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EU drängt auf politische Lösung im Nahen Osten
International 05.01.2020

EU drängt auf politische Lösung im Nahen Osten

Auch vor dem Weißen Haus gingen Menschen gegen den Krieg auf die Straßen.

EU drängt auf politische Lösung im Nahen Osten

Auch vor dem Weißen Haus gingen Menschen gegen den Krieg auf die Straßen.
Foto: AFP
International 05.01.2020

EU drängt auf politische Lösung im Nahen Osten

Angesichts der wachsenden Spannungen im Nahen Osten drängt die EU auf eine politische Lösung des Konflikts.

(dpa) - Im Gespräch mit Irans Außenminister Mohammed Dschwad Sarif betonte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell, „dass letztlich eine regionale politische Lösung der einzige Weg nach vorne ist, und dass die EU bereit ist, diesen zu unterstützen“, wie der Auswärtige Dienst der EU am Sonntag mitteilte.


(FILES) In this file photo taken on January 3, 2020, US President Donald Trump makes a statement on Iran at the Mar-a-Lago estate in Palm Beach Florida. - President Donald Trump warned on January 4, 2020 that the US is targeting 52 sites in Iran and will hit them "very fast and very hard" if the Islamic republic attacks American personnel or assets. In a sabre-rattling tweet that defended Friday's US drone strike assassination of a powerful Iranian general in Iraq, Trump said 52 represents the number of Americans held hostage at the US embassy in Tehran for more than a year starting in late 1979. (Photo by JIM WATSON / AFP)
Trump droht Iran mit Angriffen auf Dutzende Ziele
Die Tötung eines enorm einflussreichen iranischen Generals durch die USA wühlt den Nahen Osten auf.

Zudem habe Borrell seine Sorge über die zunehmend gewalttätigen Konfrontationen im Irak und über die Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani bei einem US-Luftangriff in Bagdad zum Ausdruck gebracht. Er habe den Iran dazu gedrängt, Zurückhaltung zu üben, jede Reaktion vorsichtig abzuwägen und eine weitere Eskalation zu vermeiden.

Die Besorgnis ist groß - Demonstrantin in Washington.
Die Besorgnis ist groß - Demonstrantin in Washington.
AFP

Borrell und Sarif sprachen nach Angaben des Auswärtigen Dienstes auch über die Bedeutung des gefährdeten Atomabkommens zwischen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, dem Iran und anderen Staaten, aus dem die USA im Mai 2018 ausgestiegen waren. Das Abkommen sei weiterhin ein Meilenstein der weltweiten nuklearen Abrüstung, hieß es. Borrell habe Sarif nach Brüssel eingeladen.


Anhänger des getöteten iranischen General Soleimani nehmen an einem Trauerzug in der irakischen Hauptstadt teil.
Tausende nehmen an Trauerzug für iranischen General teil
Die Tötung eines iranischen Generals durch einen US-Angriff im Irak schürt Sorgen vor einem neuen Krieg im Nahen Osten.

Die US-Armee hatte in der Nacht zum Freitag den für iranische Auslandsaktivitäten zuständigen Top-General Soleimani in Bagdad getötet. Der Iran kündigte daraufhin Vergeltung an. Seitdem sprach Borrell auch mit den Außenministern mehrerer EU-Staaten sowie anderer Länder der Region.

US-Außenminister Mike Pompeo zeigte sich von der Reaktion der Europäer auf das US-Vorgehen enttäuscht: „Die Briten, die Franzosen, die Deutschen müssen alle verstehen, dass das, was wir taten, was die Amerikaner taten, auch Leben in Europa gerettet hat“, sagte er am Samstag dem US-Sender Fox News.    


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