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EU-Außenminister beraten über Verhandlungen mit der Türkei
International 12.12.2016 Aus unserem online-Archiv
In Brüssel

EU-Außenminister beraten über Verhandlungen mit der Türkei

Im Gegensatz zum EU-Kommissionspräsidenten will der österreichische Außenminister die Verhandlungen mit der Türkei blockieren.
In Brüssel

EU-Außenminister beraten über Verhandlungen mit der Türkei

Im Gegensatz zum EU-Kommissionspräsidenten will der österreichische Außenminister die Verhandlungen mit der Türkei blockieren.
AFP
International 12.12.2016 Aus unserem online-Archiv
In Brüssel

EU-Außenminister beraten über Verhandlungen mit der Türkei

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Der EU-Außenministerrat will Montag und Dienstag in Brüssel über die Beitrittsgespräche mit der Türkei entscheiden. Österreichs Außenminister Sebastian Kurz hat angekündigt, er wolle die Weiterführung der Verhandlungen blockieren.

(dpa) - Der EU-Außenministerrat will Montag und Dienstag in Brüssel über die Beitrittsgespräche mit der Türkei entscheiden. Österreichs Außenminister Sebastian Kurz hat angekündigt, er wolle die Weiterführung der Verhandlungen blockieren. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich dagegen für eine Fortsetzung der Gespräche ausgesprochen.

Am Rande des Treffens will die EU erstmals ein Abkommen mit dem sozialistischen Kuba abschließen. Der Vertrag sieht einen intensiveren politischen Dialog und eine Zusammenarbeit im Handel vor. Grundlage für die jetzt geplante Annäherung ist der vorsichtige Öffnungskurs des karibischen Inselstaats in den vergangenen Jahren.

Parallelen mit Kuba

Das Verhältnis zwischen beiden Seiten wurde bislang maßgeblich von einem sogenannten Gemeinsamen Standpunkt der EU zu Kuba aus dem Jahr 1996 bestimmt. In ihm verlangten die Europäer eine Verbesserung der Menschenrechtslage und den Übergang Kubas zu einer pluralistischen Demokratie.

Neben marktwirtschaftlichen Reformen leitete Kuba Ende 2014 eine historische Wende in ihren Beziehungen zu den USA ein. Beide Länder eröffneten daraufhin nach einer jahrzehntelangen Eiszeit wieder Botschaften in Washington und Havanna.

Weitere Themen bei dem EU-Außenministertreffen sind die Entwicklungen im Syrien-Konflikt sowie die europäischen Bemühungen um eine engere Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten, die in der aktuellen Flüchtlingskrise als Herkunfts- oder Transitstaaten eine Rolle spielen. Zudem dürften auch die jüngsten Anschläge in der Türkei sowie in Ägypten thematisiert werden.


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