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EU-Kommission: Grenzen in Europa vorsichtig öffnen

(dpa) - Beim Öffnen der Binnengrenzen in Europa setzt die EU-Kommission in der Corona-Krise auf ein vorsichtiges und abgestimmtes Vorgehen der EU-Staaten. Eine sofortige Rückkehr zum eigentlich kontrollfreien Schengenraum fordert die Brüsseler Behörde in ihren Empfehlungen, die sie am Mittwoch vorlegen möchte, nicht. Stattdessen schlage man einen flexiblen stufenweisen Plan vor mit dem Ziel, die Kontrollen nach und nach aufzuheben, heißt es in dem Papier, das im Entwurf vorliegt. Die Behörde betont auch den Stellenwert des freien Reisens für die schwer von der Pandemie getroffene Tourismusbranche.

Sobald ein Land die Viruszirkulation reduziert habe, sollten die pauschalen Einschränkungen durch gezielte Maßnahmen ersetzt werden, heißt es in den Empfehlungen. Zunächst sollten die Kontrollen zu Ländern mit einer ähnlichen Virus-Situation gelockert werden. Dabei müsse es genügend Test- und Krankenhauskapazitäten geben. Infektionsketten müssten effektiv verfolgt werden können; Abstandsgebote eingehalten werden. In Deutschland war Innenminister Horst Seehofer (CSU) zuletzt wegen der andauernden Grenzkontrollen zu mehreren Nachbarländern deutlich unter Druck geraten.

Die Angehörigen einzelner Staaten dürften bei den Lockerungen nicht bevorzugt oder diskriminiert werden, betont die EU-Kommission. Sollte ein Land Lockerungen in einer bestimmten Region einführen, müssten sie für alle dort lebenden Menschen gelten - unabhängig von ihrer Nationalität.

Gestern

Trump befiehlt Truppenabzug aus Somalia

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump hat den Abzug von nahezu allen US-Truppen aus Somalia befohlen. Bis Anfang 2021 solle ein Großteil der dort stationierten Soldatinnen und Soldaten das ostafrikanische Land verlassen, teilte das Pentagon am Freitag mit. Konkrete Zahlen zur derzeitigen und künftigen Truppenstärke machte das Verteidigungsministerium nicht. Nach Angaben von US-Medien sind derzeit um die 700 US-Soldaten in Somalia stationiert.   

Macron gesteht Versagen in Sachen Glyphosat ein

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat eingestanden, sein Versprechen beim Verbot des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat nicht eingehalten zu haben. „Ich habe meine Meinung nicht geändert“, sagte er am Donnerstag dem Online-Magazin „Brut“. Er sei dafür, Glyphosat zu verbieten - bisher sei es ihm aber noch nicht gelungen. Der Präsident hatte 2017 angekündigt, das Unkrautvernichtungsmittel spätestens in drei Jahren zu verbieten. Er sprach nun von einem „kollektiven“ Scheitern.  

Kurzmeldungen Lokales 04.12.2020

Stau auf der A13

Nach einem Unfall in Höhe von Sassenheim stauen sich die Fahrzeuge auf der A13 in Richtung Petingen. Es gilt, diese Strecke zu meiden, Autofahrer im Stau sollen eine Rettungsgasse bilden.

Kurzmeldungen Lokales 04.12.2020

CFL meldet Störung

Wegen einer technischen Panne kommt es am Freitag zu Behinderungen und Verspätungen auf den Linien 60 und 90. In der Höhe von Berchem können die Züge nur eingeschränkt verkehren. Betroffen ist der Verkehr zwischen Luxemburg und Rodange. 


Holocaust-Leugnerin Haverbeck erneut verurteilt

(dpa) - Die wiederholt verurteilte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck ist in Deutschland nur wenige Wochen nach ihrer Entlassung aus einem Gefängnis erneut zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten verhängte am Freitag gegen die 92-Jährige eine Freiheitsstrafe von einem Jahr. Sie habe sich erneut der Volksverhetzung schuldig gemacht, begründete der Richter.

