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Ex-Salafistenprediger Sven Lau auf Bewährung frei
Sven Lau vor seiner Verhaftung im Jahr 2015.

Ex-Salafistenprediger Sven Lau auf Bewährung frei

Foto: dpa/LW-Archiv
Sven Lau vor seiner Verhaftung im Jahr 2015.
International 16.05.2019

Ex-Salafistenprediger Sven Lau auf Bewährung frei

Der wegen Terrorbeihilfe zu fünf Jahren Haft verurteilte Deutsche Sven Lau kommt vorzeitig frei. Er hatte auch Kontakte in Luxemburg.

(dpa/mth) - Der ehemalige deutsche Salafistenprediger Sven Lau kommt auf Bewährung vorzeitig aus dem Gefängnis frei. Der zuständige Senat gehe davon aus, dass Lau keine Straftaten mehr begehe, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Oberlandesgerichts (OLG) am Donnerstag.


Sven Lau wurde am Dienstag festgenommen
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In Deutschland wurde am Dienstag der radikale Islamist Sven Lau festgenommen. Der bekannte Hassprediger hatte im November auch in Luxemburg für Aufsehen gesorgt.

Lau war im Juli 2017 als Terrorhelfer zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Nach Gerichtsangaben hat er davon inklusive der Untersuchungshaft zwei Drittel verbüßt. Der Generalbundesanwalt habe auf Rechtsmittel verzichtet.

Lau war vom OLG wegen der Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung schuldig gesprochen worden. Er habe die islamistische Miliz Jamwa unterstützt und dabei etwa in Syrien Islamisten als Kämpfer für den Dschihad vermittelt, befanden die Richter damals.

Das Oberlandesgericht hat nach eigenen Angaben vor seiner Entscheidung über die Haftentlassung unter anderem Stellungnahmen der Justizvollzugsanstalt sowie des Aussteigerprogramms für Islamisten eingeholt. Demnach sei davon auszugehen, dass „Sven Lau nach der mehrjährigen Haft künftig keine Straftaten mehr begehen wird. Von seiner ursprünglichen radikal-islamischen Haltung hat er sich deutlich distanziert.“


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Ende November 2015 hatten Mitglieder der luxemburgischen Vereinigung „Dawah Lux“ auf Facebook eine Einladung zu einem Seminar veröffentlicht, zu welchem neben Sven Lau auch der bekannte Salafist Erol Selmani eingeladen war. Die Einladung wurde wenig später aus dem Netz genommen, das Seminar fand offenbar nie statt.


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