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EU-Beitritt: Juncker gegen Abbruch von Türkei-Gesprächen
International 29.08.2017

EU-Beitritt: Juncker gegen Abbruch von Türkei-Gesprächen

Jean-Claude Juncker und Recep Tayyip Erdogan im Oktober 2015 in Brüssel.

EU-Beitritt: Juncker gegen Abbruch von Türkei-Gesprächen

Jean-Claude Juncker und Recep Tayyip Erdogan im Oktober 2015 in Brüssel.
AFP
International 29.08.2017

EU-Beitritt: Juncker gegen Abbruch von Türkei-Gesprächen

Michel THIEL
Michel THIEL
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker lehnt einen definitiven Abbruch der EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei ab - es sei das "System Erdogan", das die derzeitige Pause der Verhandlungen herbeigeführt habe.

(dpa) - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich erneut gegen einen einseitigen Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei ausgesprochen. Er vermute, dass der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan die EU zu einem solchen Schritt drängen wolle, um ihr dann im eigenen Land die Verantwortung dafür geben zu können, sagte Juncker am Dienstag bei einer EU-Botschafterkonferenz in Brüssel. Er sei deswegen für eine Politik, die der türkischen Bevölkerung zeige, dass das „System Erdogan“ einen Beitritt der Türkei zur EU unmöglich mache.

Juncker ergänzte, dass die Frage eines Abbruchs der Beitrittsgespräche für ihn ohnehin eine rein theoretische sei. „Es gibt derzeit keine Verhandlungen“, sagte er.

Die Beziehungen zwischen der EU und der Türkei sind seit mittlerweile mehr als einem Jahr extrem angespannt. In Reaktion auf die Ereignisse nach dem Putschversuch in der Türkei hatten die EU-Staaten bereits im vergangenen Dezember beschlossen, die EU-Beitrittsverhandlungen mit dem Land bis auf weiteres nicht auszuweiten. Damit soll unter anderem das Vorgehen der türkischen Behörden gegen Journalisten und Oppositionspolitiker sanktioniert werden.

Die Türkei entfernt sich in Riesenschritten von Europa“, kommentierte Juncker am Dienstag.


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