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EU-Arzneibehörde prüft russischen Impfstoff Sputnik V
International 04.03.2021

EU-Arzneibehörde prüft russischen Impfstoff Sputnik V

Sputnik V wird von der EMA geprüft.

EU-Arzneibehörde prüft russischen Impfstoff Sputnik V

Sputnik V wird von der EMA geprüft.
Foto: AFP
International 04.03.2021

EU-Arzneibehörde prüft russischen Impfstoff Sputnik V

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) eröffnet ein schnelles Prüfverfahren für den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V.

(dpa) - Die Entscheidung basiere auf Ergebnissen von Laborversuchen und klinischen Studien bei Erwachsenen, wie die EMA am Donnerstag in Amsterdam mitteilte. Nach den Studien rege Sputnik V die Bildung von Antikörpern gegen das Virus an und könne beim Schutz vor Covid-19 helfen.


This handout picture taken on August 6, 2020 and provided by the Russian Direct Investment Fund shows the vaccine against the coronavirus disease, developed by the Gamaleya Research Institute of Epidemiology and Microbiology. (Photo by Handout / Russian Direct Investment Fund / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / Russian Direct Investment Fund / Handout " - NO MARKETING - NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS
Erste Interessenten für Russlands Corona-Impfstoff „Sputnik V“
Etliche Daten zu dem Präparat fehlen noch oder sind nicht bekannt. Dennoch haben erste Länder bereits Interesse bekundet.

Die Experten der EMA werden die Wirksamkeit des Impfstoffes nach dem schnellen „Rolling-Review-Verfahren“ bewerten. Dabei werden Testergebnisse bereits geprüft, auch wenn noch nicht alle Ergebnisse vorliegen und auch kein Zulassungsantrag gestellt wurde. Wann eine Zulassung erfolgen könnte, ist nicht abzusehen.


TOPSHOT - This handout picture taken on August 6, 2020 and provided by the Russian Direct Investment Fund shows the vaccine against the coronavirus disease, developed by the Gamaleya Research Institute of Epidemiology and Microbiology. (Photo by Handout / Russian Direct Investment Fund / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / Russian Direct Investment Fund / Handout " - NO MARKETING - NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS
Moskau: Corona-Impfungen haben begonnen
In 70 Krankenhäusern der russischen Hauptstadt haben am Samstag Impfungen mit dem Vakzin „Sputnik V“ begonnen. Die Wirksamkeit wird mit 95 Prozent angegeben.

Der russische Impfstoff wird bereits in mehreren Ländern außerhalb Russlands gespritzt. Auch einige EU-Länder wollen das Präparat auch ohne EU-Zulassung anwenden. Der Hersteller von Sputnik V hatte zwar mehrfach angegeben, dass ein Antrag bei der EU-Behörde gestellt worden sei. Das war aber nach Angaben der EMA nicht der Fall. Der russische Hersteller hatte bei der EMA als EU-Partner die Firma R-Pharm Germany GmbH angegeben.

In der EU sind bisher drei Corona-Impfstoffe zugelassen worden. Sie stammen von den Herstellern Pfizer/Biontech, Moderna und AstraZeneca. Am 11. März wird die EMA voraussichtlich auch die Zulassung des Impfstoffes des US-Herstellers Johnson&Johnson empfehlen. Die endgültige Entscheidung über eine Zulassung trifft die EU-Kommission; das aber gilt als Formsache. 

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