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EU-Außenminister warnen vor Brexit-Folgen
International 20.06.2016 Aus unserem online-Archiv
Nach Tagung in Luxemburg

EU-Außenminister warnen vor Brexit-Folgen

Jean Asselborn im Gespräch mit seinem britischen Amtskollegen, Philip Hammond.
Nach Tagung in Luxemburg

EU-Außenminister warnen vor Brexit-Folgen

Jean Asselborn im Gespräch mit seinem britischen Amtskollegen, Philip Hammond.
Foto: AFP
International 20.06.2016 Aus unserem online-Archiv
Nach Tagung in Luxemburg

EU-Außenminister warnen vor Brexit-Folgen

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Die EU-Außenminister machen bei einem Treffen noch einmal klar: Ein Brexit würde Folgen haben - für die EU und den Inselstaat. "Das Referendum ist kein Experiment", mahnte Jean Asselborn.

(dpa) - Kurz vor dem Brexit-Referendum warnen Außenminister der Europäischen Union eindringlich vor einem Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der EU.

Jean Asselborn warnte die Briten. Wenn sie „Nein“ sagten, werde das seiner Einschätzung nach für die Briten kein gutes Ende nehmen. Das Referendum sei kein Experiment.

„Wir verlieren Geschichte und Tradition Großbritanniens innerhalb der Europäischen Union, die wichtig ist und war für uns“, sagte der deutsche Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier mit Blick auf einen möglichen Austritt.

Ein Brexit hätte aus Sicht seines österreichischen Amtskollegen Sebastian Kurz „massiv negative Auswirkungen“. Die EU würde wirtschafts-, außen- und verteidigungspolitisch schwächer werden. Gleichzeitig wies er auf die positive Bedeutung Großbritanniens für die EU hin. „Die Briten haben in der vergangenen Zeit immer wieder den Finger auch auf die Wunde gelegt, aufgezeigt, wo es Fehlentwicklungen gibt“, sagte Kurz, der sich wie seine Amtskollegen bei einem EU-Außenministertreffen in Luxemburg äußerte.

Frankreichs Jean-Marc Ayrault wandte sich emotional an die Wähler: „Ich appelliere an die Briten, im Moment der Wahl die historische Dimension im Hinterkopf zu behalten.“

Gelassener äußerte sich Spaniens Außenminister José Manuel García-Margallo. Ein Brexit wäre „nicht der Anfang vom Ende“ für die EU, sagte er. Zwar würde es anfangs Schwankungen auf den Finanzmärkten geben. Die Märkte dürften sich kurz- bis mittelfristig aber wieder stabilisieren, prognostizierte er.


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