Wählen Sie Ihre Nachrichten​

EU kauft Impfstoff gegen Affenpocken
International 14.06.2022
EU-Gesundheitskommissarin

EU kauft Impfstoff gegen Affenpocken

Erwachsene, die engeren Kontakt mit einem Affenpocken-Infizierten hatten oder ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben, sollen vorrangig geimpft werden.
EU-Gesundheitskommissarin

EU kauft Impfstoff gegen Affenpocken

Erwachsene, die engeren Kontakt mit einem Affenpocken-Infizierten hatten oder ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben, sollen vorrangig geimpft werden.
Foto: Friso Gentsch/dpa
International 14.06.2022
EU-Gesundheitskommissarin

EU kauft Impfstoff gegen Affenpocken

110.000 Dosen sollen ab Ende Juni geliefert werden. In Rheinland-Pfalz gibt es einen ersten Fall.

(Reuters/dpa) – Die Europäische Union will rund 110.000 Dosen Impfstoff gegen Affenpocken kaufen. Sie werde die Vereinbarung im Laufe des Tages unterschreiben, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Dienstag am Rande des EU-Ministertreffens in Luxemburg. Bereits Ende Juni sollten die ersten Dosen an die EU-Staaten geliefert werden. Derzeit gebe es 900 Affenpocken-Fälle in der EU, weltweit seien es rund 1.400, sagte Kyriakides.

In Deutschland hatte die Ständige Impfkommission vergangene Woche eine Affenpocken-Impfung für bestimmte Risikogruppen und Menschen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten, empfohlen. Ein erhöhtes Infektionsrisiko sieht die Stiko bei Männern, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte mit wechselnden Partnern haben. Zwar können sich alle Menschen über engen Körperkontakt anstecken, doch die Fälle in Deutschland seien „bisher ausschließlich bei Männern der MSM-Community aufgetreten“ schrieb die Stiko. Diese Gruppe sollte deshalb besonders geschützt werden. MSM steht für „Männer, die Sex mit Männern haben“. Auch Personal von Speziallaboratorien komme unter Umständen für eine vorsorgliche Impfung infrage.

Erster Fall in Rheinland-Pfalz

Im benachbarten deutschen Bundesland ist erstmals ein Fall von Affenpocken nachgewiesen worden. Bei einer Person habe sich eine Infektion mit Affenpocken bestätigt, teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Montag in Mainz mit. Die Person sei in Isolation und wohlauf. Ein Infektionsrisiko für die Allgemeinheit könne ausgeschlossen werden, da die Person seit Infektionsbeginn keine Kontakte in der Region gehabt habe. Zuvor hatte der Südwestrundfunk (SWR) darüber berichtet.


30.05.2022, Spanien, Madrid: Eine Krankenschwester führt im Krankenhaus Ramon y Cajal in Madrid einen PCR-Test zur Erkennung des Affenpockenvirus durch. Madrid hat am Montag mit der Durchführung von PCR- und Genomsequenzierungstests auf Affenpocken in fünf öffentlichen Krankenhäusern der Region begonnen. Foto: Carlos Luján/EUROPA PRESS/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Luxemburg ist auf Ausbruch der Affenpocken vorbereitet
Bislang gibt es keinen Fall der Affenpocken im Großherzogtum. Paulette Lenert erklärt, was bei einem möglichen Ausbruch passiert.

Nach ersten Erkenntnissen fand die Infektion mit hoher Wahrscheinlichkeit außerhalb Deutschlands statt. Das teilte die zuständige Kreisverwaltung in Germersheim (Pfalz) am Dienstag mit. Der oder die Betroffene befinde sich seit dem Auftreten von Symptomen im Mai für 21 Tage in Isolation. „Die Person hatte keine Kontakte in der Region, ein Infektionsrisiko kann ausgeschlossen werden“, hieß es.   


Lesen Sie auch:

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema