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EU-Kommission: Mitte März Plan für „grünen Pass“ für Geimpfte
International 2 Min. 01.03.2021 Aus unserem online-Archiv

EU-Kommission: Mitte März Plan für „grünen Pass“ für Geimpfte

In Israel gibt es den sogenannten "Grünen Pass" bereits abgebildet ist. In einem Versuch, aus den Corona-Maßnahmen zur Normalität zurückzukehren, hat die israelische Regierung damit begonnen, Zertifikate an Menschen auszugeben, die vollständig geimpft sind.

EU-Kommission: Mitte März Plan für „grünen Pass“ für Geimpfte

In Israel gibt es den sogenannten "Grünen Pass" bereits abgebildet ist. In einem Versuch, aus den Corona-Maßnahmen zur Normalität zurückzukehren, hat die israelische Regierung damit begonnen, Zertifikate an Menschen auszugeben, die vollständig geimpft sind.
Foto: Ilia Yefimovich/dpa
International 2 Min. 01.03.2021 Aus unserem online-Archiv

EU-Kommission: Mitte März Plan für „grünen Pass“ für Geimpfte

Wer immun gegen Corona ist, soll das künftig überall in Europa schnell und fälschungssicher nachweisen können. Negative Tests könnten ebenfalls vermerkt sein.

(dpa) - Die EU-Kommission will am 17. März den Gesetzentwurf für einen „digitalen grünen Pass“ vorlegen, der Corona-Impfungen, Covid-Erkrankungen und negative Tests vermerken soll. Ziel ist, einen sicheren Weg zur Aufhebung von Beschränkungen und zum Reisen in Europa zu finden. Dies kündigte Kommissions-Vizepräsident Margaritis Schinas am Montag in Brüssel an.

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union hatten vorige Woche vereinbart, die Pläne für einen digitalen Impfpass voranzutreiben. Binnen drei Monaten sollen die technischen Voraussetzungen stehen, damit Corona-Geimpfte europaweit fälschungssicher ihre Immunisierung nachweisen können.


19.01.2021, Hessen, Frankfurt/Main: Zeynep Kallmayer, Pflegegruppenleiterin der Covid-19-Intensivstation C1 am Uniklinikum Frankfurt, zeigt ihren Impfpass mit den beiden Eintragungen für die Corona-Impfung. Kallmayer hat ihre zweite Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Für den vollen Impfschutz ist mit Abstand von mehreren Wochen eine zweite Impfung nötig. Foto: Andreas Arnold/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Das könnte über ein einheitlich lesbares Dokument mit QR-Code geschehen, das man auf Papier oder auf dem Smartphone bei sich tragen könnte - ähnlich wie ein Bahnticket. Dazu müssen nationale Systeme der 27 EU-Staaten vergleichbar ausgestaltet und digital verknüpft werden. Technisch ist dafür noch sehr viel vorzubereiten. Der geplante Gesetzentwurf würde den rechtlichen Rahmen stecken.

„Damit der digitale grüne Pass aber ein Erfolg wird, brauchen wir die Unterstützung aller Mitgliedsstaaten“, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen bei einer Sitzung der CDU/CSU-Abgeordneten im Europaparlament. „Auch Sie in Deutschland müssen die Voraussetzungen dafür schaffen.“

Neu ist bei der Ankündigung der EU-Kommission, dass das Dokument nicht nur ein Impfnachweis wäre, sondern auch frische negative Ergebnisse eines Corona-Tests anzeigen würde. Damit könnten auch Ungeimpfte erleichterten Zugang zu Reisen, Restaurants oder Veranstaltungen haben - wenn auch nur sehr befristet. Das Konzept lehnt sich an den in Israel eingeführten „grünen Pass“ an.


21.02.2021, Israel, Tel Aviv: Ein Mann nutzt bei der Wiedereröffnung des Nationaltheaters Habima am Eingang einen Bildschirm mit Gesichtserkennungssoftware zum Einlass. In Israel kann sich jeder Genesene sowie jeder Geimpfte eine Woche nach der zweiten Impfung einen Impfausweis online erstellen. Fitness-Studios, Kultureinrichtungen und Schwimmbäder dürfen wieder besucht werden. Dies gilt aber nur für Besitzer eines Grünen Passes für Geimpfte und Genesene. (zu dpa "Israel beginnt mit Einsatz von Grünem Pass für Corona-Geimpfte") Foto: Sara Lemel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Dennoch würde letztlich jeder Staat selbst entscheiden, welche Vorteile mit dem „grünen Pass“ verbunden wären - wenn überhaupt. Einige Staaten haben Vorbehalte. Sie wenden ein, noch hätten nur wenige Zugang zu Corona-Impfungen. Zudem sei nicht klar, ob man trotz Impfung das Virus weitergeben kann. Kritiker fürchten auch eine verkappte Impfpflicht.

Die belgische Außenministerin Sophie Wilmès schrieb auf Twitter, prinzipiell sei die Idee eines standardisierten europäischen Nachweises von Impfungen und Tests gut. Der Begriff „Pass“ sei aber verwirrend. „Für Belgien geht es nicht darum, Impfungen mit Bewegungsfreiheit in Europa zu verknüpfen.“ Nicht-Geimpfte dürften nicht diskriminiert werden.

Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides drängte die EU-Staaten, ihre Corona-Impfkampagnen zu beschleunigen. Es sei „entscheidend, dass keine Lücke zwischen den gelieferten und den verabreichten Dosen entsteht und dass keine Impfstoffe ungenutzt bleiben“, sagte Kyriakides bei einer Online-Konferenz der EU-Gesundheitsminister. Nach anfänglichem Impfstoffmangel sollen die Liefermengen im zweiten Quartal stark steigen. 


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