Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Europarat kritisiert FIFA-Machenschaften: Brasseur-Bericht angenommen
Anne Brasseur (DP) spart nicht mit Kritik am Fußballweltverband.

Europarat kritisiert FIFA-Machenschaften: Brasseur-Bericht angenommen

Chris Karaba
Anne Brasseur (DP) spart nicht mit Kritik am Fußballweltverband.
International 24.01.2018

Europarat kritisiert FIFA-Machenschaften: Brasseur-Bericht angenommen

Marc SCHLAMMES
Marc SCHLAMMES
Mit deutlicher Mehrheit hat der Europarat einen FIFA-Bericht von Anne Brasseur angenommen. Darin kritisiert die luxemburgische Abgeordnete den undurchsichtigen Führungsstil beim Fußballweltverband.

(dpa) - Im Kampf gegen Korruption im Spitzensport wollen die Abgeordneten des Europarats internationale Verbände wie FIFA und UEFA unter externe Kontrolle stellen. Einer entsprechenden Resolution stimmte die Parlamentarische Versammlung in Straßburg zu. Ein neues Kontrollgremium solle darüber wachen, dass ethische Grundsätze eingehalten werden und Wahlen zu wichtigen Posten „integer“ ablaufen.

In der Kritik:  FIFA-Boss Gianni Infantino.
In der Kritik: FIFA-Boss Gianni Infantino.
AFP

Die Parlamentarier aus den 47 Mitgliedstaaten forderten, die Europäische Union solle die Einrichtung einer solchen Stelle vorantreiben,  in Zusammenarbeit mit dem Fußballweltverband (FIFA), der Europäischen Fußballunion (UEFA) und dem Internationalen Olympischen Komitee.

Dem Beschluss vorangegangen war ein FIFA-kritischer Bericht der luxemburgischen Abgeordneten Anne Brasseur. Sie prangert darin den Führungsstil von FIFA-Präsident Gianni Infantino an. Zum Beispiel entscheide faktisch er allein über die Besetzung von Schlüsselposten.

Die Wetfußball-Verband steht ohnehin unter anderem wegen der Vergabe der beiden kommenden Fußball-Weltmeisterschaften in Russland und Katar in der Kritik. Menschenrechtsorganisationen beklagen, dass in beiden Ländern Arbeiter beim Bau der Stadien ausgebeutet würden.