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Familie Auslöser für Flughafen-Teilsperrung
International 2 Min. 07.08.2018 Aus unserem online-Archiv

Familie Auslöser für Flughafen-Teilsperrung

Passagiere stehen dicht gedrängt in Halle A im Terminal 1 des Flughafens Frankfurt.

Familie Auslöser für Flughafen-Teilsperrung

Passagiere stehen dicht gedrängt in Halle A im Terminal 1 des Flughafens Frankfurt.
Foto: dpa
International 2 Min. 07.08.2018 Aus unserem online-Archiv

Familie Auslöser für Flughafen-Teilsperrung

Mindestens eine Person ist am Dienstag unberechtigt in den Sicherheitsbereich gelangt. Teile des Airports wurden geräumt. Mittlerweile läuft die Abfertigung wieder. Der Grund für die teilweise Sperrung ist nun bekannt.


(dpa) - Eine vierköpfige französische Familie war Auslöser für die teilweise Sperrung des Frankfurter Flughafens am Dienstag. „Trotz positivem Sprengstofftest wurde eine vierköpfige französische Familie in den Sicherheitsbereich entlassen“, erklärte die Bundespolizei auf Twitter. Grund sei „der Fehler einer Luftsicherheitsassistentin“ gewesen.

Nach der teilweisen Räumung des Frankfurter Flughafens sind die betroffenen Bereiche wieder freigegeben worden. „Der Betrieb wurde wieder aufgenommen“, berichtete die Bundespolizei auf Twitter. „Wir danken allen Passagieren und Flughafenmitarbeitern für ihr Verständnis und diszipliniertes Verhalten!“  

Wegen eines Sicherheitsproblems ist der Frankfurter Flughafen am Dienstag teilweise geräumt worden. „Im Bereich A des Terminal 1 am Flughafen Frankfurt kommt es zu polizeilichen Einsatzmaßnahmen“, teilte die Bundespolizei per Twitter mit. „Dazu gehört ein sofortiger Boardingstop und Räumung des Sicherheitsbereiches in Ebene 2 und 3.“

Grund ist den Behörden zufolge ein Vorfall an der Sicherheitskontrolle. „Wir wissen, dass mindestens eine Person unberechtigt in den Sicherheitsbereich gelangt ist“, sagte Reza Ahmari, Sprecher der Bundespolizei am Flughafen, der Deutschen Presse-Agentur. Die Sicherheitskontrollen seien noch nicht abgeschlossen gewesen. Deshalb habe die Einsatzführung entschieden, das Boarding zu stoppen und den Sicherheitsbereich zu räumen.

Eine Polizistin und Passagiere stehen dicht gedrängt in Halle A im Terminal 1 des Flughafens Frankfurt. Am Flughafen läuft eine Teilräumung in einem der Abfertigungsgebäude.
Eine Polizistin und Passagiere stehen dicht gedrängt in Halle A im Terminal 1 des Flughafens Frankfurt. Am Flughafen läuft eine Teilräumung in einem der Abfertigungsgebäude.
Foto: dpa

Nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport wurde das Boarding gegen 11.30 Uhr eingestellt. Dem Unternehmen zufolge wurden bis etwa 13.30 Uhr 49 Flüge gestrichen, von rund 1500 geplanten Flugbewegungen an diesem Tag. „Wir haben in den Terminals zusätzliches Personal unterwegs, das Snacks und Getränke verteilt. Auch medizinische Dienste sind vor Ort“, sagte ein Fraport-Sprecher.

Die Bundespolizei zog Absperrbänder auf und drängte die Fluggäste zurück in den vorderen Bereich der Halle. Passagiere wurden von den Gates zurück in die Halle gebracht. Augenzeugen zufolge herrschte keine Panik, aber großes Gedränge in den wetterbedingt heißen Hallen. Passagiere beklagten sich, dass sie sich nicht ausreichend informiert fühlen.

Stopp der Abfertigung

Die Lufthansa stoppte große Teile ihrer Abfertigung. In den Bereichen A und Z könnten Passagiere nicht mehr ein- oder aussteigen, teilte das Unternehmen mit. Ankommende Flugzeuge müssten auf dem Vorfeld mit den Passagieren an Bord warten. Über Verspätungen und Flugausfälle könne man noch nichts sagen. Am Frankfurter Flughafen gibt es zudem ein zweites, von der Sperrung nicht betroffenes Terminal.

Der Krisenstab der Lufthansa buchte vorsorglich größere Hotelkapazitäten im Rhein-Main-Gebiet, um gestrandete Passagiere unterbringen zu können. In den Teilbereichen B und C seien die Gates weiterhin geöffnet, sodass dort auch Passagiere abgefertigt werden könnten, sagte einen Sprecherin. Auch ankommende Maschinen sollen in diese Bereiche umgeleitet werden, wenn dies möglich sei. Passagiere, die in Frankfurt umsteigen sollten, würden über andere Drehkreuze wie München, Zürich oder Wien geleitet.

Für die Passagierkontrollen im fraglichen Bereich ist die Fraport selbst und ihre Tochtergesellschaft FraSec zuständig. Über Details könne man noch nichts sagen, erklärte ein Fraport-Sprecher.

Am Münchner Flughafen hatte es erst vor kurzem einen ähnlichen Vorfall gegeben. Im Juli war dort ein Terminal geräumt worden, weil eine Frau ohne Kontrolle in den Sicherheitsbereich gelangt war. Mindestens 200 Flüge fielen aus, bei rund 60 Flügen kam es zu Verspätungen. Erst rund zwei Stunden nach dem Vorfall wurde der Sicherheitsbereich wieder freigegeben.

Das Boarding wurde gegen 11.30 Uhr eingestellt. Dem Unternehmen Fraport zufolge wurden bis etwa 13.30 Uhr 49 Flüge gestrichen, von rund 1500 geplanten Flugbewegungen an diesem Tag.
Das Boarding wurde gegen 11.30 Uhr eingestellt. Dem Unternehmen Fraport zufolge wurden bis etwa 13.30 Uhr 49 Flüge gestrichen, von rund 1500 geplanten Flugbewegungen an diesem Tag.
Foto: dpa

Vor fast genau zwei Jahren kam es ebenfalls am Terminal 1 des Frankfurter Flughafens zu einer ähnlichen Situation. Damals war eine Frau nach der Kontrolle ihres Handgepäcks in den Sicherheitsbereich weitergegangen, obwohl ihre Kontrolle nicht abgeschlossen war. Von der Evakuierung des Terminals waren damals rund 5000 Passagiere betroffen.

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