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Euro-Krise treibt Arbeitslosigkeit auf neuen Rekord
International 2 Min. 01.10.2012

Euro-Krise treibt Arbeitslosigkeit auf neuen Rekord

Im August kletterte die Zahl der Menschen in Europa ohne Job auf den Höchststand von 18,2 Millionen.

Euro-Krise treibt Arbeitslosigkeit auf neuen Rekord

Im August kletterte die Zahl der Menschen in Europa ohne Job auf den Höchststand von 18,2 Millionen.
Symbolfoto: dpa
International 2 Min. 01.10.2012

Euro-Krise treibt Arbeitslosigkeit auf neuen Rekord

Die Euro-Schuldenkrise schlägt voll auf den Arbeitsmarkt durch. Im August hat die Arbeitslosigkeit in den 17 Euro-Ländern einen neuen Rekord erreicht. 18,2 Millionen Menschen waren ohne Job - so viele wie noch nie seit Einführung des Euro.

(dpa/CBu) - Die Euro-Schuldenkrise schlägt voll auf den Arbeitsmarkt durch. Im August hat die Arbeitslosigkeit in den 17 Euro-Ländern einen neuen Rekord erreicht. 18,2 Millionen Menschen waren ohne Job - so viele wie noch nie seit der Einführung des Euro.

Das entsprach einer Quote von 11,4 Prozent, wie das Europäische Statistikamt Eurostat in Luxemburg mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat Juli wurden 34 000 mehr Arbeitslose gezählt; gegenüber dem Vorjahr war es ein Anstieg von mehr als zwei Millionen.

In der EU kletterten im August die Arbeitslosenzahlen weiter. In den 27 EU-Ländern waren 25,5 Millionen Menschen ohne Job, das entsprach einer Quote von 10,5 Prozent. Besonders betroffen sind Jugendliche: 5,5 Millionen junge Menschen unter 25 Jahren waren in der EU ohne Arbeit (Euro-Raum: 3,4 Millionen) - eine Quote von 22,7 (Euro-Raum: 22,8) Prozent.

Angespannte Lage in südeuropäischen Staaten

Zwanzig EU-Mitgliedstaaten verzeichneten innerhalb eines Jahres einen Anstieg der Arbeitslosenquote. In nur sechs Staaten wurde ein Rückgang der Quote verzeichnet, darunter allen voran die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen. Im Vereinigten Königreich blieb die Quote stabil.

Seit mehr als einem Jahr steigt die Arbeitslosigkeit in der EU stetig an. Besonders angespannt ist die Lage in den südeuropäischen Mitgliedstaaten Spanien, Griechenland, Portugal und Zypern. Auftragsverluste, Firmenpleiten und Entlassungen belasten dort den Arbeitsmarkt.

In Spanien ist jeder Vierte ohne Arbeit (25,1 Prozent), in Griechenland inzwischen ebenfalls fast jeder Vierte (24,4 Prozent). Portugal (15,9 Prozent) verzeichnete ebenso wie Griechenland, Spanien und Zypern binnen Jahresfrist die höchsten Zuwächse.  Italien liegt mit einer Quote von 10,7 Prozent im Mittelfeld.

Luxemburg mit zweitniedrigster Quote

In Luxemburg ist die Lage im europäischen Vergleich deutlich entspannter. Nach Österreich (4,5 Prozent) verzeichnet das Großherzogtum mit 5,2 Prozent und einem leichten Anstieg um 0,1 Prozent die zweitniedrigste Quote in der EU. Weitere Staaten mit vergleichsweise niedrigen Arbeitslosenquoten sind die Niederlande (5,3 Prozent) und Deutschland (5,5 Prozent).

Hohe Arbeitslosenzahlen bremsen direkt die Konjunktur. Wenn die Menschen weniger Geld verdienen, können sie weniger kaufen, wodurch der private Konsum - eine wesentliche Stütze des Wirtschaftswachstums - einbricht.

Mitteilung Eurostat