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Ex-Justizminister Jeff Sessions kandidiert für US-Senat
International 08.11.2019

Ex-Justizminister Jeff Sessions kandidiert für US-Senat

Jeff Sessions kandidiert in Alabama.

Ex-Justizminister Jeff Sessions kandidiert für US-Senat

Jeff Sessions kandidiert in Alabama.
Foto: AFP
International 08.11.2019

Ex-Justizminister Jeff Sessions kandidiert für US-Senat

Der frühere Justizminister Jeff Sessions, der vor einem Jahr auf drängen des Präsidenten sein Amt geräumt hat, tritt nun bei der Senatswahl in Alabama an.

(dpa/SC) - Der geschasste US-Justizminister Jeff Sessions versucht sein Comeback in Washington. Der von US-Präsident Donald Trump vor einem Jahr aus dem Amt gedrängte Republikaner kündigte in der Nacht zu Freitag (Ortszeit) auf Twitter an, er kandidiere für einen Senatssitz in Alabama.

Sessions war früher bereits Senator dieses Bundesstaates. In einem Video sagte der 72-Jährige nun, Trump habe seine "volle Unterstützung".

Schon bevor Sessions Justizminister wurde, gehörte der streng konservative Republikaner dem US-Senat an. Anfang 2017 holte ihn Trump dann in sein Kabinett. Im Präsidentschaftswahlkampf 2016 zählte Sessions noch zu den ersten und entschiedensten Unterstützern des späteren Wahlsiegers. Im Umgang mit den Russland-Ermittlungen gegen Trump kam es dann zum Zerwürfnis. Der Präsident hätte sich gewünscht, dass ihn sein Justizminister vor den Untersuchungen schützt.

Als oberster Chefankläger wäre Sessions auch eigentlich für die Aufsicht über die Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller zuständig gewesen. Sessions erklärte sich allerdings für befangen und übergab diese Aufgabe an seinen Stellvertreter Rod Rosenstein, ein Schritt, den ihm Trump übelnahm.

Der damalige US-Justizminister Jeff Sessions wurde vor rund einem Jahr von Präsident Trump aus dem Amt gedrängt. Nun tritt er im Rennen um den Senatssitz in Alabama an.
Der damalige US-Justizminister Jeff Sessions wurde vor rund einem Jahr von Präsident Trump aus dem Amt gedrängt. Nun tritt er im Rennen um den Senatssitz in Alabama an.
Foto: AFP

In seinem Video für die Kandidatur für den US-Senat drückte Sessions nun seine Loyalität zum Präsidenten aus. Nach seinem Weggang aus dem Kabinett habe er Trump nie attackiert, sagte Sessions. So etwas wäre "unehrenhaft" gewesen.

In den letzten fünf Monaten war Trumps Zustimmungsrate in dem Südstaat so hoch wie sonst nirgends: Eine "Morning Consult"-Umfrage bescheinigte dem Präsidenten 59 Prozent Zustimmung in Alabama.


(FILES) In this file photo taken on February 9, 2017, US President Donald Trump speaks alongside US Attorney General Jeff Sessions after Sessions was sworn in as Attorney General in the Oval Office of the White House in Washington, DC. - Sessions said he was resigning on November 7, 2018 at the request of US President Donald Trump in a move that raises questions over the future of the probe into Trump's alleged collusion with Russia. "At your request I am submitting my resignation," Sessions wrote in his letter to Trump. (Photo by SAUL LOEB / AFP)
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Sonderermittler Mueller hatte etwa zwei Jahre lang untersucht, ob Trumps Wahlkampfteam geheime Absprachen mit Vertretern Russlands traf. Auch ging es darum, ob Trump später, als er schon US-Präsident war, die Ermittlungen der Justiz dazu behinderte. Hintergrund der Ermittlungen war die mutmaßliche Einmischung Moskaus in den US-Präsidentenwahlkampf 2016.

Im Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump wird der Senat in den kommenden Monaten eine überaus wichtige Rolle einnehmen: Die Entscheidung, ob der Präsident seines Amtes enthoben wird, wird letztendlich vom Senat getroffen. Zurzeit haben die Republikaner im US-Senat die Mehrheit.


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(FILES) In this file photo taken on February 22, 2018 US Attorney General Jeff Sessions attends a meeting with US President Donald Trump with state and local officials on school safety in the Roosevelt Room of the White House in Washington, DC. - US Attorney General Jeff Sessions lashed back at increasing political pressure on him from President Donald Trump on August 23, 2018, declaring the Department of Justice would not bow to politics. (Photo by MANDEL NGAN / AFP)
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