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EU stimmt für Verbot von Strohhalmen & Co.
International 24.10.2018 Aus unserem online-Archiv

EU stimmt für Verbot von Strohhalmen & Co.

EU stimmt für Verbot von Strohhalmen & Co.

Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp
International 24.10.2018 Aus unserem online-Archiv

EU stimmt für Verbot von Strohhalmen & Co.

Plastikteller, dünne Plastiktüten, Strohhalme und andere Wegwerfprodukte aus Kunststoff sollen bald der Vergangenheit angehören, zumindest nach Meinung des EU-Parlaments.

(dpa) - Zum Schutz der Meere sollen Plastikteller, dünne Plastiktüten, Strohhalme und andere Kunststoff-Wegwerfprodukte nach dem Willen des Europaparlaments verboten werden. Die Abgeordneten stimmten in Straßburg am Mittwoch mit großer Mehrheit für einen entsprechenden Richtlinienentwurf. Darin fordern die Parlamentarier außerdem, dass die Mitgliedstaaten den Verbrauch bestimmter anderer Einweg-Produkte wie Plastikbecher bis 2025 um ein Viertel senken müssen - etwa über Preiserhöhungen oder Werbung für Alternativen.


20.03.2018, Spanien, Mallorca, Palma: Alice Mason von der Umweltorganisation "Ondine Baleares" zeigt Reste von Wattestäbchen, einer Spritze und eines Einmalrasierers, die sie in kurzer Zeit am Strand in der Bucht von Palma zwischen Müll und sanitären Abfällen gefunden hat. Bei Regen sind die Klärwerke von Palma schnell überfordert und ungeklärte Abwässer der Balearenhauptstadt fließen direkt ins Meer. Der Müll schwemmt dann an die Strände und mischt sich mit dem Neptungras (Posidonia oceanica) im Sand. (zu dpa "Ein Bad in der Brühe: Mallorca, Meer und Müll" vom 31.05.2018) Foto: Bodo Marks/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Zum Schutz der Weltmeere vor Plastikmüll will die EU Wattestäbchen, Strohhalme und andere Wegwerf-Produkte aus Kunststoff verbieten. Was denken Sie darüber?

Nachdem nun das Parlament eine gemeinsame Linie gefunden hat, muss ein Kompromiss mit den Mitgliedstaaten gefunden werden. Wird, wie geplant, eine Einigung im kommenden Jahr erzielt, müssten die Staaten die neuen Regeln bis 2021 umsetzen. Die EU-Kommission hatte im Mai einen Vorschlag zur Eindämmung von Plastikmüll vorgelegt. Die EU-Abgeordneten verschärften diese Ideen nun zum Teil - etwa mit den verbindlichen Reduktionszielen und mit einer längeren Liste von verbotenen Plastikprodukten.

Ziel des EU-Vorstoßes ist es, die Plastikmassen in den Meeren einzudämmen. Laut EU-Parlament macht Plastik weltweit drei Viertel des Mülls in den Ozeanen aus. In der EU stellen demnach weggeschmissene Einwegprodukte aus Kunststoff etwa die Hälfte des an den Stränden gefundenen Mülls.


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