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Ex-Sicherheitsberater Bolton kritisiert Trumps Nordkorea-Kurs scharf
International 23.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Ex-Sicherheitsberater Bolton kritisiert Trumps Nordkorea-Kurs scharf

US National Security Advisor John Bolton attends a press conference in Moscow on June 27, 2018.
Russian President Vladimir Putin on Wednesday expressed hope that the visit to Moscow of US leader Donald Trump's national security advisor would help revive bilateral ties amid tensions between Moscow and the West. / AFP PHOTO / Yuri KADOBNOV

Ex-Sicherheitsberater Bolton kritisiert Trumps Nordkorea-Kurs scharf

US National Security Advisor John Bolton attends a press conference in Moscow on June 27, 2018. Russian President Vladimir Putin on Wednesday expressed hope that the visit to Moscow of US leader Donald Trump's national security advisor would help revive bilateral ties amid tensions between Moscow and the West. / AFP PHOTO / Yuri KADOBNOV
AFP
International 23.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Ex-Sicherheitsberater Bolton kritisiert Trumps Nordkorea-Kurs scharf

"Die Idee, dass wir irgendwie maximalen Druck auf Nordkorea ausüben, ist leider nicht wahr", so John Bolton dem Nachrichtenportal "Axios" gegenüber.

(dpa) - Im Atomkonflikt mit Nordkorea hat der frühere nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump den Kurs seines einstigen Chefs scharf kritisiert. "Wir sagen, dass es inakzeptabel ist, dass Nordkorea Atomwaffen erlangt, aber das ist an diesem Punkt mehr Rhetorik als echte Politik", schrieb John Bolton am Montag auf Twitter. Es bedürfe einer wirksameren Strategie, bevor Nordkorea über Technologie verfüge, mit der es Amerika bedrohen könne.

"Die Idee, dass wir irgendwie maximalen Druck auf Nordkorea ausüben, ist leider nicht wahr", sagte Bolton zudem dem Nachrichtenportal "Axios". Sollte Pjöngjang seine Drohung wahr machen und - wie es einige befürchten - einen neuen Atom- oder Raketentest durchführen, müsse die US-Regierung zugeben, sich mit Blick auf Nordkorea geirrt zu haben. In fast drei Jahren habe die US-Regierung "keine sichtbaren Fortschritte" dabei erzielt, das abgeschottete Land dazu zu bringen, die Entwicklung von Atomwaffen nicht weiter zu verfolgen.


(FILES) In this file photo taken on June 30, 2019 North Korea's leader Kim Jong Un and US President Donald Trump cross south of the Military Demarcation Line that divides North and South Korea, after Trump briefly stepped over to the northern side, in the Joint Security Area (JSA) of Panmunjom in the Demilitarized zone (DMZ). - President Donald Trump warned on December 8, 2019 that North Korea's Kim Jong Un had "everything" to lose through hostility towards the United States, after Pyongyang said it had carried out a major new weapons test (Photo by Brendan Smialowski / AFP)
Nordkorea trotzt Trumps Warnungen: "Leichtsinniger alter Mann"
"Weil er ein leichtsinniger und unberechenbarer alter Mann ist, wird die Zeit womöglich kommen, dass wir ihn (...) als "dementen Greis" bezeichnen", so der Vorsitzende des nordkoreanischen Asien-Pazifik-Friedenskomitees.

Weltweit gibt es Sorge, dass ein neuer Raketentest Nordkoreas möglicherweise unmittelbar bevorsteht. Die Führung in Pjöngjang hat mit einem "Weihnachtsgeschenk" gedroht, dessen Inhalt von neuen Vorschlägen der USA für Verhandlungen abhänge. Die Gespräche sind seit einem gescheiterten Gipfel im Februar in Vietnam nicht mehr vorangekommen.

Nordkorea hat den USA eine Frist bis Jahresende gesetzt, um Entgegenkommen zu zeigen. Trump lehnt Forderungen Pjöngjangs wie die Aufhebung internationaler Sanktionen allerdings ab. Seine Bemühungen, Nordkorea zur atomaren Abrüstung zu bewegen, blieben trotz dreier Treffen mit Machthaber Kim Jong Un und vieler warmer Worte erfolglos.

Der ehemalige US-Sicherheitsberater John Bolton mit Präsident Trump im Mai 2019.
Der ehemalige US-Sicherheitsberater John Bolton mit Präsident Trump im Mai 2019.
AFP

Bolton gilt außenpolitisch als Hardliner. Im September war er wegen Meinungsverschiedenheiten mit Trump entlassen worden. Besonders drastisch sollen die Differenzen zwischen den beiden laut US-Medien bei der Frage des richtigen Umgangs mit Nordkorea gewesen sein.


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HANDOUT - 16.10.2019, Nordkorea, ---: Dieses undatierte von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA am 16.10.2019 zur Verfügung gestellte Foto zeigt Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea, auf einem weißem Pferd auf dem schneebedeckten Berg Paektusan - dem höchsten Gipfel des Landes an der Grenze zu China. ACHTUNG: Das Foto wurde von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zur Verfügung gestellt. Sein Inhalt kann nicht eindeutig verifiziert werden. Foto: -/KCNA/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++