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EU-Länder helfen bei Grenzblockade
International 1 04.03.2016 Aus unserem online-Archiv
Flüchtlingsdrama in Idomeni

EU-Länder helfen bei Grenzblockade

International 1 04.03.2016 Aus unserem online-Archiv
Flüchtlingsdrama in Idomeni

EU-Länder helfen bei Grenzblockade

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Dramatische Szenen spielen sich tagtäglich an der griechisch-mazedonischen Grenze ab. Inzwischen helfen viele EU-Mitglieder, den Übergang noch besser vor Flüchtlingen zu sichern.

(dpa/TJ) - EU-Ratspräsident Donald Tusk hat bei seiner Balkanreise in den vergangenen Tagen wieder und wieder nationale Alleingänge in der Flüchtlingsfrage kritisiert und hatte vor allem die Grenzsperren in Mazedonien im Blick. Für Aufsehen hatte auch sein Aufruf an potenzielle Wirtschaftsflüchtlinge, nicht mehr nach Europa zu kommen, gesorgt. Inzwischen helfen viele EU-Mitglieder, diese Grenze nach Griechenland noch besser vor Flüchtlingen zu sichern.

Dramatische Szenen mit verzweifelten Flüchtlingen spielen sich tagtäglich ab. Menschen, die teilweise lebensgefährliche Bootsreisen hinter sich haben und ein Vermögen an Schlepper gezahlt haben, wollen und können sich nicht damit abfinden, dass für sie an der Grenze zu Mazedonien Endstation ihrer Reise sein soll.

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Polizeiwagen aus Tschechien, der Slowakei und Ungarn gehören inzwischen zum Straßenbild der mazedonischen Grenzstadt Gevgelija. An dem schmalen Tor im Grenzzaun, das für die Flüchtlinge die Weiterreise in Richtung Österreich und vor allem Deutschland bedeutet, nehmen Polizisten aus Kroatien und Slowenien die Papiere entgegen, berichtete ein dpa-Reporter.

Am vergangenen Mittwoch war es am Grenzzaun zu dramatischen Szenen gekommen, als der slowakische Regierungschef Robert Fico Polizisten seines Landes besuchte. Während er sich gegenüber der Presse äußerte, flehten ihn auf der anderen Seite des Zauns Flüchtlinge an, sie weiter auf der Balkanroute durchzulassen. „Ich bin ein Mensch, der alle möglichen Schrecken gesehen hat“, zeigte er sich unbeeindruckt: „Das hier ist nichts Entsetzliches, das ist eine Gefahr“.

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Tausende Flüchtlinge sitzen derzeit in Griechenland fest. Die Lage an der Grenze zu Mazedonien ist dramatisch. Am Donnerstag blockierten Hunderte Menschen die Schienen nahe der Grenzstadt Idomeni.
A migrant boy stands next to the riot police as other migrants block the railway track at the Greek-Macedonian border, near the village of Idomeni, Greece March 3, 2016. REUTERS/Marko Djurica
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A mother and her baby rest at the Victoria square in Athens, on February 26, 2016, where hundreds of migrants and refugees, mainly Afghan, stay temporarily.
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 / AFP / LOUISA GOULIAMAKI
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Migrants stand next to a border fence at the Greek-Macedonian border, after additional passage restrictions imposed by Macedonian authorities left hundreds of them stranded near the village of Idomeni, Greece, February 23, 2016. The picture was taken from the Macedonian side of the border. REUTERS/Marko Djurica
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