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Ex-Bandmitglied von In Extremo stirbt nach Corona-Demo
International 1 26.01.2022
Brandenburg

Ex-Bandmitglied von In Extremo stirbt nach Corona-Demo

Boris Pfeiffer mit In Extremo bei "Rock im Park" 2014 in Nürnberg.
Brandenburg

Ex-Bandmitglied von In Extremo stirbt nach Corona-Demo

Boris Pfeiffer mit In Extremo bei "Rock im Park" 2014 in Nürnberg.
Foto: picture alliance / dpa
International 1 26.01.2022
Brandenburg

Ex-Bandmitglied von In Extremo stirbt nach Corona-Demo

Tom RÜDELL
Tom RÜDELL
Der deutsche Dudelsackspieler Boris Pfeiffer ist tot. Er starb am Montag am Rande einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen. Der Fall sorgt für Aufsehen in der deutschen Szene.

Am Rande einer unangemeldeten Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen und eine mögliche Impfpflicht im brandenburgischen Wandlitz ist es am Montag zu einem Todesfall gekommen. Am Mittwoch wurde bekannt, dass es sich bei dem Toten um den Heavy-Metal-Musiker Boris „Yellow“ Pfeiffer handelt. 

Pfeiffer war 24 Jahre lang Mitglied der erfolgreichen deutschen Mittelalter-Rockband In Extremo, wo er Dudelsack und Drehleier spielte. Der 53-Jährige hatte bei der Demo am Montag offenbar versucht, eine Polizeikette zu durchbrechen, wonach die Polizei seine Personalien aufnahm. Kurz darauf brach er auf dem Weg zu seinem Auto zusammen und verstarb wenig später im Krankenhaus. Eine Obduktion wurde angeordnet. Die Polizei ermittelt auch zum Hergang.


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Pfeiffer und In Extremo hatten sich im Mai nach mehr als zwei Jahrzehnten getrennt. „Lebensumstände, Sichtweisen und Prioritäten“ hätten sich geändert, so das offizielle Statement. Auch ohne offizielle Bestätigung seitens der Band war Szene-Insidern klar, dass Pfeiffer Impfgegner und Verschwörungstheoretiker war und diese Entwicklung der Trennung zugrunde lag. 

Der tragische Zwischenfall in Wandlitz war am Dienstag in mehreren rechten Telegram-Gruppen instrumentalisiert worden, es wurden Videos gepostet, mit denen Pfeiffers Tod mit Polizeigewalt in Verbindung gebracht werden soll. Die Brandenburger Polizei hat jedoch klargestellt, dass es sich bei den geteilten Bildern um einen anderen Zwischenfall aus einer anderen Ortschaft handelt.

 Laut Polizeibericht sei Pfeiffer ohne Widerstand angehalten worden und habe danach ungehindert seinen Weg fortgesetzt. Polizeikräfte hätten nach seinem Zusammenbruch Erste Hilfe geleistet.

In Extremo zeigten sich in einem ersten Statement auf Facebook betroffen:  „Bestürzt und mit Bedauern haben wir vom Tod unseres langjährigen Weggefährten Boris erfahren“, heißt es da. „24 Jahre gemeinsam auf der Bühne waren mehr als nur ein Moment.“   

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