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Europaparlament für Handelsabkommen mit Großbritannien
International 07.03.2018

Europaparlament für Handelsabkommen mit Großbritannien

Europaparlament für Handelsabkommen mit Großbritannien

Yui Mok/Press Association/dpa
International 07.03.2018

Europaparlament für Handelsabkommen mit Großbritannien

Auch das Europaparlament erwartet nach dem Brexit nur ein herkömmliches Handelsabkommen mit Großbritannien.

(dpa) - Auch das Europaparlament erwartet nach dem Brexit nur ein herkömmliches Handelsabkommen mit Großbritannien. Die von der britischen Regierung gewünschten Einzelregelungen für bestimmte Wirtschaftszweige im Binnenmarkt seien nicht möglich, heißt es im Entwurf einer Parlamentsresolution, der am Mittwoch von den großen Fraktionen vorgelegt wurde.


ARCHIV - 21.06.2017, Großbritannien, London: ein Demonstrant hält ein Schild mit einem Bild von PRemierministerin May und der Aufschrift «You can't trust her» auf einer Demonstration im Rahmen der Queen's speech. (zu dpa «EU-Experten bescheinigen May «doppeltes Rosinenpicken» bei Brexit» vom 07.03.2018) Foto: Stefan Rousseau/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Brüssel widerspricht London, was Handelsabkommen betrifft
Am Freitag machte die britische Premierministerin Theresa May den Aufschlag und sagte, wie sie sich die künftigen Beziehungen zur EU vorstellt. Die EU will da nicht mitmachen.

Sie stellen sich damit hinter die Position von EU-Ratspräsident Donald Tusk. In dem Resolutionsentwurf heißt es, es wäre das Beste für beide Seiten, wenn Großbritannien im EU-Binnenmarkt und in der Zollunion bliebe. Nur dies erlaube wirklich reibungslosen Handel und den Erhalt aller Vorteile in den Wirtschaftsbeziehungen. Man nehme aber den Wunsch Londons zur Kenntnis, beides zu verlassen. Damit bleibe nur ein Handelsabkommen, ergänzt um Abmachungen in anderen Politikfeldern wie Sicherheit, Außenpolitik oder Verteidigung.


Premierminister Xavier Bettel zusammen mit seinem irischen Amtskollegen Leo Varadkar bei der gemeinsamen Pressekonferenz.
Premier Bettel in Dublin: Zwei kleine Länder mit gleichen Interessen
In der irischen Hauptstadt traf Premier Xavier Bettel zuerst mit Wirtschaftsvertretern zusammen. Anschließend stand ein Besuch beim irischen Regierungschef Leo Varadkar auf dem Programm.

Wieder Zollkontrollen

Ein Handelsvertrag werde nur begrenzten Zugang für Dienstleistungen gewähren, heißt es weiter. Großbritannien werde sogenannte Passporting-Rechte für Finanzdienstleister und das Recht auf Gründung von EU-Filialen unter britischem Recht verlieren. Nach der jetzigen Position Großbritanniens werde es auch wieder Zollkontrollen an den Grenzen geben müssen, was globale Lieferketten behindern werde, selbst wenn keine Zölle erhoben werden.


British Prime Minister Theresa May gives a speech on Brexit at Mansion House in London on March 2, 2018.
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Trotz Angebot von Juncker: May schließt zweites Brexit-Referendum aus
Juncker und Tusk halten May die Tür für einen Exit vom Brexit offen. In Umfragen hat der EU-Ausstieg auch in Großbritannien an Zustimmung verloren. May zeigt sich von all dem jedoch weiter unbeeindruckt.

Der Brexit-Beauftragte des Parlaments, Guy Verhofstadt, sprach von einer drohenden Blockade in den Verhandlungen mit Großbritannien, das andere Vorstellungen präsentiert hat. Die britische Regierung solle deshalb ernsthaft den Vorschlag eines Assoziierungs-Abkommens prüfen. „Ich bin überzeugt, dass dies sowohl der EU als auch Großbritannien erlauben wird, eine tiefe und andauernde Partnerschaft für die Zukunft zu erreichen“, meinte Verhofstadt.


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