Der 92-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen, die zur Urteilsverkündung nicht ins Gericht kam, wird zur Last gelegt, im März 2018 im Rahmen eines im Internet veröffentlichten Interviews den Holocaust geleugnet zu haben. Haverbeck hatte in dem Prozess erklärt, die Vorwürfe seien aus dem Zusammenhang gerissen worden oder falsch. Die 92-Jährige aus Nordrhein-Westfalen war erst vor wenigen Wochen aus dem Gefängnis in Bielefeld entlassen worden. Sie hatte dort eine Haftstrafe von insgesamt zweieinhalb Jahren wegen Volksverhetzung verbüßt. 

Seit Jahren müssen sich immer wieder Strafgerichte mit Äußerungen der Seniorin befassen. 2004 wurde sie erstmals wegen Volksverhetzung verurteilt und erhielt eine Geldstrafe. Zuletzt ergingen Haftstrafen ohne Bewährung. Die Seniorin behauptete wiederholt, das Konzentrationslager Auschwitz sei kein Vernichtungslager gewesen, sondern ein Arbeitslager. Nach Schätzungen von Historikern ermordeten die Nazis allein im KZ Auschwitz-Birkenau mindestens 1,1 Millionen Menschen.

Kurzmeldungen Lokales 04.12.2020

Bridel: Jugendliche angefahren

In der Route de Luxemburg in Bridel ist gegen 7.20 Uhr am Freitagmorgen eine Jugendliche von einem Autofahrer angefahren und verletzt worden. 

Ersten Erkenntnissen zufolge hatte das Mädchen unerwartet die Fahrbahn überquert. Ein Autofahrer, der aus Richtung Luxemburg kam, bremste rechtzeitig. Ein entgegenkommender Fahrer erfasste das Mädchen dann aber und es wurde gegen die Windschutzscheibe geschleudert. Zwei Zeugen leisteten erste Hilfe.

Nach einer notärztlichen Erstversorgung wurde das Opfer in die Kinderklinik gebracht. Neben dem Notarztteam waren auch Rettungskräfte aus der Hauptstadt und aus Kopstal vor Ort im Einsatz.

Kurzmeldungen Lokales 04.12.2020

Fußgänger in Rümelingen angefahren

(SC) - Am Donnerstagabend ereigneten sich auf Luxemburgs Straßen zwei Unfälle, bei denen insgesamt zwei Personen verletzt wurden.

Der erste Vorfall ereignete sich gegen 18 Uhr, als auf der RN31 zwischen Liwingen und Bettemburg zwei Autos miteinander kollidierten. Eine Person wurde verletzt. Ein Krankenwagen aus Bettemburg sowie die örtlichen Einsatzkräfte waren vor Ort.

Gegen 19.30 Uhr wurde ein Fußgänger in der Rue de l'usine in Rümelingen verletzt, als er von einem Auto angefahren wurde, Einsatzkräfte aus Düdelingen und Rümelingen waren zur Stelle.

Gegen 20.30 Uhr brannte in der Rue des Aubéphines in Merl ein Container - hier blieb es jedoch beim Sachschaden.

Kurzmeldungen Panorama 04.12.2020

Spin-off von „Game of Thrones“ wird 2021 produziert

(dpa) - Die Drachen kommen: Der Drehstart für die Vorgeschichte der Erfolgs-Fantasy-Serie „Game of Thrones“ ist für das kommende Jahr angekündigt. Das teilte der US-Sender HBO auf Twitter mit. Zusammen mit der Ankündigung für den Produktionsbeginn von „House of the Dragon“ wurden auch zwei Konzeptbilder von Drachenfiguren veröffentlicht.

Sonst ist noch nicht viel über die angekündigte Serie bekannt. Sie soll auf dem Buch „Feuer und Blut“ von Autor George R. R. Martin basieren und 300 Jahre vor den in „Game of Thrones“ geschilderten Ereignissen spielen. Martin soll die Serie mitgestalten, wie das US-Magazin „People“ berichtet. „House of the Dragon“ soll 2022 gesendet werden.

