton in ihrer Zeit als Außenministerin einen privaten Server in ihrem Haus auch für dienstliche Korrespondenzen genutzt hat. Wäre dadurch die Sicherheit der USA gefährdet worden, hätte das zu einer Anklage führen können. Die E-Mail-Affäre hatte Clinton im Wahlkampf immer wieder belastet.

Das spitzte sich zu, als Comey vor neun Tagen bekanntgab, dass auf dem Computer eines Ex-Abgeordneten neue E-Mails gefunden worden seien, die nun geprüft würden. Clintons republikanischer Rivale Donald Trump nutzte das für neue massive Attacken gegen die Demokratin, und ihr Vorsprung vor Trump verringerte sich.

48-Stunden-Endspurt

Clinton und ihr Kontrahent Donald Trump waren am Wochenende rastlos durch die am meisten umkämpften Bundesstaaten gereist, um die möglicherweise entscheidenden Stimmen für einen Sieg am 8. November zu gewinnen.

Eine am Sonntag veröffentlichte Umfrage des Senders ABC und der „Washington Post“ zeigte Clinton US-weit mit fünf Prozentpunkten vor ihrem Rivalen. Eine Erhebung von NBC und „Wall Street Journal“ ergab einen Vorsprung von vier Punkten.

Wichtiger noch: Umfragen zeigen weiterhin eine solide Führung für Clinton bei den Stimmen im Wahlmännergremium, das am Ende den Präsidenten entsprechend den Ergebnissen in den einzelnen Bundesstaaten bestimmt. In einigen wenigen scheint sich das Gewicht zwar etwas zugunsten von Trump verschoben zu haben, aber er müsste weiterhin eine Serie der umkämpften Staaten hinzugewinnen, um Clinton zu schlagen.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Entlassung des FBI-Direktors
Donald Trump hat am Dienstag FBI-Direktor James Comey mit sofortiger Wirkung entlassen - ein mittelschweres politisches Erdbeben in Washington. Was ging dem voraus? Wir zeichnen Comeys Rolle seit 2013 nach.
Washington steht Kopf: James Comeys Entlassung durch Präsident Trump gleicht einem politischen Erdbeben.
Die Demokratin Hillary Clinton liegt trotz ihrer Niederlage bei der US-Präsidentenwahl nun fast 2,7 Millionen Stimmen vor dem Republikaner Donald Trump. Doch das nützt ihr nichts.
AFP PICTURES OF THE YEAR 2016
Democratic presidential nominee Hillary Clinton pauses while speaking during a fundraiser at the Capitol Hill Hyatt hotel on October 5, 2016 in Washington, DC. / AFP PHOTO / Brendan Smialowski
Zweites TV-Duell der US-Präsidentschaftskandidaten
Hillary Clinton und Donald Trump schenken sich nichts. Wegen einer Affäre um sexistische Äußerungen in Bedrängnis, geht Trump im zweiten TV-Duell um das Weiße Haus in die Offensive. Er droht ihr sogar damit, sie ins Gefängnis zu bringen.
Bobble head figurines of Republican presidential nominee Donald Trump and Democratic presidential nominee Hillary Clinton greet Republican party supporters registering to watch a presidential debate watch party hosted by the Colorado Republican Party at Choppers Sports Grill in Denver, Colorado, on, October 9, 2016. / AFP PHOTO / Jason Connolly
Nach engagierter TV-Debatte
Die Nation hatte darauf gewartet: Hillary Clinton und Donald Trump treffen bei ihrem ersten TV-Duell aufeinander. Einer der treuesten Trump-Unterstützer muss einräumen: Er kann es besser.
Republican U.S. presidential nominee Donald Trump greets Democratic U.S. presidential nominee Hillary Clinton after their first presidential debate at Hofstra University in Hempstead, New York, U.S., September 26, 2016.   REUTERS/Brian Snyder
"Er wäre ein Sicherheitsrisiko"
Hillary Clinton hält Donald Trump für charakterlich ungeeignet, US-Präsident zu sein. In einer außenpolitischen Grundsatzrede griff die wahrscheinliche Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten ihren republikanischen Konkurrenten am Donnerstag ungewöhnlich scharf an.
Die wahrscheinliche US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton schaltet im Wahlkampf einen Gang höher.