Wählen Sie Ihre Nachrichten​

EU-Ratspräsidentschaft zur Flüchtlingskrise: "Mehr Zusagen erforderlich"
International 09.07.2015

EU-Ratspräsidentschaft zur Flüchtlingskrise: "Mehr Zusagen erforderlich"

Seit Beginn 2015 sind mehr als 100.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa geflohen.

EU-Ratspräsidentschaft zur Flüchtlingskrise: "Mehr Zusagen erforderlich"

Seit Beginn 2015 sind mehr als 100.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa geflohen.
Foto: AFP
International 09.07.2015

EU-Ratspräsidentschaft zur Flüchtlingskrise: "Mehr Zusagen erforderlich"

Die EU-Innenminister versuchen am Donnerstag in Luxemburg im Streit über die Umverteilung von 60.000 Flüchtlingen eine Lösung zu finden. Die derzeitigen Zusagen reichen nicht aus, sagt der luxemburgische EU-Vorsitz.

(ml/dpa) - Die Umverteilung von 40 000 Flüchtlingen innerhalb der EU steht am Donnerstag im Mittelpunkt eines Treffens der EU-Innenminister in Luxemburg. Das Thema ist seit Monaten umstritten. Beim EU-Gipfel konnten sich die Staaten zuletzt nicht auf verpflichtende Quoten zur Verteilung einigen.

Stattdessen vereinbarten die Staaten, auf freiwilliger Basis Migranten aufzunehmen, um Italien und Griechenland zu entlasten. Die Verhandlungen dürften schwierig werden. Nach dem Verteilungsschlüssel, der von der EU vorgesehen war, hätte Luxemburg um die 500 Flüchtlinge aufnehmen müssen.

Der Zeitung "Die Welt" liegt ein Arbeitspapier der luxemburgischen EU-Ratspräsidentschaft vor. "Die Präsidentschaft erwartet in den kommenden Tagen von den Mitgliedsländern neue Zusagen, die ambitionierter sind als bisher", heißt es in dem Dokument. Die Entwicklung der Flüchtlingszahlen sei "dramatisch".

Von den Mitgliedsländern wird eine "begrenzte Anstrengung zur Lastenverteilung erwartet." Europa müsse seine Werte in Taten umsetzen und zeigen, dass man in der Lage sei, "in einer so wichtigen Frage zu liefern". Seit Jahresbeginn haben hierzulande insgesamt 544 Personen einen Antrag auf Asyl gestellt. Das sind 92 Asylbewerber mehr als im vergangenen Jahr in dem gleichen Zeitraum. Diese Zahlen teilte die Einwanderungsbehörde am Dienstag mit.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Außenminister Jean Asselborn: "Wir nähern uns dem Ziel"
Die Flüchtlingsfrage ist die große Herausforderung der EU-Ratspräsidentschaft Luxemburgs. Doch nicht alle Staaten zeigen sich engagiert. Auch am Donnerstag wurde kein konkreter Kompromiss zur Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU gefunden.
EU-Staaten uneins über Flüchtlings-Umverteilung
Immer mehr Bootsflüchtlinge kommen über das Mittelmeer nach Europa. Italien und Griechenland sind überfordert. Die EU-Kommission will die Flüchtlinge verteilen - doch viele EU-Staaten sind dagegen. Eine Entscheidung der EU-Innenminister ist nicht zu erwarten.
Ein Flüchtlings-Mädchen in Mailand: Die EU will die Flüchtlinge nach einem festen Schlüssel verteilen.
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.