Feuer in Südkalifornien treibt Tausende aus ihren Häusern

Los Angeles (dpa) - Ein schnell um sich greifendes Feuer hat Menschen im US-Staat Kalifornien südöstlich von Los Angeles aufgeschreckt. Das sogenannte Bond-Feuer im Bezirk Orange County breitete sich am Donnerstag wegen heftiger Winde schnell aus. Etwa 25.000 Menschen hätten vorsichtshalber ihre Häuser verlassen, teilte die Feuerwehr mit. Am Donnerstagabend (Ortszeit) war der Brand erst zu zehn Prozent unter Kontrolle. In Südkalifornien warnten die Behörden vor starken Santa-Ana-Winden, die vor allem im Herbst und Winter auftreten.

Die diesjährige Waldbrandsaison in dem Westküstenstaat ist die flächenmäßig verheerendste seit Beginn der Aufzeichnungen. Heftige Feuer in vielen Teilen Kaliforniens habe schon mehr als 16.100 Quadratkilometer Wald und Nutzland verkohlt. Bei anhaltender Trockenheit und starken Winden ist weitere Zerstörung im Dezember zu befürchten.

Vorgestern

Rückschlag für Trump vor Gericht in Wisconsin

Der amtierende US-Präsident Donald Trump hat beim Anfechten der Wahlergebnisse einen weiteren Rückschlag erlitten. Das Oberste Gericht in Wisconsin lehnte am Donnerstag ab, eine Klage zu verhandeln, mit der Trumps Anwälte unter anderem erreichen wollten, dass mehr als 220.000 per Post eingeschickte Stimmzettel nicht berücksichtigt werden. 

Auch wenn das Gericht befugt sei, sich der Klage anzunehmen, handele es sich um Streitfragen, die von Gerichten unterer Instanzen verhandelt werden sollten, erklärte einer der Richter in der Entscheidung. Ein Anwalt Trumps kündigte im Anschluss an, entsprechende Klagen vor Bezirksgerichten in Dane und Milwaukee einreichen zu wollen.

Lastwagen stauen sich vor Brexit-Termin in Frankreich

(dpa) - Wenige Wochen vor einer neuen Etappe beim britischen EU-Austritt kommt es an der nordfranzösischen Küste zu langen Staus von Lastwagen. Die örtliche Präfektur rief Lkw-Fahrer dazu auf, die an der Hafenstadt Calais vorbeiführende Autobahn A 16 zu meiden.

Am Donnerstag warteten auf dieser Autobahn rund 200 Lastwagen darauf, den Tunnel unter dem Ärmelkanal in Richtung Großbritannien nutzen zu können, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Die EU und London verhandeln immer noch über einen Brexit-Handelspakt. Am Jahresende endet die Übergangsphase nach dem britischen EU-Austritt von Ende Januar und Großbritannien verlässt auch den EU-Binnenmarkt und die Zollunion. Ohne Anschlussvertrag drohen Zölle und hohe Handelshürden. Die Wirtschaft befürchtet schwere Verwerfungen.

Ein Vertreter des Transportbranchen-Verbandes Fédération Nationale des Transports Routiers (FNTR) sagte der Agentur, in Großbritannien würden derzeit Lager gefüllt, da vom Jahreswechsel an Zölle drohten.     

Kurzmeldungen Sport 03.12.2020

Grosjean nach Feuer-Unfall zurück im Fahrerlager

Mit sichtbaren Spuren seines schweren Unfalls ist Haas-Pilot Romain Grosjean ins Formel-1-Fahrerlager von Bahrain zurückgekehrt. Vier Tage nach dem Crash beim Grand Prix in Sakhir humpelte der Franzose am Donnerstag mit einer Schiene am linken Fuß und Bandagen an beiden verbrannten Händen ins Quartier seines Rennstalls. Der 34-Jährige war am Sonntag kurz nach dem Start in eine Leitplanke gekracht, sein Auto zerbrach dabei und ging in Flammen auf. Wie durch ein Wunder überstand Grosjean den Unfall weitgehend unbeschadet, nach drei Tagen konnte er das Krankenhaus verlassen. 

