Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Europa gedenkt der Terror-Opfer von Brüssel
International 22.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Europa gedenkt der Terror-Opfer von Brüssel

Offizielle nehmen an einer Gedenkzeremonie am Denkmal für die Terroropfer teil.

Europa gedenkt der Terror-Opfer von Brüssel

Offizielle nehmen an einer Gedenkzeremonie am Denkmal für die Terroropfer teil.
Foto: Nicolas Maeterlinck/BELGA/dpa
International 22.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Europa gedenkt der Terror-Opfer von Brüssel

Auf den Tag genau zwei Jahre nach den Anschlägen von Brüssel fanden am Flughafen Zaventem und an der U-Bahn-Station Maelbeek Gedenkzeremonien statt.

(dpa) - Zwei Jahre nach den Terroranschlägen von Brüssel hat die Stadt der Ereignisse mit Dutzenden Toten gedacht. Premierminister Charles Michel sowie Opfer und Angehörige hielten am Flughafen der belgischen Hauptstadt sowie in der Metrostation Maelbeek Gedenkzeremonien ab, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete. Vor zwei Jahren waren dort bei mehreren Explosionen 35 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt worden. Unter den Toten waren auch drei islamistische Attentäter.

Im Brüsseler Flughafen spielten sich nach den Explosionen vor zwei Jahren kriegsähnliche Szenen ab.
Im Brüsseler Flughafen spielten sich nach den Explosionen vor zwei Jahren kriegsähnliche Szenen ab.
Foto: AFP/LW-Archiv

Opfervertreter erhoben nach der Flughafen-Zeremonie erneut schwere Vorwürfe gegen die belgische Regierung. Sie beklagten, dass die anwesenden Regierungsmitglieder sie nicht einmal gegrüßt hätten. „Das sind die Angehörigen der Opfer. Es sind jene, die verletzt worden sind“, sagte Guillaume Denoix de Saint Marc, Gründer der französischen Opferorganisation AfVT, laut Belga. Zudem bedauerte er, dass die Schweigeminute nicht am gesamten Flughafen abgehalten worden sei. Seit den Anschlägen hatte es immer wieder Kritik am Verhalten der belgischen Regierung in der Sache gegeben.


Ein Verletzter wird aus der Metrostation Maelbeek geborgen.
Die Chronologie des Terrors
Bei Terroranschlägen in Brüssel werden am Dienstag etwa 30 Menschen getötet und rund 230 weitere verletzt. Ab 08.00 Uhr überschlagen sich die Ereignisse. Lesen Sie hier eine chronologische Zusammenfassung.

Europäische Spitzenpolitiker haben auch  vor Beginn des EU-Gipfels an die schweren Terroranschläge erinnert. Mehrere Staats- und Regierungschefs wie der französische Präsident Emmanuel Macron, die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras trugen weiße Schleifen mit dem Datum des 22.03.2016 am Revers. Auch EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und Ratspräsident Donald Tusk gedachten so der Opfer.

Damals hatten islamistische Selbstmordattentäter Anschläge am Brüsseler Flughafen sowie in der Metrostation Maelbeek verübt. 35 Menschen starben, mehr als 300 wurden verletzt. Unter den Toten waren auch drei Attentäter. 


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Attentate von Brüssel und Paris
Die Suche nach dem Mann, dessen Bomben bei den Anschlägen von Paris und Brüssel zum Einsatz kamen, hat offiziell begonnen.
Der 30-jährige Yassine A. stehe im Verdacht, an terroristischen Attentaten beteiligt und Anführer in einer terroristischen Vereinigung gewesen zu sein, so die belgischen Behörden.
Der verdächtige Mann wurde bereits am Mittwoch festgenommen.
Belgien gedenkt am Mittwoch der tödlichen Terroranschläge in Brüssel vor einem Jahr. König Philippe besucht am Morgen die Orte der Attentate am Flughafen und in der U-Bahn-Station Maelbeek in Brüssel und enthüllt Denkmale für die Opfer.
Employees pause to look at a wreath and flowers placed at Brussels' international airport in Zaventem during a memorial ceremony to mark the first anniversary of the twin Brussels attacks by Islamic extremists on March 22, 2017.
Belgium marks the first anniversary of the Islamic State bombings in Brussels, one at the airport and the other in the metro, in which 32 people were killed and more than 320 wounded with ceremonies showing that the heart of Europe stands defiant. / AFP PHOTO / Emmanuel DUNAND
Noch ist unklar, ob die belgische Ermittler tatsächlich die beiden Begleitern der Selbstmordattentäter von Brüssel erwischt habe. Die Behörden bleiben zurückhaltend, und melden noch eine weitere Festnahme.
Unklar war zunächst, ob ein Großeinsatz der Polizei im Brüsseler Stadtteil Etterbeek am Samstag ebenfalls im Zusammenhang mit den Anti-Terror-Ermittlungen stand. Wie Augenzeugen dem Sender RTBF sagten, waren rund 50 Beamte im Einsatz.
Neues IS-Video aufgetaucht
Der IS hat sich in einem Video erneut zu den Attacken am Dienstag in Brüssel bekannt. Es heißt, die Attentate seinen "ein Vorgeschmack" gewesen. Das belgische Krisenzentrum hat unterdessen die Zahl der Terroropfer auf 28 korrigiert.
Flowers and candles are layed in a makeshift memorial on the Place de la Bourse (Beursplein) in central Brussels, on March 27, 2016, in tribute to the victims of the coordinated terror attacks in the city claimed by the Islamic state group (IS) on March 22, in which 31 people were killed and over 300 injured.
Belgians gathered on March 27 in solidarity and defiance in central Brussels to remember victims of the country's worst-ever terror attacks as prosecutors charged a second man over a foiled attack in France.
 / AFP PHOTO / Belga / NICOLAS MAETERLINCK / Belgium OUT
Live-Ticker zum Terror in Brüssel
Belgien steht unter Schock, auch wenn das Leben wieder halbwegs funktioniert. Terrorstufe 4 gilt weiter. Drei Terroristen sind mittlerweile identifiziert: Die Brüder El Bakraoui und der bereits mehrere Tage gesuchte Najim Laacharoui sollen für die Attentate verantwortlich sein. Nach einem dritten Mann auf einem Fahndungsfoto wird weiter gesucht.
Brussels airport workers and their relatives hold candles as they pay tribute to the victims of Brussels triple attacks near the airport in Zaventem on March 23, 2016, a day after triple bomb attacks at the Brussels airport and at a subway train station killed 31 people and wounded more than 200.
World leaders united in condemning the carnage in Brussels and vowed to combat terrorism, after Islamic State bombers attacked the symbolic heart of the EU. / AFP PHOTO / PHILIPPE HUGUEN
Attentate in Brüssel
Bei Terroranschlägen in Brüssel werden am Dienstag etwa 30 Menschen getötet und rund 230 weitere verletzt. Ab 08.00 Uhr überschlagen sich die Ereignisse. Lesen Sie hier eine chronologische Zusammenfassung.
Ein Verletzter wird aus der Metrostation Maelbeek geborgen.