Europa gedenkt der Terror-Opfer von Brüssel
(dpa) - Zwei Jahre nach den Terroranschlägen von Brüssel hat die Stadt der Ereignisse mit Dutzenden Toten gedacht. Premierminister Charles Michel sowie Opfer und Angehörige hielten am Flughafen der belgischen Hauptstadt sowie in der Metrostation Maelbeek Gedenkzeremonien ab, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete. Vor zwei Jahren waren dort bei mehreren Explosionen 35 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt worden. Unter den Toten waren auch drei islamistische Attentäter.
Opfervertreter erhoben nach der Flughafen-Zeremonie erneut schwere Vorwürfe gegen die belgische Regierung. Sie beklagten, dass die anwesenden Regierungsmitglieder sie nicht einmal gegrüßt hätten. „Das sind die Angehörigen der Opfer. Es sind jene, die verletzt worden sind“, sagte Guillaume Denoix de Saint Marc, Gründer der französischen Opferorganisation AfVT, laut Belga. Zudem bedauerte er, dass die Schweigeminute nicht am gesamten Flughafen abgehalten worden sei. Seit den Anschlägen hatte es immer wieder Kritik am Verhalten der belgischen Regierung in der Sache gegeben.
Europäische Spitzenpolitiker haben auch vor Beginn des EU-Gipfels an die schweren Terroranschläge erinnert. Mehrere Staats- und Regierungschefs wie der französische Präsident Emmanuel Macron, die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras trugen weiße Schleifen mit dem Datum des 22.03.2016 am Revers. Auch EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und Ratspräsident Donald Tusk gedachten so der Opfer.
Damals hatten islamistische Selbstmordattentäter Anschläge am Brüsseler Flughafen sowie in der Metrostation Maelbeek verübt. 35 Menschen starben, mehr als 300 wurden verletzt. Unter den Toten waren auch drei Attentäter.