Kurzmeldungen Lokales 03.12.2020

Steinfort: Kamin brennt

(str) - Wegen eines Brandes in einem Kamin mussten am Donnerstagmittag gegen 12.20 Uhr Feuerwehrkräfte in die Rue de Hobscheid in Steinfort ausrücken. Der Brand konnte von den Feuerwehren aus Steinfort und Mamer gelöscht werden. Niemand wurde verletzt.

Schwere Explosion nahe Bristol - mehrere Verletzte oder Tote

(dpa) - Mehrere Menschen sind bei einer Explosion in einer Wasseraufbereitungsanlage in der englischen Stadt Bristol am Donnerstag zu Schaden gekommen. Das teilte ein Sprecher des örtlichen Rettungsdiensts der Deutschen Presse-Agentur mit. Wie viele Menschen genau verletzt oder gar getötet wurden, konnte er zunächst nicht sagen.

Der Vorfall ereignete sich am Vormittag im Bereich des Hafens im Bezirk Avonmouth. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ging ein Tank mit Chemikalien in die Luft. Auf Bildern der BBC war eine Silo-artige Konstruktion mit zerstörtem Dach zu sehen. Zeugen berichteten von einem lauten Knall.

Auf Fernsehbildern waren zahlreiche Rettungskräfte zu sehen, auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Zur möglichen Ursache der Explosion gab es zunächst keine Angaben.

Kurzmeldungen Lokales 03.12.2020

Zwei Verletzte bei zwei Unfällen

(str) - Zwei Verletzte meldet die Leitstelle der Rettungsdienste am Donnerstagnachmittag von Luxemburger Straßen. So war eine Person gegen 13.20 Uhr auf der N4 in Leudelingen verletzt worden, als zwei Autos kollidierten. Vor Ort waren Rettungsdienste aus Leudelingen und der Hauptstadt im Einsatz.

Zu einer weiteren Kollision, diesmal zwischen drei Autos, kam es gegen 16.30 Uhr in der Route de Luxembourg in Esch/Alzette. Der örtliche Rettungsdienst brachte einen Verletzten ins Krankenhaus.

Brüssel verklagt Großbritannien vor Europäischem Gerichtshof

Kurz vor Ende der Brexit-Übergangsphase verklagt die EU-Kommission Großbritannien wegen Verstößen gegen EU-Recht vor dem Europäischen Gerichtshof. Konkret geht es um Geldstrafen wegen „Nichteinhaltung der EU-Vorschriften für gekennzeichneten Kraftstoff“, wie die Behörde am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Großbritannien hat die EU im Januar verlassen, ist aber bis Ende dieses Monats noch Mitglied im Binnenmarkt und der Zollunion.

Dass Großbritannien gegen die Vorschriften zur steuerlichen Kennzeichnung von Kraftstoffen verstößt, hatte der EuGH schon im Oktober 2018 festgestellt. Stein des Anstoßes ist die Betankung von privat betriebenen Vergnügungsdampfern mit gekennzeichnetem Kraftstoff. Für diesen gelten andere Steuerregeln. Er darf im Regelfall nicht als Kraftstoff verwendet werden.     

Kurzmeldungen Kultur 03.12.2020

Schauspielerin Jutta Lampe gestorben

Die Schauspielerin Jutta Lampe ist tot. Sie starb im Alter von 82 Jahren, wie eine Sprecherin der Berliner Schaubühne am Donnerstag unter Berufung auf die Familie bestätigte. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Lampe arbeitete rund drei Jahrzehnte an der Berliner Schaubühne, arbeitete mit Regisseuren wie Peter Stein und Luc Bondy zusammen. Außerdem war sie in mehreren Filmen von Margarethe von Trotta zu sehen („Die bleierne Zeit“, „Schwestern oder die Balance des Glücks“, „Rosenstraße“). 

