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EU-Gipfel: "Brücken, die wir noch zu bauen haben, sind groß"
International 19.06.2020

EU-Gipfel: "Brücken, die wir noch zu bauen haben, sind groß"

Die deutsche Regierungschefin Angela Merkel bei einer Pressekonferenz in Berlin im Anschluss an den EU-Videogipfel.

EU-Gipfel: "Brücken, die wir noch zu bauen haben, sind groß"

Die deutsche Regierungschefin Angela Merkel bei einer Pressekonferenz in Berlin im Anschluss an den EU-Videogipfel.
Foto: Kay Nietfeld/dpa
International 19.06.2020

EU-Gipfel: "Brücken, die wir noch zu bauen haben, sind groß"

Die Videokonferenz der EU-Staats- und Regierungschefs über den Wiederaufbauplan ist zu Ende. Noch gibt es keinen Konsens in der Runde - Mitte Juli soll ein "echter" Gipfel in Brüssel stattfinden.

(dpa) - Der EU-Ratschef Charles Michel plant für Mitte Juli ein Gipfeltreffen in Brüssel zum geplanten milliardenschweren Konjunkturprogramm nach der Corona-Krise. Dafür werde er neue Vorschläge vorbereiten, kündigte Michel am Freitag nach einem Videogipfel der EU-Staats- und Regierungschefs an.

Dieser hatte, wie erwartet, noch keinen Durchbruch für das Programm zur wirtschaftlichen Erholung gebracht. Denn die Positionen der 27 Staaten lagen weit auseinander. Jetzt werde man in eine neue Phase eintreten und intensive Verhandlungen beginnen, sagte Michel.

Charles Michel während der Videokonferenz mit den EU-Staats- und Regierungschefs.
Charles Michel während der Videokonferenz mit den EU-Staats- und Regierungschefs.
Foto: AFP/Olivier Hoslet

Auf dem Tisch liegt ein Vorschlag der EU-Kommission für ein 750-Milliarden-Euro-Programm, das mit dem nächsten siebenjährigen EU-Budget verhandelt werden soll. Der geplante Gipfel wäre das erste physische Treffen der Staats- und Regierungschefs seit Februar. Seither wurde wegen der Pandemie nur per Video konferiert.


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"Die Brücken, die wir noch zu bauen haben, sind groß", sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel im Anschluss an das digitale EU-Spitzentreffen. Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel twitterte: "Luxemburg unterstützt den ehrgeizigen Vorschlag der Kommission für einen EU-Haushalt, der den immensen Herausforderungen, vor denen wir stehen, gerecht wird und gleichzeitig das Erreichen unserer strategischen Ziele ermöglicht."



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