Nach Amokfahrt: Mehr Polizei in deutschen Städten

(dpa) - Nach der Amokfahrt in Trier erhöht die Polizei ihre Präsenz in rheinland-pfälzischen Städten. „Wir haben überhaupt keine Hinweise auf weitere Taten oder auf Nachahmer“, sagte Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Donnerstag in Mainz. Unter dem Eindruck der schrecklichen Tat in Trier mit fünf Toten und mehreren Schwerst- und Schwerverletzten solle der Bevölkerung aber das Gefühl vermittelt werden, dass die Polizei zu ihrem Schutz vor Ort sei.

Der Schutz der Innenstädte genieße oberste Priorität, sagte Lewentz. „Wir dürfen nicht zulassen, dass die Menschen nach solch einer Tat ihren ohnehin schon durch die Corona-Pandemie bestimmten Alltag weiter einschränken.“

Neben uniformierten Polizeibeamten sollen auch zivile Einsatzkräfte in den Innenstädten eingesetzt werden, um frühzeitig mögliche Gefahrensituationen oder geplante Straftaten zu erkennen. Mehr als 100 zusätzliche Polizisten der Bereitschaftspolizei sollen dafür eingesetzt werden. Auch die Streifenwagen wurden bereits nach den jüngsten Anschlägen in Frankreich mit zusätzlicher Ausrüstung für lebensbedrohliche Einsatzlagen ausgestattet.

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Kurzmeldungen Lokales 03.12.2020

Schifflingen: Schlangenlinien bis zum Führerscheinentzug

(str) - In Schlangenlinien fuhr am Mittwochabend eine Autofahrerin zunächst auf den Autobahnen A13 und A4 sowie später durch Schifflingen. Nachdem sie mehrfach gegen die Bordsteinkante gefahren war und ein geparktes Auto geschrammt hatte, konnten Polizisten sie schließlich gegen 20.30 Uhr  in der Cité op Hudelen stoppen. 

Die Fahrerin war offensichtlich betrunken, verweigerte aber den Alkoholtest. Sie musste ihren Führerschein noch an Ort und Stelle abgeben und sie erwartet nun ein Strafverfahren. 

Bereits am Mittwochnachmittag hatten Polizisten gegen 16.30 Uhr in Contern einen betrunkenen Lastwagenfahrer aus dem Verkehr gezogen. 

Welterbe in Gefahr: Feuer vernichtet Fraser Island zur Hälfte

(dpa) - Auf der berühmten Touristeninsel Fraser Island im australischen Bundesstaat Queensland kämpfen Einsatzkräfte gegen ein massives Buschfeuer. Der Brand schwelt bereits seit sechs Wochen und ist immer noch nicht unter Kontrolle, wie die Behörden mitteilten.

Die Hälfte der größten Sandinsel der Welt, die seit 1992 zum Weltnaturerbe der Unesco gehört, ist den Angaben zufolge bereits zerstört: 80.000 Hektar seien den Flammen schon zum Opfer gefallen. Allein am Mittwoch wurden 345.000 Liter Wasser abgeworfen, wie die örtliche Feuerwehr auf Twitter mitteilte.

In dieser Woche sei das Feuer wegen einer anhaltenden Hitzewelle an Australiens Ostküste noch einmal größer und stärker geworden. Touristen wurden angewiesen, nicht auf die Insel zu fahren. Fraser Island sei auf der ganzen Welt beliebt, „was es so schmerzhaft macht anzusehen, wie die Insel brennt“, sagte Queenslands Ministerpräsidentin Annastacia Palaszczuk. Der Buschbrand soll durch ein illegales Lagerfeuer am 14. Oktober ausgelöst worden sein.

Mit einer Länge von 122 Kilometern ist Fraser Island die größte Sandinsel der Erde. Es gibt zahlreiche Aussichtspunkte, Badestrände und Süßwasserseen, was die Insel vor allem bei Campern beliebt macht. Neben Buschland und Mangrovensümpfen wächst auf dem Sand auch ein tropischer Regenwald. Dieser ist den Behörden zufolge aber bisher nicht von dem Feuer betroffen.